Franken

Steine zum Sprechen bringen

Jüdischer Friedhof in Baiersdorf
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Etwa 1.300 Grabsteine sind auf dem jüdischen Friedhof in Baiersdorf zu finden, der älteste wahrscheinlich von 1561, der jüngste aus dem Jahr 1938. Wenn Susanne Talabardon durch die Reihen geht, dann fühlt sie sich "wie in einer großen Gruppe an Menschen, die alle miteinander reden", erklärt die Professorin für Judaistik an der Universität Bamberg. Zusammen mit ihren Studierenden versucht sie, nicht nur die Gräber zu erfassen, sondern auch deren Geschichten.

Musik und Umwelt

Armin Hanika und eine seiner Gitarren aus heimischem Holz.
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Kann man als Gitarrenbauer das Klima retten? "Sicher nicht, aber man kann einen Beitrag dazu leisten", erklärt der Zupfinstrumentenbauermeister Armin Hanika aus Baiersdorf. Denn seit zwei Jahren verwendet er für einige Modelle keine Tropenhölzer mehr, sondern heimische Kirsche, Ulme, Elsbeere oder Ahorn. Dank eines extra entwickelten Thermomodifizierungsverfahrens funktioniert und klingt das nicht nur gut, sondern schützt auch die Umwelt.

Musik in Franken

Posaunenchor Geilsheim
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Wie der Deckel auf den Topf oder das Salz in der Suppe: Posaunenchöre gehören im evangelisch geprägten Franken einfach dazu – im Gottesdienst, bei Feiern oder Beerdigungen. Fast jedes noch so kleine Dörfchen hat sein eigenes Bläserensemble, auch das beschauliche Geilsheim bei Wassertrüdingen.

Rezitation

Seit mehreren Jahren lernt der evangelische Pfarrer Gerhard Bauer von der Petrikirche Kulmbach Evangelientexte auswendig, um diese als "Herzenssache" zu verinnerlichen. Von sich reden gemacht hat er im Jahr 2017, als er anlässlich des 500. Reformationsjubiläums dazu aufrief, dass 500 Menschen die 109 Verse der Bergpredigt auswendig lernen. Mit seinen Bibelrezitationen ist er in verschiedenen Kirchengemeinden zu Gast. Im Interview erzählt er von seinen Beweggründen.