Nationalsozialismus

Jahrestag der Befreiung

Die Nazis töteten seine Familie. Im KZ Flossenbürg dachte Jakub Szabmacher nur ans Überleben. Zum ersten Mal seit 25 Jahren kehrt Jack Terry, wie er sich später nannte, dieses Jahr nicht an den Ort seiner Qualen zurück.

Yom HaShoah

Die Holocaust-Überlebende Leah Hasson lebt heute in Ramat Gan bei Tel Aviv.
Um 10 Uhr am Morgen des Yom HaShoah steht jedes Jahr ganz Israel für zwei Minuten still: Im ganzen Land heulen die Sirenen, die Züge bleiben stehen, ebenso die Autos auf den Autobahnen, die Passanten halten schweigend inne. In diesem Jahr war einiges anders. Die Initiative "Zikaron BaSalon" (Gedenken im Wohnzimmer) und ihre Antwort auf die Frage, wie Holocaust-Gedenken und Zeitzeugengespräche unter den Bedingungen der Corona-Pandemie aussehen können.

Filmtipp Lebensformen

Verschwörer, Held oder gar ein evangelischer Heiliger? Wer war der Theologe, der vor 75 Jahren im KZ Flossenbürg auf Anordnung Adolf Hitlers ermordet wurde? Monika Manoutschehri porträtiert für das Magazin "Lebensformen" Dietrich Bonhoeffer, der bis heute mit seinem Gedicht "Von guten Mächten" vielen Menschen Zuversicht schenkt.

Richard-Wagner-Festspiele Bayreuth

Meistersinger von Nürnberg
Zum ersten Mal seit fast 70 Jahren fällt in Bayreuth der Festspielsommer aus. Wegen der Coronavirus-Krise ist das weltberühmte Festival 2020 abgesagt. Zwangspausen hatte es in der 144-jährigen Geschichte der Festspiele allerdings mehrfach gegeben.

Gegenstände aus der NS-Zeit

Der NS-Staat nahm den Juden nicht nur die Würde und letztlich Millionen von ihnen das Leben, er bereicherte sich auch an ihnen. Bei "Judenauktionen" kauften die Deutschen jüdischen Hausrat. Die belasteten Objekte sind oft bis heute in Familienbesitz.

Geschichte & NS-Zeit

Benjamin Ferencz bei den Nürnberger Prozessen
Netflix hat eine Serie über sein Leben im Programm. Ben Ferencz hat den schlimmsten Verbrechern in die Augen gesehen, hat gestohlene Schätze gefunden, Staatsmänner getroffen und arbeitet bis heute für eine friedliche Welt.

Nationalsozialismus

"Buch der Namen" in der Ausstellung des Yad Vashem-Instituts in der Gedenkstätte Auschwitz
75 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur bleibt die Erinnerung an die Opfer lebendig. In Hof haben Schülerinnen und Schüler dafür eine inzwischen preisgekrönte App entwickelt. Jetzt beteiligt sich die Arbeitsgruppe an der Planung für einen besonderen Erinnerungsweg durch die Stadt.

"Der Film wird polarisieren - nur so entsteht ein Diskurs"

Der Münchner Regisseur und Autor Carsten Degenhardt will seinen ersten Langfilm "Finsternis" drehen
"Finsternis" ist der Titel eines Kinofilms, den Carsten Degenhardt verwirklichen möchte. In dem Thriller geht es um den Antisemitismus der Vergangenheit und den Rassismus der Gegenwart. Das Buch ist geschrieben, namhafte Schauspieler stehen bereit. Warum ihm das Projekt so sehr am Herzen liegt, erzählt der Münchner Regisseur und Autor im Interview.

Umgang mit der Vergangenheit

Evangelische Marktkirche in Hannover
Der Marahrensweg in Hannover braucht einen neuen Namen, empfohl ein Beirat der niedersächsischen Stadt im vergangenen Herbst. Sein Namensgeber, der frühere evangelische Landesbischof August Marahrens, habe eine zu große Nähe zum NS-Staat gehabt. Eine Bürgerinitiative will die Umbenennung verhindern. Eine ähnliche Auseinandersetzung gab es vor Jahren bereits in Nürnberg und München.

Der einsame Widerstandskämpfer

Georg Elser
Ein Jahr lang plant Georg Elser ein Attentat auf Adolf Hitler. Er konstruiert und baut eine Bombe, die ihr Ziel knapp verfehlt. Wer war dieser Mann, der vier Jahre lang in Isolationshaft saß, bevor er wenige Wochen vor Kriegsende in Dachau ermordet wurde? Was trieb ihn an? Das Evangelische Fernsehen (efs) widmet dem NS-Widerstandskämpfer zum 80. Jahrestag des Hitler-Attentats im Münchner Bürgerbräukeller einen Dokumentarfilm.

Nationalsozialismus

Holocaust-Überlebender Ernst Grube, zu Hause in Regensburg.
Ernst Grube ist einer der Letzten, die aus eigener Erfahrung von der Vernichtung der europäischen Juden erzählen können. Als Holocaust-Überlebender besucht er Schulen, Kirchen und Demonstrationen und wird nicht müde, aktive Erinnerungsarbeit zu leisten. Mit Sorge blicke er heute auf die politische Entwicklung in Deutschland, sagt der 86-Jährige im Interview.

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