Wettbewerb
Fürth darf sich jetzt als "Hauptstadt des Fairen Handels" bezeichnen. Bei dem bundesweiten Wettbewerb setzte sich die fränkische Stadt gegen 117 weitere Kommunen und Städte durch. Auch der Landkreis Fürth ist unter den Top 3-Preisträgern.
Fairtrade

Fairer Handel und faire Beschaffung werden in und um Fürth groß geschrieben: Die Stadt hat am Donnerstagabend in Neumarkt in der Oberpfalz den Preis "Hauptstadt des Fairen Handels" erhalten. Auch der Landkreis Fürth ist unter den Preisträgern. Er kam nach der Stadt Köln auf Rang drei, teilte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZE) mit.

Fürth setzte sich gegen 117 Konkurrenten durch

Fürth setzte sich in dem Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" gegen 117 weitere Konkurrenten durch und erhält ein Preisgeld in Höhe von 60.000 Euro.

Die Stadt Fürth mit rund 128.000 Einwohnern überzeugte die Jury mit ihrem "starken und breit aufgestellten fairen Engagement", heißt es in der Mitteilung: Die Stadt alleine habe im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Euro Steuergelder in nachhaltig produzierte Waren investiert.

So überzeugte Fürth die Jury

Zu den Produkten gehörten faire Arbeitskleidung, und zum Jubiläum "Fünf Jahre Fairtrade-Stadt Fürth" wurde eine faire Jubiläumsschokolade aufgelegt. In einem neu geschaffenen "Welthaus" werden neben Produkten aus fairem Handel zusätzlich Stadtführungen angeboten.

Den Landkreis Fürth lobte die Jury für die "strukturelle Verankerung" des Themas Fairer Handel, durch die Aufnahme von Sozial- und Umweltkriterien in die Auftragsvergabe oder die Fortbildungen für Mitarbeitende. Der Kreis erhält 40.000 Euro Preisgeld.

Bund erreicht seine selbst gesetzten Ziele nicht

"Nachhaltige Beschaffung muss in allen Kommunen und staatlichen Betrieben Standard werden", so der Schirmherr, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Bund, Länder und Kommunen hätten ein Beschaffungsvolumen von 500 Milliarden Euro pro Jahr. "Das ist ein gewaltiger Hebel, den wir nutzen müssen für nachhaltige Lieferketten". Müller räumte ein, dass der Bund seine selbst gesetzten Ziele nicht erreiche. Bis 2030 müsse eine 100 Prozent nachhaltige Beschaffungsquote erreicht werden, forderte der Minister.

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