Auf TikTok haben plötzlich viele Menschen ihr Profilbild mit einem lilafarbenen Filter versehen – und dahinter steckt ein bedeutender Hintergrund.
Gewalt gegen Frauen in Südafrika erreicht dramatische Ausmaße
Der G20-Gipfel findet an diesem Wochenende in Südafrika statt – einem Land, in dem Frauen extrem unsicher leben und stark unterdrückt werden. Die Rate von Femiziden (Morden an Frauen aufgrund ihres Geschlechts) ist dort fünfmal höher als der globale Durchschnitt. Alle drei Stunden wird eine Frau getötet. Das sind erschütternde Zahlen.
Die Bewegung "Women for Change" kämpft für Sichtbarkeit
Doch es gibt eine Bewegung vor Ort, die genau das ändern möchte: Women for Change macht das Thema im Zuge des G20-Gipfels groß und will die weltweite Aufmerksamkeit nutzen, um auf die verheerende Lage aufmerksam zu machen. Wenn sich am 22. und 23. November die Politiker*innen der führenden Industrie- und Schwellenländer in Johannesburg treffen, soll die Welt hinschauen.
Der Protesttag #womenshutdown: Streiken, Schwarz tragen, Kaufstopp
Um die Dringlichkeit zu unterstreichen, sollen Frauen am heutigen Freitag (21. November) unter dem Motto #womenshutdown streiken und ihre Arbeit niederlegen – sowohl bezahlte als auch unbezahlte Care-Arbeit. Außerdem sollen sie an diesem Tag nichts kaufen, schwarze Kleidung tragen und sich um 12 Uhr für 15 Minuten ins Bett legen und einfach nichts tun.
Forderung: Gewalt gegen Frauen als nationalen Notstand ausrufen
"Solange in Südafrika alle zweieinhalb Stunden eine Frau beerdigt wird, kann die G20 nicht von Wachstum und Fortschritt sprechen. Wir fordern, dass geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide zum nationalen Notstand erklärt werden. Nicht morgen. Nicht auf einem anderen Gipfeltreffen. Jetzt", heißt es auf der Website von Women for Change.
Wie Menschen weltweit Solidarität zeigen können
Auch wenn wir in Deutschland wenig aktiv vor Ort tun können, gibt es Möglichkeiten, sich solidarisch zu zeigen. Weltweit sollen Frauen und queere Menschen ihr Profilbild mit einem lilafarbenen Filter versehen, um Aufmerksamkeit zu schaffen und Unterstützung auszudrücken.
Die lila Profilbilder, die euch derzeit auf Social Media begegnen, stehen also für eines: Solidarität mit den Frauen in Südafrika.