Das Motto der diesjährigen Aktion lautet "Wandel säen". "Brot für die Welt" sei die Hilfsorganisation, die zu Recht das größte Vertrauen der Menschen genießt, so Regionalbischöfin Dorothea Greiner. Sie nahm zusammen mit der Diakoniepräsidentin, zahlreichen Vertretern der evangelischen Kirche und örtlichen Mandatsträgern die symbolische Eröffnung vor.

Statt Abhängigkeit und Hunger gehe es bei "Brot für die Welt um Bildung und Förderung der Selbstständigkeit und um einen klima-, boden- und menschengerechten Umbau der Ernährungsproduktion. Mehrere tausend Projekte habe die Aktion seit ihrem Bestehen schon gefördert. "Solche Projekte machen das Leben in vielen Ländern lebenswert, so dass keiner sein Land verlassen muss", beschrieb die Regionalbischöfin eines der Ziele. 

Auch Diakoniepräsidentin Weingärtner erinnerte in ihrer Predigt daran, dass es vielen Menschen auf dieser Welt am Nötigsten fehlt. 800 Millionen Menschen würden weltweit an Hunger leiden. Mit Blick auf die Ukraine, auf Israel und den Gaza-Konflikt, aber auch auf Syrien und Mali sei der Frieden gefühlt in weite Ferne gerückt. Deshalb sei die Sehnsucht nach Veränderung so groß und die Bitte um Gerechtigkeit so dringend. "Brot für die Welt" könne ein Stück weit zu Frieden und Gerechtigkeit beitragen.

Umbrüche in der Gegenwart müssen bewältigt werden

Die große Bedeutung des Hilfswerks "Brot für die Welt" machten auch Regierungsvizepräsident Thomas Engel, Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, Landrat Florian Wiedemann und Diakonie-Vorstand Franz Sedlak in ihren Grußworten nach dem Gottesdienst deutlich. Landrat Wiedemann fühlte sich dabei an seine eigene Konfi-Zeit erinnert. Bei den allmonatlichen Sammlungen sei die Summe beim Spendenziel "Brot für die Welt" regelmäßig am höchsten gewesen. "Das unterstreicht den guten Ruf der Aktion", sagte er.

"Wer nichts verändern will, der wird auch das verlieren, was er bewahren möchte",

zitierte Regierungsvizepräsident Thomas Engel den früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Deshalb gelte es jetzt, dem diesjährigen "Brot für die Welt"-Motto zufolge, den Wandel zu säen, um die tiefgreifenden Umbrüche der Gegenwart zu bewältigen. Wer sich selbst ernähren kann, der führe ein Leben in Würde, doch jeder zehnte Mensch auf der Erde könne dies nicht, begründete Oberbürgermeister Ebersberger die Notwendigkeit von "Brot für die Welt", und Diakonie-Vorstand Sedlak würdigte die Aktion, die wie kaum eine andere für Solidarität und Mitmenschlichkeit stehe.

Der Festgottesdienst wurde ausgestaltet mit Volksweisen aus Tansania, dargeboten vom Swahili Chor Bayreuth unter der Leitung von Sascha Weigl sowie vom Posaunenchor der Stadtkirche unter der Leitung von Dekanatskantor Michael Dorn. "Brot für die Welt" unterstützt mehr als 1800 Projekte in 80 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Schwerpunkte der Arbeit sind nicht nur die Ernährungssicherung, sondern unter anderem auch die Förderung von Bildung und Gesundheit, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bewahrung der Schöpfung

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