Vom stillen Ritual der Erwartung zum täglichen Konsumkick: Adventskalender gibt es heute mit Tee, Lippenstift oder Lotto. Wir haben das alte Ritual selbst zerstört, kommentiert Oliver Marquart.
Der Adventskalender begann im 19. Jahrhundert als protestantisches Ritual, um Kindern das Warten auf Weihnachten zu verdeutlichen. Von Bastelideen über gedruckte Türchen bis zum Schoko-Klassiker wurde er zum internationalen Phänomen mit bayerischer Prägung.
Der Advent war einst reich an Bräuchen, die heute fast vergessen sind. Dafür haben sich neue Formen entwickelt, die Wartezeit auf Weihnachten zu gestalten.
Unserem theologischen Kolumnisten Ralf Frisch fällt neuerdings auf, dass die Advents- und Weihnachtszeit immer früher beginnt. Warum eigentlich? Und warum eigentlich nicht?
Es ist wieder so weit: Die Adventszeit beginnt. Wir stellen sechs Ideen vor, wie du einen Adventskalender basteln kannst und damit deinen Liebsten eine Freude machst.
Der lebendige Adventskalender der Kirchengemeinden in Bad Endorf findet dieses Jahr bereits das zehnte Mal statt. Die Veranstalter würden die ökumenische Tradition gerne mit Gästen stattfinden lassen, sind dennoch aber bereit, den lebendigen Adventskalender erneut coronabedingt ohne Gäste abzuhalten.
Nachdem die bayerische Staatsregierung Ende November alle Weihnachtsmärkte abgesagt hat, fehlt die normalerweise um diese Jahreszeit aufkommende Weihnachtsstimmung fast gänzlich. Auch der frühe Schnee kann nur bedingt helfen. Wir haben 11 digitale Adventsangebote, mit denen Sie die festliche Stimmung zu sich nach Hause holen können.
Genau 24 Fenster hat das Rathaus in Aichach. Vor einigen Jahren hatte der Bürgermeister der Stadt die Idee, in ihnen einen Adventskalender zu installieren. Die Nähe zur Justizvollzugsanstalt, in der Frauen ihre Haft absitzen, führte zu einer ganz besonderen Aktion. Und so haben 2019 zum dritten Mal inhaftierte Frauen die Fenster für den Adventskalender gestaltet.
Jeden Tag ein Twitter-Türchen: Bereits zum dritten Mal lädt das evangelische Dekanat Rosenheim zu seiner Advent-Twitter-Aktion mit dem Titel @weggeschichten ein.
Kipferl, Sterne, Kugeln - aber Kamele? Wie aus dem Reittier der drei Weisen ein vorweihnachtlicher Gaumenschmaus wird, verrät Ingrid Barth, stellvertretenden Küchenleiterin der Evangelischen Akademie Tutzing.