21. April 2021
Judentum und Nationalsozialismus

Wolfratshausener Gedenkstätte erinnert an Todesmarsch

Zum Gedenken an den Todesmarsch von Konzentrationslager-Häftlingen im April 1945 organisiert der "Erinnerungsort Badehaus" in Wolfratshausen eine digitale Veranstaltung.
Erinnerungsort Badehaus

Zum Gedenken an den Todesmarsch von Konzentrationslager-Häftlingen im April 1945 organisiert der "Erinnerungsort Badehaus" in Wolfratshausen eine digitale Veranstaltung. Am 25. April (ab 17 Uhr) ist auf der Homepage als Kurzfilm "Todesmarsch - als das Grauen vor die Haustür kam" zu sehen und ein Gespräch mit dem Regisseur Max Kronawitter sowie dem Gautinger Altbürgermeister Ekkehart Knobloch, teilte die Gedenkstätte mit.

Kronawitter habe eigens für den Erinnerungsort eine halbstündige Kurzfassung seines neuen Dokumentarfilms erstellt und berichte von Recherchen und Dreharbeiten. Knobloch stelle seine Initiative vor, zur Erinnerung an den Todesmarsch zahlreiche Wegstrecken-Mahnmale errichten zu lassen.

Im Rahmen der Evakuierung des KZ Dachau durch die Nationalsozialisten wurden kurz vor Kriegsende 1945 mehr als 10.000 Häftlinge auf dem sogenannten Todesmarsch Richtung Alpen getrieben. Der Münchner Künstler Peter F. Schneider hat für die Gedenkveranstaltung ein Stück komponiert, das er dem "Erinnerungsort Badehaus" widmet.

An der Gedenkstätte wurde am Internationalen Gedenktag für die Holocaust-Opfer im Januar die Kunstinstallation "Mahnblumen-Aktion" eröffnet. Sie ist noch bis 8. Mai frei zugänglich zu sehen, während die Gedenkstätte selbst derzeit coronabedingt geschlossen ist. Besucher können Patenschaften für die Mahnblumen übernehmen und diese nach Ende der Kunstaktion erhalten. Solch eine Installation gab es auch 2018 am Königsplatz in München.

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