Wer sich vor der Kommunalwahl 2026 einen schnellen Überblick verschaffen möchte, findet online eine praktische Entscheidungshilfe: VOTO. Das digitale Tool funktioniert ähnlich wie ein Wahl-O-Mat – allerdings speziell auf einzelne Städte, Gemeinden oder Landkreise zugeschnitten.
So funktioniert VOTO:
Unter app.voto.vote/de können Nutzer:innen:
1. Ihre Kommune auswählen
Auf der Startseite sind verschiedene Orte gelistet, für die ein Wahl-Check angeboten wird.
2. Thesen beantworten
Anschließend erscheinen kurze politische Aussagen zu lokalen Themen – etwa:
• "Die Innenstadt soll autofrei werden."
• "Es braucht mehr bezahlbaren Wohnraum durch städtische Bauprojekte."
• "Die Kommune soll stärker in Radwege investieren."
Zu jeder These kann man zustimmen, sie ablehnen oder neutral bleiben. Teilweise lassen sich Themen auch gewichten.
3. Ergebnis ansehen
Am Ende zeigt das Tool an, mit welchen Parteien oder Wählergruppen die eigenen Antworten am stärksten übereinstimmen.
Die Übereinstimmung wird prozentual dargestellt und die Positionen lassen sich im Detail vergleichen.
Für mehrere bayerische Städte und Gemeinden sind bereits VOTO-Angebote online oder geplant z.B.:
• Augsburg
• Rosenheim
• Roth
• Neumarkt
Je nach Kommune unterscheiden sich die Fragen, da sie auf lokale Themen zugeschnitten sind.
Übersicht für bayerische Orte
Eine Sammlung der verfügbaren Wahl-Checks für Bayern findet sich auch über die Seite der Demokratie-Initiative "Unser starkes Kreuz für Demokratie".
Dort sind die bayerischen Angebote gebündelt und verlinken direkt weiter zu den jeweiligen VOTO-Checks.
Was VOTO leisten kann – und was nicht
VOTO ist eine Orientierungshilfe. Das Tool kann helfen, die eigene politische Haltung zu schärfen, Unterschiede zwischen Listen sichtbarer zu machen und sich mit lokalen Themen auseinanderzusetzen.
Es ersetzt jedoch keine weitergehende Information. Gerade bei Kommunalwahlen lohnt es sich zusätzlich, Wahlprogramme zu lesen, Kandidat:innen kennenzulernen, lokale Debatten zu verfolgen, sich im eigenen Ort umzuhören.
Digitale Wahlhilfen sind damit ein guter Einstieg – die bewusste Entscheidung entsteht am Ende durch eigene Information und Auseinandersetzung vor Ort.