25.03.2020
Coronavirus

So arbeiten wir von der Redaktion aktuell: Ein Blick ins Home-Office

Wir vom Sonntagsblatt mit allen Redaktionen im Evangelischen Presseverband arbeiten in Zeiten von Corona von zu Hause aus. "Home-Office" ist das Stichwort. Wie das bei uns aussieht und wie wir uns nun absprechen, austauschen und stets neue Inhalte liefern - das alles erfahren Sie in einem kleinen Blick hinter die Kulissen.
Laptop, Block und Kaffeetasse: So sieht das aus, wenn die Redaktion im Home-Office arbeitet.
Laptop, Block und Kaffeetasse: So sieht das aus, wenn die Redaktion im Home-Office arbeitet.

Der Evangelische Presseverband für Bayern (EPV) hat seinen Sitz eigentlich mitten in München. Doch da sitzt aktuell niemand - bekanntlich wegen des allgegenwärtigen Coronavirus und seinen Auswirkungen.

Auch wir von der Sonntagsblatt.de-Redaktion sind ausschließlich im Home-Office tätig. Trotzdem bestücken wir unsere Website jeden Tag mit neuen Artikeln und bemühen uns, einen normalen Arbeitsalltag aufrechtzuerhalten.

Wie wir das anstellen und wie unsere ungewohnten Arbeitsplätze in Zeiten von Corona aussehen, zeigen wir Ihnen in unserem kleinen Behind the Scenes.

Home-Office: Veränderte Arbeitsabläufe durch Corona

Einfach durch das Büro zu rufen oder sich schnell mal in der Kaffeeküche auszutauschen, das ist im Home-Office leider nicht so einfach möglich.

Um sich dennoch mit den Kolleginnen und Kollegen unterhalten zu können, greifen wir zu Webcam und Headset und sprechen in einer täglichen Videokonferenz miteinander. Dabei wird gemeinsam das Vorgehen geplant - oder einfach virtuell mit der Kaffeetasse angestoßen.

Das geht überraschend einfach und ist zudem nach ein paar ersten Versuchen sehr effizient. Denn für diese Videokonferenzen erstellen wir vorab Themenlisten und besprechen dann reihum, wer was wann und wie macht. Jeder gibt ein kurzes Update und nach höchstens 20 Minuten sind alle mit genügend Arbeit eingedeckt und informiert, was die anderen so planen.

Unsere Konferenz findet um 9 Uhr statt - der perfekte Zeitpunkt für den ersten (oder bei vielen auch schon zweiten) Kaffee des Tages. Noch ein Vorteil: Niemand sieht, ob man eine unbequeme Jeans trägt, oder immer noch im gemütlichen Schlafanzug steckt.

Endlos-Kaffee im Home-Office

Ein weiterer Vorteil des Home-Office: Die Kaffeemaschine läuft endlos nur für einen selbst - außer man teilt sich das "Büro" mit dem Lebenspartner, Ehepartner, Mitbewohner oder den Eltern. 

Dann geht es eben darum, sich irgendwie zu arrangieren. So kann auch darum geknobelt werden, wer Mittagessen macht oder abwäscht. Die Übergänge zwischen Hausarbeit und "Büro"-Arbeit sind fließend.

Leere Redaktion EPV
Leere Redaktion EPV

Ab und an muss dann aber doch mal jemand in der Redaktion vorbeischauen, um die sich anstauende Post zu sortieren, Unterlagen herauszusuchen, oder - ganz wichtig - die Blumen zu gießen. Wichtig dabei natürlich immer: unterwegs und vor Ort zu jeglichen Personen Sicherheitsabstand einhalten.

Wir aus der Online-Redaktion wohnen übrigens gar nicht alle in München. Manche von uns pendeln normalerweise aus dem rund 70 Kilometer entfernten Augsburg in den EPV. Noch ein Pluspunkt am Home-Office: Der zeitfressende Arbeitsweg entfällt. Unsere Praktikantin kann sogar bequem aus ihrem Elternhaus in Würzburg mitarbeiten, ohne dass uns anderen auffällt, wie weit weg sie ist.

Impressionen aus dem Home-Office

Überhaupt wird ein Großteil unserer Arbeit am PC oder Laptop erledigt. Über mobile Geräte verschicken wir Mails, halten unsere Konferenzen ab und hören unter Umständen gleichzeitig Musik. Muss es mal ganz schnell gehen, telefonieren wir über das Handy miteinander.

Alles in allem waren die ersten zwei Wochen im Home-Office ungewohnt, aber auch sehr interessant. Uns allen macht das Home-Office Spaß und die Arbeit läuft erstaunlich reibungslos.

Einen sehr großen Nachteil gibt es dann aber doch: Das Redaktionsteam mal in Persona zu sehen und gemeinsam um die Ecke Mittagessen zu gehen, das fehlt!

Leere Redaktion mit Pflanzen EPV
Leere Redaktion mit Pflanzen EPV
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