Der Verlust eines geliebten Menschen beschäftigt den Partner oder die Partnerin und die Angehörigen oft noch lange über den unmittelbaren Tod hinaus. Für sie ist seit das Trauercafé des Evangelischen Bildungswerks München (EBW) eine wichtige und trostvolle Anlaufstelle.

An jedem ersten Montag eines Monats treffen sich trauernde Menschen im Trauercafé. Dieses besondere Café will der Trauer, die immer weiter aus der Gesellschaft verdrängt werde, einen festen Platz geben. Dafür ist das Café für die Seele ein geschützter Raum: Jeder kann ohne Anmeldung oder bürokratischen Aufwand einfach kommen, ohne Verpflichtungen und kostenlos. Weil das Café ein neutraler Ort ist, können die trauerden Menschen frei entscheiden, wann sie kommen und wie weit sie sich öffnen wollen.    

Jeden Monat kommen 40 bis 60 Menschen

Zu dem Trauer-Cafe kommen jeden Monat zwischen 40 und 60 Menschen, manchmal jahrelang als Stammgäste, manchmal nur für einige Wochen und Monate. Sie alle verbindet, dass sie - oft schon vor geraumer Zeit - einen Angehörigen verloren haben und für ihre noch anhaltende Trauer mitunter kein Verständnis mehr in ihrer Umgebung finden, die ihnen mit Sprüchen wie "Schau doch jetzt mal nach vorn" oder "Das Leben muss doch weiter gehen" begegnet.

Das Café für die Seele beginnt mit offenen Gesprächsrunden bei Kaffee und Kuchen. Es begleiten Ehrenamtlichen, die ein offenes Ohr für die Trauernden haben oder versuchen, das Gespräch in Gang zu bringen. Danach folgt meist als inhaltlicher Teil der Vortrag eines Referenten. Dabei sind die Themen weit gefasst - wie etwa Formen der Trauer in anderen Kulturen, die Präsentation sozialer Institutionen oder Vorschläge der Altenheimseelsorge, wie Menschen mit ihrer Trauer umgehen können.

Trauercafé

Das "Café für die Seele, Trauercafe" ist ein Treffpunkt für Menschen, die Abschied nehmen mussten von einem lieben Menschen, oder die aus einem anderen Grund eine Lücke in ihrem Leben auszuhalten haben.

Link zum Trauercafé