Evangelische Morgenfeier
"Sie werden Schwerter zu Pflugscharen machen" und "Gerechtigkeit und Friede werden sich küssen": In der Evangelischen Morgenfeier zum Volkstrauertag geht Pfarrerin Stephanie Höhner aus München Spuren der Hoffnung nach.
Schwerter zu Pflugscharen
Schwerter zu Pflugsscharen - Denkmal vor der Kreuzkirche Dresden

Die Tränen der alten Männer

Man kann jetzt den Himmel sehen, blau, Wolken ziehen ab und zu vorbei.Man kann jetzt den Himmel sehen, wo man vorher gefeiert, gebetet, Predigten gehört hat. Bomben haben das Dach zerstört, die Mauern sind eingerissen, wo mal der Altar stand – ein Schutthaufen. Die Kirche lieg t in Trümmern, die Häuser drum herum auch und so viele Leben. Die beiden Kastanien im Garten stehen noch. Bis heute, liebe Hörer*innen. Ich sehe die alten Bäume jeden Tag von meinem Fenster aus und denke mir manchmal: Was können die alles erzählen, von den Bombennächten, von den Mörtelweibern und den vielen Helfern, die die Himmelfahrtskirche nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut haben. Aus den alten Steinen die Mauern gebaut, aus den Trümmern die neue Kirche.

Das Leben kehrte zurück – in die Kirche und in die Herzen der Menschen. Neues Leben wird getauft, Jugendliche werden gesegnet, Menschen versprechen sich vor Gott Liebe und Treue, andere weinen um verlorene Menschen hier in der Kirche. Das Leben ist zurück, mit Narben und Wunden. Vom Krieg, von Gewalt an Körper und Seele, von enttäuschten Träumen. Immer wieder sehen wir uns diese Narben an, bei uns selbst, vielleicht heimlich, und nur mit Licht aus. 
Und einmal im Jahr schauen wir alle zusammen auf die Narben, die Krieg und Gewalt hinterlassen. Auf die alten, verwachsenen und auf die ganz frischen. Weil auch heute Krieg und Gewalt bei Millionen von Menschen Wunden reißen und Narben hinterlassen.

Ich erinnere mich: Ich bin elf Jahre alt. An einem Novembersonntag stehe ich auf dem Friedhof. Ich trete von einem Fuß auf den anderen, damit sie etwas warm bleiben. Der Schotter unter meinen Schuhen knirscht dabei leise. Das Stirnband rutsch ein Stück über meine Augen, ich schiebe es wieder hoch. Wenigstens regnet es nicht, denke ich. Vorne am Rednerpult steht unser Ortsvorsteher und spricht mit schlesischem Akzent: "Wir dürfen niemals vergessen, was für ein Leid die zwei Weltkriege gebracht haben: in unser Land, in unsere Stadt, in unsere Familien". Danach spielt der Posaunenchor "Ich hatt einen Kameraden". Die Männer in grauen und schwarzen Mänteln nehmen ihre Hüte vom Kopf und halten sie vor dem Bauch. Ein paar singen mit.

 In diesem Jahr stehe ich alleine auf dem Schotterplatz. Meine Oma und meine Mutter stehen vorne im Kirchenchor. Mein Vater und meine Schwester spielen gerade das Soldatenlied. Ich stand jedes Jahr auf dem Schotterweg, wenn am Ehrendenkmal Kränze niedergelegt wurden. Weil meine Eltern hier gesungen und gespielt haben, weil meine Oma hier an den Bruder meines Opas gedacht hat, der "im Krieg geblieben ist", wie man mir gesagt hat. Ich habe dort alte Männer weinen sehen. Und ich habe jedes Jahr wieder gehört: Wir dürfen nicht vergessen. Das darf nie wieder passieren!

