Flüchtlingspolitik

Bayerische Landeskirche

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Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Oberkirchenrat Michael Martin, in der bayerischen Landeskirche zuständig für den Bereich Flucht und Asyl, spricht im Interview über die Ursachen und erklärt, was unser Umgang mit Lebensmitteln und die deutschen Rüstungsexporte damit zu tun haben.

Ausstellung

Fotoprojekt »Sehnsucht Heimat. Flucht – Vertreibung – Neuanfang«
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Ein Steiff-Teddy, eine kleine Kette, eine Geige, ein Kreuz – all diese Gegenstände haben Menschen mit auf die Flucht genommen, obwohl Dinge für Leib und Leben eigentlich Vorrang hatten. Viele Menschen, die im Fotoprojekt "Sehnsucht Heimat. Flucht – Vertreibung – Neuanfang" des Nürnberger Prodekanats Nord porträtiert werden, haben diese Stücke immer noch bei sich – egal, ob sie 94 oder 19 sind, egal, ob sie aus Rumänien oder Syrien geflüchtet sind. Warum ihnen diese "Schätze" ein Stück Heimat bedeuten, erzählen sie in einer Ausstellung in Nürnberg.

Kommentar

Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit
Ehrenamtliche in Asylhelferkreisen haben oft den Eindruck, gegen Windmühlen zu kämpfen: Zu viel, zu schwerfällige, zu restriktive Bürokratie macht häufig mühevolle Kleinarbeit wieder zunichte. Manch einer wirft entnervt das Handtuch. Wie wertvoll aber gerade das Engagement in der Flüchtlingsarbeit ist, zeigt jetzt eine Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Lebensgeschichten von Toten

Buch Todesursache Flucht Cover
Ertrunken, verdurstet, erhängt: Das Buch "Todesursache: Flucht" will Fluchtopfern einen Namen geben. Dafür haben die Autorinnen Kristina Milz und Anja Tuckermann anhand der Liste des "United"-Netzwerks Lebensgeschichten recherchiert. Wer war Fatim Jawara? Was hat Zaki Adam erlebt? Und warum sind sie gestorben? Porträts, die Liste der Toten und Gastbeiträge prominenter Autoren ergeben zusammen ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit.

Migration

Ashot Aharonyan
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Kein Happy-End für den im Januar aus Neuhaus an der Pegnitz abgeschobenen Ashot Aharonyan, der seine todkranke Mutter Gayane noch einmal sehen wollte: Als der junge Armenier endlich auf dem Weg zurück nach Deutschland war, ereilte ihn die Nachricht vom Tod seiner Mutter. Er kehrte um. Zurück bleiben nicht nur Trauer, sondern beim Neuhauser Helferkreis auch Verbitterung und Wut.

Asyl in Zirndorf

In der ZAE Zirndorf: Kreativstunde für die Kinder mit der Künstlerin Sabine Schwarz aus Roßtal
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Weit weg von zu Hause, auf beschwerlichen Wegen nach Deutschland gekommen, schreckliche Bilder im Kopf und Angst im Rücken: Es sind vor allem die Kinder, die in den Zentralen Aufnahmeeinrichtungen (ZAE) für Flüchtlinge Schutz und Halt brauchen. So auch in Zirndorf. Haupt- und Ehrenamtliche sorgen hier für Schule, Betreuung und Zerstreuung. Doch gerade weil seit einigen Monaten weitaus weniger Kinder in der ZAE ankommen, stehen einige Angebote auf der Kippe. Der Bedarf ist nach wie vor da, es fehlen aber wie so oft die Mittel. Und ob sich an diesem Zustand etwas ändert, wenn die Zirndorfer Einrichtung in wenigen Wochen zu einem von sieben sogenannten Ankerzentren in Bayern wird, ist ebenso fraglich.