15.03.2020
Freizeit und Umweltschutz

Alpenverein führt "Klimaeuro" ein und will klimaneutral werden

Der Deutsche Alpenverein hat sich das Ziel gesteckt, schnellstmöglich klimaneutral zu werden. Das ging aus der Jahrspressekonferenz des DAV am Donnerstag in München hervor. In welche Maßnahmen der künftige "Klimaeuro" fließen soll, steht noch offen.
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Einen "Klimaeuro" will der Deutsche Alpenverein (DAV) ab 2021 als zusätzlichen Pflichtbeitrag für jedes Vollmitglied einführen. In welche Maßnahmen das Geld fließen solle, werde die für Mai geplante Hauptversammlung festlegen, sagte DAV-Vizepräsident Manfred Sailer bei der Jahrespressekonferenz am Donnerstagabend in München. Weitere Schwerpunkte wolle der Bergsportverein auf umweltfreundliche Mobilität und Infrastruktur legen, so Sailer weiter. 

Der Vizepräsident sprach sich darüber hinaus für "mutige politische Entscheidungen" in der Klimapolitik aus.

Der DAV habe den Anspruch, schnellstmöglich klimaneutral zu werden, sagte Sailer, ohne dafür ein konkretes zeitliches Ziel zu nennen. Bundesjugendleiter Simon Keller kündigte eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie der DAV-Jugend an. Ziel sei es, die rund 2800 Jugendleiter bei Aus- und Weiterbildungen besonders für Klimaschutzfragen zu sensibilisieren.

Der Deutsche Alpenverein ist mit über 1,35 Millionen Mitgliedern der größte Bergsportverein der Welt. Ende 2019 hatte der DAV seine neue Klimakonzeption vorgestellt, die neben dem "Klimaeuro" eine Klima-Resolution und die Selbstverpflichtung zu mehr Umweltschutz beinhaltet.

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