Heute stehen sie wieder auf den Friedhöfen und vor dem Ehrenmal. Bürgermeister*innen und der Bundespräsident sprechen die traditionellen Worte zum Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewalt. Wir denken an die Menschen, die in Kriegen gestorben sind, damals und heute. –. Wir denken an die Menschen, die Opfer wurden durch Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus. Wir denken heute an die Menschen, die flüchten mussten, die verfolgt wurden und es heute noch werden wegen ihrer Religion, ihrer Liebe, ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe.

Der Blick zurück öffnet mir die Augen für das, was ich in dieser Welt zu tun habe: Auch ich trage dafür Verantwortung, dass es Frieden wird in dieser Welt. Große Worte für eine große Aufgabe. Seit 76 Jahren leben wir hier in Frieden. So heißt es. Ich sage: wir leben hier ohne Krieg. Aber in Frieden? Für mich fühlt es sich nicht nach Frieden an, wenn ein Mann mit einem Maschinengewehr eine Synagoge stürmen will, wenn ein anderer Mann junge Frauen und Männer in einer Shisha-Bar erschießt, weil sie anders aussehen als er selbst. Es erinnert mich an Krieg, wenn Flüchtlingsheime brennen, seit dreißig Jahren immer wieder und es hört sich für mich nach Kriegsrhetorik an, wenn eine Partei im deutschen Parlament die demokratisch gewählte Regierung "jagen" will.

Schwerter zu Pflugscharen

In diesen Momenten ist die Sehnsucht nach einer anderen Welt in mir wieder besonders groß. Die Sehnsucht nach einer Welt ohne Krieg, ohne gejagte Menschen und brennende Häuser. Es ist eine alte Sehnsucht. Vielleicht so alt wie die Menschheit selbst, obwohl sie seit Beginn an auch immer Kriege geführt hat. Darum kommt mir diese Sehnsucht wie eine Utopie vor: das können wir hier in dieser Welt nie erreichen. Nicht alleine.  Ich glaube aber auch: wir Menschen könnten auch anders. Wir können auch ohne Krieg. Denn wir sind in dieser Welt aus Liebe. Weil Gott uns liebt und diese Welt.

 Vor über 2500 Jahren hat Micha, ein Prophet, auch diese Sehnsucht nach Frieden. Um ihn herum tobt der Krieg. Sein Volk wird unterdrückt von fremden Herrschern, die sein Land ausbeuten: die Trauben ernten und die Schätze im Tempel rauben. Micha sehnt sich nach einer anderen Welt. Diese Welt bringt kein fremder Herrscher, diese Welt bringt nur einer: Gott.

Er wird unter vielen Völkern richten und mächtige Nationen zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn Zebaoth hat’s geredet.

Schwerter zu Pflugscharen – das wurde das Markenzeichen der ostdeutschen Friedensbewegung in den Achtziger Jahren. 
Vor der UNO in New York steht eine Skulptur eines sowjetischen Künstlers, die Schwerter zu Pflugscharen umschmiedet. We shall beat our swords into plowshares. Das alte Prophetenwort spricht noch von der Zukunft, die Skulptur fordert uns auf: Macht es jetzt! Mein Traum vom Frieden – ihn träumen auch andere! Der Traum, dass niemand mehr lernen wird, Krieg zu führen.

Micha verkündet diesen Traum als Gottes Versprechen an uns Menschen. Alle, von nah und fern, werden erkennen, dass Frieden der einzige Weg ist. Alle werden erkennen, dass Krieg der falsche Weg ist, um gemeinsam auf dieser Erde zu leben. Das ist auch der Traum Gottes für uns Menschen und die Welt.

In Deutschland gibt es seit 76 Jahren keinen Krieg mehr, aber immer noch werden Soldat*innen ausgebildet. Es ist noch lange kein Frieden. Nicht in der Welt, nicht in diesem Land. Und immer wieder kommt der Krieg auch in mein Leben. Er kommt in mein Leben, weil Djamal in mein Leben gekommen ist.

