Heiliges Land

Geschichte

Brennende Synagoge in Ludwigsburg - Reichspogromnacht 9./10. November 1938
Der 9. November ist ein "Schicksalstag" der deutschen Geschichte: 1848, 1918, 1923, 1989 – von der Revolution bis zum Mauerfall häufen sich an diesem Datum die historischen Wendepunkte. Nach der Wiedervereinigung war der 9. November als Nationalfeiertag im Gespräch. Doch der 9. November war auch der Höhepunkt der Novemberpogrome 1938: Euphemistisch als "Reichskristallnacht" bezeichnet, markiert dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, die in einen industriell betriebenen Völkermord mündete.

Ostermontag

Im Neuen Testament finden wir zum Ostermontag die Geschichte der Jünger, die nach Emmaus gegangen sind. Abends waren sie wieder zurück in Jerusalem. Auf einer aktuelle Landkarte Israels wird man aber keinen Ort namens Emmaus finden, der zu Fuß in dieser Zeit erreichbar wäre. Israel-Korrespondenten Ulrich Sahm hat eine erstaunliche Idee, wo das Original-Emmaus gewesen sein könnte. Aber auch direkt vor unserer Haustür ist Emmaus präsent - bei Veranstaltungen und in Kirchengemeinden - wie in der ökumenischen Emmauskirche Bad Griesbach.

Biblische Archäologie

Ausgrabungen am See Genezareth: Sind das die Überreste von Bethsaida/Julias?
"Philippus aber war aus Bethsaida, der Stadt des Andreas und des Petrus", heißt es im Johannesevangelium (1, 44). Nur: Darüber, wo dieses Fischerdorf eigentlich genau gelegen haben soll, herrscht bis heute Uneinigkeit unter den Gelehrten. Haben Archäologen nun das "verlorene Heimatdorf" der Jesus-Jünger Petrus, Andreas und Philippus gefunden? Das meldet die israelische Tageszeitung HaAretz.

Archäologie

Jerusalem - Blick über die Grabeskirche auf den Tempelberg und den Felsendom.
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In einer Stadt wie Jerusalem, könnte man annehmen, haben Archäologen bereits jeden Stein umgedreht. Weit gefehlt! Immer wieder stoßen sie auf Spuren, die zeigen, wie die Stadt zu Jesu Zeiten aussah. Auch das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft forscht im Untergrund.

Jerusalem

Die renovierte Ädikula über dem Grab Christi in der Rotunde der Grabeskirche Jerusalem (Frühjahr 2017).
Die Grabeskirche in Jerusalem steht ziemlich sicher an jenem Ort, an dem Jesus begraben wurde. Der fragile "Status quo", wer von den in der Kirche vertretenen christlichen Konfessionen was wann in der Grabeskirche darf, sorgt regelmäßig für Ärger - besonders zu Ostern. Der "Status quo" ist auch das Ergebnis eines fast 1400 Jahre andauernden Ringens der Christenheit mit dem Islam und um Jerusalem.