Franken

Landessynode Schwabach

Petra und Dieter Trutschel vor dem »Goldenen Stern« in Schwabach, wo 1529 »Reformationsgeschichte« geschrieben wurde, als die »Schwabacher Artikel« verhandelt wurden.
Autor
Sie sind eine Keimzelle der Reformation – die »Schwabacher Artikel«. Die 17 Sätze gelten als Grundlage des »Augsburger Bekenntnisses«, das am 25. Juni 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg von den evangelischen Reichsständen Kaiser Karl V. dargelegt wurden. Ausgeknobelt wurden sie an einem Ort, an dem damals wie heute in geselliger Runde Schäufele brutzeln und Bier fließt – im Schwabacher Traditionsgasthaus »Goldener Stern«. Doch dort erinnert heute nur noch wenig an die Sondierungsgespräche zur Reformation.
ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Kirchenjubiläum

 Brigitte Liwanetz (l.) und Pfarrerin Lisa Weniger
Autor
Wenn eine Kirche gleich drei Namenspatrone, darunter ein besonders schillernder, und eine "fürstliche Kinderloge" hat, sind das zwei gute Gründe, das Haus näher zu betrachten. Und weil die Albanus-Kirche in Reichenschwand in diesem Jahr 600 Jahre alt wird, kommt ein dritter hinzu.
ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Kirche und Nationalsozialismus

Abmarsch aus der Missionsanstalt: Schüler des Neuendettelsauer Missionsseminars bildeten einen eigenen SA-Trupp. Das Foto entstand 1935.
Umfassend, abgründig, fesselnd: Der Historiker Hans Rößler (geb. 1935) hat die Geschichte der Protestantismus-Hochburg Neuendettelsau in der NS-Zeit geschrieben. Für sein Buch »National­sozialismus in der fränkischen Provinz. Neuendettelsau unterm Hakenkreuz« erhält Rößler nun den Pechmann-Preis der bayerischen evangelischen Landeskirche.
ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Weihnachtslieder

Friedrich Heinrich Ranke (1798-1876, links),  Louise Reichardt (1779-1826), Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852), Karl Ludwig Sand (1795-1820), August von Kotzebue (1761-1819), Karl Georg von Raumer (1783-1865).
Auf den Hitlisten der beliebtesten Weihnachtslieder der Deutschen ist »Tochteher Zion« noch immer zu finden – jedenfalls, wenn man internationale Schlager wie »Last / White / We Wish You A Merry Christmas« herausrechnet. In der NS-Zeit war das Lied mit seinem »jüdischen« Titel verpönt. Wenig bekannt ist, dass die Wurzeln des Lieds im evangelischen Franken liegen. Und in Schottland.
ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Musikszene

Die Wolfgang Buck Band am 14. November 2015 in der Alten Synagoge in Kitzingen.
Autor
Am 7. Oktober findet nach 25 Jahren der letzte Auftritt der Wolfgang Buck Band statt. Die Formation hat sich mit den Mundart-Songs des evangelischen Theologen und Musikers Wolfgang Buck ein großes Publikum weit über Franken hinaus erspielt. Doch das Ende ist auch ein Anfang: Buck macht solo weiter – und mit dem neuen Trio-Projekt »Buck 3«.
ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Ausstellung

Fahrendes Volk – aber keine »Zigeuner«, auch wenn sie von Nazis als solche verfolgt wurden. Das Foto zweier Jenischen-Familien vor ihrem Reisewagen entstand um 1925.
Etwa 40 000 Menschen in Süddeutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und den Beneluxstaaten zählen sich heute zu den Jenischen. Einst waren sie ein nicht sesshaftes »fahrendes Volk«. Die Wurzeln der Jenischen liegen möglicherweise im späten Mittelalter oder sogar der Keltenzeit – das ist umstritten. Eine Ausstellung im fränkischen Baden-Württemberg wirft nun Schlaglichter auf die Geschichte einer »unbekannten Minderheit«.
ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Hexenwahn

Einblattdruck zu einer Hexenverbrennung in Derenburg (Grafschaft Reinstein), 1555.
Autor
Hexenverfolgung – das ist nicht einfach ein Thema des »finsteren Mittelalters«, beileibe kein rein katholisches Phänomen, und betraf zudem nicht lediglich Frauen und auch nicht nur in den großen deutschen Städten. Frauen, Männer und sogar Kinder wurden vor allem im 16. und 17. Jahrhundert auch in kleinen fränkischen Dörfern als Zauberer angeklagt, vertrieben und sogar verbrannt. Die Erlanger Autorin Traudl Kleefeld erzählt in ihrem Buch »Wider das Vergessen« davon. Und zeigt auf, dass die einstigen Mechanismen auch heute noch in der Gesellschaft wirken.
ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Kostümverleih

Gisela Streb Kostümverleih
Eine Rother Familie betreibt seit Generationen im Einfamilienhaus einen Kostümverleih. Was die Urgroßmutter begann, macht heute der Urenkel mit viel Spaß mit: Familie Streb-Fischer hält für kleine und große Narren in und um Roth Kostüme und Accessoires vom Mafiaboss bis zur Diva bereit.
ShareFacebookTwitterGoogle+Share