Djamal kann jetzt den Himmel sehen, blau, unschuldige Wolken ziehen ab und zu vorbei. Er kann jetzt den Himmel sehen, im Garten der Himmelfahrtskirche, weil die alten Kastanien ihre Blätter fallen lassen – jeden Tag ein Stück mehr.
Djamal läuft durch den Garten, in der Hand sein Übungsbuch: Deutsch A 1. Djamal murmelt vor sich hin: "Ich kann, du kannst, er/sie/es kann, wir können…".

Die Himmelfahrtskirche ist jetzt sein Zuhause. Für fünf Monate. Er ist bei uns im Kirchenasyl. Mit Djamal wohnt der Krieg wieder mitten unter uns. Als er acht Jahre alt war, fielen die ersten Schüsse auf die Bewohner*innen in Damaskus, die für eine neue Regierung demonstriert haben. Ein paar Monate später traf eine Panzergranate das Nachbarhaus von Djamal. Er geht weiter zur Schule, in der er kein Englisch lernt, dafür aber, dass man sich bei Bombenalarm unter den Tisch hockt. Seine Mutter geht einkaufen und klagt jede Woche über die steigenden Preise. Nachts hören sie die Flieger starten, die weiter im Norden ihre Bomben fallen lassen. Seine Jugend ist Krieg. Vor einem Jahr ist Djamal dann vor dem Militärdienst geflohen. Er will nicht lernen, Krieg zu führen, er will keine Menschen töten, kein Gewehr halten, keine Granate zünden. Er will Frieden. Für sich und für sein Land. Für alle.

Und Djamal will leben. Darum ist er aus Syrien geflohen, hat seine Mutter und Großmutter und seine drei Schwestern verlassen, seine Freunde und seine Träume zurückgelassen und ist in die Türkei geflohen. Hier war er erst einmal in Sicherheit, aber in der Türkei sind viele Menschen, zu viele Menschen, die hier Schutz suchen. Zu wenig Arbeit, zu wenige Wohnungen für die vier Millionen Flüchtlinge in diesem Land. Djamal fand hier keinen Frieden, also zog er weiter. In Rumänien hat er seinen Fingerabdruck abgegeben. Er ahnte nicht, was ihn dort erwartet: Weil er Asyl beantragt, kommt er ins Gefängnis – wie die meisten hier. Die Polizisten nehmen ihm vorher noch sein Handy und sein Bargeld ab. Später wird er von Gefängniswärtern mit einem Stock verprügelt. Flüchtlinge sind hier Abschaum. Sein Asylantrag wird abgelehnt und er wird aus dem Gefängnis entlassen. Jetzt ist er auf sich allein gestellt.

Friede und Kirchenasyl

Djamal schafft es nach Deutschland und kommt in das ANKER-Zentrum Deggendorf. Hier muss er sechs Monate bleiben, um danach in Deutschland Asyl zu beantragen. So besagen es die Dublin-Vereinbarungen der Europäischen Union. Aber der Freistaat Bayern möchte Djamal wieder nach Rumänien abschieben, in das Land, in dem er verprügelt und ins Gefängnis gesperrt wurde, nur weil Djamal leben will. Weil er in Frieden leben will, so wie wir hier seit über 75 Jahren.
Darum wohnt Djamal jetzt bei uns im Kirchenasyl. Damit er nicht nach Rumänien abgeschoben wird, damit er hier in Deutschland Asyl beantragen darf, in zweieinhalb Monaten. Damit er Frieden findet.

Auf einmal ist der Krieg mitten in meinem Leben, in dem der Krieg sich doch so weit weg anfühlt. Weit weg, gefühlt am anderen Ende der Welt. Lange her, als 11-Jährige auf dem Schotterplatz.

Djamal und mich trennt so einiges: er spricht Arabisch und Türkisch, ich Deutsch und Englisch. Er hört gerne arabische Musik, ich lieber alternativen Punkrock, er liebt es, Shisha zu rauchen, ich trinke lieber ein Glas Rotwein.  Djamal und mich verbindet aber auch so manches: Wir beide lieben es, zu kochen. Mal bringt er seine Linsensuppe zu uns nach oben, mal stelle ich frisch gebackenen Pflaumenkuchen bei ihm unten vor die Tür. Und manchmal essen wir zusammen, Gemüsecurry mit Tofu und syrischen Nachtisch. Und uns verbindet ein Traum: Der Traum vom Frieden. Wir beide träumen davon:

Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Kastanienbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken.

