17.09.2019
Umwelt-Ressourcen

"Wasser für alle - Menschenrecht Wasser": Ausstellung über Wasserverbrauch in Nürnberg

3.000 Liter Wasser für die Produktion eines Rinder-Steaks, 2.500 Liter für die Herstellung eines T-Shirts: Eine Ausstellung in Nürnberg macht auf die Hintergründe und Ursachen der globalen Wasserkrise aufmerksam.
Wassflasche und Wasserglas

Wie viel Wasser ist in einem Rindersteak oder in einem Baumwoll-T-Shirt versteckt? Auf solche Fragen antwortet die Ausstellung "Wasser für alle - Menschenrecht Wasser" des evangelischen Partnerschaftszentrums Mission EineWelt. Sie ist noch bis zum 26. September im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg zu sehen, teilte Mission EineWelt mit. Noch immer habe etwa ein Viertel der Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Ausstellung mache auf die Hintergründe und Ursachen der globalen Wasserkrise aufmerksam und kläre über globale Zusammenhänge und Lösungsmöglichkeiten auf.

Ausstellung thematisiert bewussten Umgang mit Wasser

Dass für die Produktion eines Rindersteaks etwa 3.000 Liter Wasser und für ein T-Shirt rund 2.500 Liter Wasser verbraucht werden, sei Verbrauchern meist nicht bewusst, heißt es in der Mitteilung. Weil Futter-Soja und Baumwolle aus wasserarmen Gebieten in Brasilien oder Indien kämen, würden die Konsumenten in Europa der Natur und den Menschen in diesen Gebieten Wasser "wegnehmen". Denn Trinkwasserverschmutzung durch Pestizide, eine Absenkung des Grundwasserspiegels und Wassermangel seien oft die Folge.

Daher wird in der Ausstellung auch thematisiert, wie sich mit regionaler, saisonaler, ökologischer und fairer Herstellung ein Beitrag dazu leisten lässt, damit genügend und sauberes Wasser für alle Menschen zur Verfügung stehen könnte.

Wasser-Ausstellung Teil des Programms um Verleihung des Menschenrechtspreises

Die Ausstellung ist auch eingebettet in das Programm zur Verleihung des Nürnberger Menschenrechtspreises an den chilenischen Menschenrechtsaktivist Rodrigo Mundaca, der sich gegen die übermäßige Wasserentnahme durch die großflächige Avocadoproduktion für den Export in der wasserarmen Region Petrarca einsetzt.

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