Notruf
Zum "Europäischen Tag des Notrufs" an diesem Donnerstag (11.02.) appellieren Politiker und Organisationen, die Rufnummer 112 im Notfall wirklich zu nutzen.
Rettungswagen Notruf 112 Notarzt Symbol

Bewusstes Datum

"Egal ob bei Feuer, einem ärztlichen Notfall oder einem Unfall: Europaweit können alle bei Unglücken kostenlos die 112 wählen und schnell Hilfe holen", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München. Das bewusst gewählte Datum des jährlichen Aktionstags, der "11.2.", stehe für die lebensrettende Telefonnummer. Sowohl Feuerwehr als auch Rettungsdienst seien darunter erreichbar.

Notruf rettet Leben

Ein frühzeitiger Notruf bei der Rettungsleitstelle sei in allen lebensbedrohlich erscheinenden Situationen zwingend, teilte das Münchner Rote Kreuz mit. Etwa bei einer Bewusstlosigkeit komme es darauf an, damit eine schnelle notfallmedizinische Versorgung greifen könne, hieß es von den Johannitern in München.

"Besonders wenn es in den nächsten Tagen und Nächten eisig kalt wird, kann ein aufmerksamer Blick, Wärmeerhalt etwa durch eine Rettungsdecke oder Kleidungsstücke und ein schneller Notruf Leben retten", sagte Johanniter-Notfallsanitäter Thomas Fuchs.

"Bei Minusgraden kühlen Personen, die wegen einer Erkrankung oder eines Unfalls auf dem Boden liegen, in kürzester Zeit aus."

Europaweite Nummer

In allen europäischen Ländern wurde die 112 als einheitliche Notrufnummer eingeführt. Sie ist rund um die Uhr erreichbar und aus Mobilfunknetz und Festnetz kostenfrei, an einem fremden Handy auch ohne Entsperr-Code nutzbar. Unentbehrlich beim Notruf seien die "Fünf W": "Wo ist das Ereignis? Wer ruft an? Was ist geschehen? Wie viele Betroffene? Warten auf Rückfragen!", erklärten die Johanniter.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Wer gesundheitliche, aber nicht lebensbedrohliche Probleme hat, ruft in Bayern den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Diese Nummer soll gewählt werden, wenn jemand außerhalb der Praxisöffnungszeiten Beschwerden habe, die ärztlich behandelt werden müssen, es sich aber nicht um einen Notfall fürs Krankenhaus handelt. Laut Johannitern zählen dazu etwa Erkältung mit Fieber über 39 Grad, anhaltender Durchfall, starke Hals- oder Ohrenschmerzen, akute Bauch- oder Rückenschmerzen oder kleinere Schnittverletzungen.

Polizei

Daneben sollten Bürger auch die 110, die Notrufnummer der Polizei, gedanklich parat haben, so Herrmann. Sie würden dann bayernweit direkt mit der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums verbunden, das für ihren Standort zuständig ist. Die 110 sei "die richtige Nummer für alle, die sich in einer Notsituation befinden, Zeuge einer Straftat geworden sind oder eine Beobachtung machen, die von der Polizei überprüft werden sollte".

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