Djamal möchte Koch werden, sobald er hier in Deutschland Asyl bekommt. Er hat das Gewehr in Syrien fallen lassen. Er tauscht es gegen den Kochlöffel. Djamal will mit Linsensuppe und Hummus seinen Frieden finden. Und der beginnt bei uns im Kirchenasyl.

People want peace. Die Menschen wollen Frieden. (Paul McCartney hat dieses Lied 2008 geschrieben, als er in Tel Aviv ein Konzert gegeben hat. Aber er wollte nicht nur in Israel sein, er wollte zu den Palästinensern gehen, sich solidarisch mit ihnen zeigen. Er hat eine Musikschule besucht, mit palästinensischen Kindern Musik gemacht. Als er am Abend zurück in Israel ist, trifft er ein paar junge Menschen der Organisation "one voice". Und McCartney fragt sie: Was möchtet ihr für euer Leben? Und sie antworten: Alles, was wir möchten, ist, in Frieden leben. Paul McCartney erinnert sich bei diesen Sätzen an seine Jugend, als er seinen Vater gefragt hat: Warum gibt es Kriege? Und sein Vater antwortet: Die Menschen möchten Frieden, keinen Krieg. Es ist ein alter Wunsch, darum singt McCartney: Ich weiß, dass ihr es schon oft gehört habt, aber ich höre nicht auf, solange Menschen noch weiter schreien und weinen. People want peace!

Der Traum vom Frieden, den träumen wir seit Generationen. Es ist ein alter Traum.  Und Gott träumt mit uns Menschen. In allen Versprechen, die Gott seinem Volk immer wieder macht, ist das Versprechen vom Frieden enthalten: im Segen, den Gott Aaron, den Bruder von Mose, über die Israeliten sprechen lässt, als Bitte und als erfüllter Wunsch in den alten Gebeten, den Psalmen, als Heilsversprechen für das zerstreute und erniedrigte Israel und für alle Menschen. (Auch die Engel in der Weihnachtsgeschichte wünschen den Menschen auf Erden Frieden. Shalom! Shalom Shabbat – so grüßen sich jüdische Menschen jede Woche zum Feiertag. Der Frieden zwischen Menschen untereinander und zwischen Menschen und Tieren – das ist ein Versprechen für die neue Welt, für Gottes Reich.

Darum stehen heute auch viele Kolleg*innen von mir auf Friedhöfen und an Ehrendenkmälern und erinnern uns daran: 

Ich will hören, was Gott zu sagen hat.
Der Herr redet vom Frieden. Er verspricht ihn seinem Volk und seinen Frommen.
Doch sie sollen nicht mehr zurückkehren zu den Dummheiten der Vergangenheit!
Ja, seine Hilfe ist denen nahe, die zu ihm gehören. Dann wohnt seine Herrlichkeit wieder in unserem Land: Güte und Treue finden zueinander. Gerechtigkeit und Frieden küssen sich.
Treue wächst aus der Erde empor. Gerechtigkeit scheint vom Himmel herab. (BasisBibel)

Was "nie wieder" heute bedeutet

In meinem Leben ist es meistens friedlich und ich finde: ich lebe in Frieden. Aber die Geschichte meiner Oma, die Tränen der alten Männer auf dem Schotterplatz – die stecken mir noch in den Knochen. Darum zucke ich bei jeder Schlagzeile zusammen, die antisemitische Vorfälle schildert oder von rassistischen Übergriffen berichtet. Das ist nicht meine Vorstellung von Frieden. Darum ist es wichtig, dass heute wieder Menschen auf Friedhöfen und Denkmälern stehen und uns ermahnen: Nie wieder Krieg! Wir dürfen das nicht vergessen.

