14.10.2019
Buchmesse

Comeback des Buches? Frankfurter Buchmesse 2019 widmet sich Norwegen

Das Buch stirbt aus - oder? Buchhändlerin Nina Hugendubel glaubt an ein Comeback des Buches. Ein Blick auf die Frankfurter Buchmesse, die sich 2019 mit Norwegen beschäftigt.
Norwegen Landkarte Auto
Die Frankfurter Buchmesse 2019 widmet sich Norwegen.

Die Chefin des Buchhändlers Hugendubel, Nina Hugendubel, glaubt an ein Comeback des Buches. Vor einem Jahr habe der Börsenverein des deutschen Buchhandels noch beklagt, dass es einen Käuferrückgang gebe. "Seitdem erleben wir, dass die Zahl der Käufer zunimmt, dass die Frequenz in den Buchhandlungen steigt", sagte Hugendubel der "Frankfurter Rundschau".

Sie habe den Eindruck, "dass das Buch als Ausgleich zu dem schnellen und bildschirmgetriebenen Alltag also durchaus eine Renaissance erfährt, sei es digital oder in gedruckter Form", sagte Hugendubel. Insgesamt eröffne der Buchhändler "eher wieder mehr Filialen". Sie sei überzeugt, dass man als "Buchhandlung ein echter Anziehungspunkt in einer Innenstadt sein kann".

In Bezug auf die digitalen Wettbewerber sieht sich Hugendubel gut aufgestellt. "Die Digitalisierung ist für uns in der Buchbranche inzwischen Alltagsgeschäft", so Hugendubel. Der E-Book-Bereich wachse weiterhin, auch wenn die ganz große Dynamik von vor einigen Jahren nicht mehr da sei. "Ich habe eher den Eindruck, dass es ein gutes Nebeneinander gibt. Man kannibalisiert sich nicht mehr gegenseitig. Es hat sich ein Gleichgewicht gefunden und so wird es auch weitergehen", sagte Hugendubel.

Frankfurter Buchmesse 2019 widmet sich Norwegen

Die Frankfurter Buchmesse beginnt am 16. Oktober 2019 und widmet sich in diesem Jahr Norwegen. Von Mittwoch bis Freitag sind nur Fachbesucher zugelassen, am Samstag und Sonntag öffnen sich die Tore auch für das allgemeine Publikum. Norwegen ist Ehrengast der Messe in diesem Jahr. Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit kommt am Dienstag, 15. Oktober, um 14 Uhr, mit einem "Literaturzug" auf dem Frankfurter Hauptbahnhof an. Im Zug sind Autorinnen und Autoren aus Norwegen, aber auch Schulkinder.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kürt am Montagabend, 14. Oktober, den besten deutschsprachigen Roman des Jahres 2019. Um den Deutschen Buchpreis konkurrieren die Titel "Das flüssige Land" von Raphaela Edelbauer, "Kintsugi" von Miku Sophie Kühmel, "Nicht wie ihr" von Tonio Schachinger, "Winterbienen" von Norbert Scheuer, "Herkunft" von Sasa Stanisic und "Brüder" von Jackie Thomae. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die fünf übrigen Finalisten bekommen jeweils 2.500 Euro.

Claudius Verlag auf der Buchmesse

Frankfurter Buchmesse
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