Ich erinnere mich, wie ich als Elfjährige auf dem Schotterplatz stand und das "Nie wieder" gehört habe. Ich erinnere mich an die Geschichten vom Krieg, die mir meine Oma erzählt hat, die ich im Geschichtsunterricht gelernt habe und in vielen Büchern darüber gelesen habe. Ich erinnere mich und denke an Djamal, der vor dem Krieg geflohen ist, weil er sich nach Frieden sehnt. Und der jetzt im Stockwerk unter mir wohnt, wir zusammen essen und zusammen träumen von einer Welt, in der niemand mehr lernt, Krieg zu führen. Wir träumen vom Frieden für alle!

Aber das Träumen alleine reicht mir nicht. Ich bin mit verantwortlich, dass es Frieden wird in dieser Welt. Das fängt damit an, dass ich mich informiere. Täglich Zeitungen lese, Nachrichten höre und versuche, mir ein Urteil zu bilden, Zusammenhänge zu verstehen. Ich weiß, dass ich allein nicht das große Rad der Weltpolitik drehen kann. Aber zum Glück gibt es Menschen, die sich für Frieden engagieren. Ich unterstütze sie und ihre Organisationen, ich unterschreibe oft bei Petitionen von Amnesty International die an Politiker*innen weitergegeben werden. Ich unterstütze ein Schulprojekt in Bolivien mit einer monatlichen Spende. Ob das reicht – ich weiß es nicht. Aber ich hoffe, dass jeder kleine Beitrag etwas bewirkt. Ein Stück Frieden bringt. Und zum Glück gibt es Menschen in Initiativen, die sich einmischen, die laut werden und sich für mehr Gerechtigkeit in dieser Welt einsetzen, für Frieden in jedem Land. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die sich dafür engagieren. Ich habe gerade einen anderen Platz im Leben Ich arbeite für Mohammed und für Frieden rund um den Kastanienbaum im Kirchenasyl. Es spielt keine Rolle, welche Religion oder Hautfarbe die Menschen haben, die bei uns im Kirchenasyl leben. Wir wissen, dass uns manches trennt, aber wir merken immer wieder, wieviel uns auch verbindet. Jetzt im Herbst steht Djamal gemeinsam mit unserem Hausmeister im Garten und fegt die Unmengen an Laub zusammen, die die Kastanienbäume fallen lassen. 

Wobei: Das Zusammenleben funktioniert nicht immer reibungslos: Manchmal gibt es Streit um das Putzen des Badezimmers, manchmal um die Zeit der Nachtruhe im Haus. Immer wieder müssen wir reden, zuhören, Kompromisse suchen – und auch vergeben. Und dann sind da die vielen Situationen in meinem Leben, in denen ich gefordert bin, mich für den friedlichen Weg zu entscheiden: Kompromisse einzugehen, mich auf die Meinung der anderen einzulassen. Friede hat mit Vergebung zu tun. Und Vergebung ist harte Arbeit. Aber die gehört für mich zum Träumen vom Frieden dazu.
Ich ahne, dass wir es nicht alleine schaffen, dass der Traum vom Frieden wahr wird. Darum vertraue ich das letzte Stück auf dem Weg zum Frieden Gott an, mit dem alten Wunsch und Gebet: Verleih uns Frieden gnädiglich.

 

Die Evangelische Morgenfeier

"Eine halbe Stunde zum Atemholen, Nachdenken und Besinnen" - der Radiosender Bayern 1 spielt die Evangelische Morgenfeier für seine Hörerinnen und Hörer immer sonntags von 10.32 bis 11.00 Uhr. Dabei haben Pfarrerinnen und Pfarrer aus ganz Bayern das Wort. "Es geht um persönliche Erfahrungen mit dem Glauben, die Dinge des Lebens - um Gott und die Welt."

Sonntagsblatt.de veröffentlicht die Evangelische Morgenfeier im Wortlaut jeden Sonntagvormittag an dieser Stelle.

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