25. April 2021
Evangelische Morgenfeier

Predigt: Halt dich an deiner Liebe fest (Mk 16, 1-8)

"Was habe ich eigentlich vor einem Jahr an Ostern gemacht? Ach ja, da war ja Lockdown! Die Zeit dehnt sich mal wie Kaugummi, dann rauscht wieder alles an mir vorbei. (…) Die drei Frauen mit dem Salböl, das leere Grab, die Auferweckung – nichts bleibt hängen. Nur das beengende Gefühl, dass ein riesiger Stein vor uns auf dem Weg liegt und wir uns kollektiv fragen: Wer kann ihn für uns wegrollen?!" Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Sandra Zeidler, Nürnberg
Frauen am Grab Jesu, Fresko von Fra Angelico, San Marco, Florenz (Detail)

Sehnsucht nach Auferweckung drei Wochen nach Ostern

Die Oster-Deko ist noch nicht ganz abgeräumt von meinem Wohnzimmertisch. Die Schoko-Hasen sind natürlich schon schnabuliert, aber die beiden gläsernen Eier liegen noch da, ein hölzerner Osterhase spielt noch seine Trompete und die Vase wird immer mal wieder aufgefüllt mit Tulpen und Osterglocken. Heute vor drei Wochen war Ostersonntag. Mir kommt das schon wieder so lange vor, so weit weg und wenn jemand sagen würde: Du, das ist noch die Oster-Deko vom letzten Jahr – ich würde es wahrscheinlich glauben. Das Osterfest im vergangenen Jahr hat sich genauso angefühlt: ohne Freunde, ohne Freude, ohne Feierlichkeit.

Mir geht in diesen Zeiten das Zeitgefühl verloren: welcher Tag ist eigentlich heute? Was haben wir gestern zu Mittag gegessen?

Was habe ich eigentlich vor einem Jahr an Ostern gemacht? Ach ja, da war ja Lockdown! Die Zeit dehnt sich mal wie Kaugummi, dann rauscht wieder alles an mir vorbei. Keine Lust mehr auf eine neue Netflix-Serie, wenig Lust auf einen Roman, wie soll da die Erzählung von Ostern bei mir ankommen? Die drei Frauen mit dem Salböl, das leere Grab, die Auferweckung – nichts bleibt hängen. Nur das beengende Gefühl, dass ein riesiger Stein vor uns auf dem Weg liegt und wir uns kollektiv fragen: Wer kann ihn für uns wegrollen?!

Die Autorin und Publizistin Carolin Emcke hat vor kurzem ihr "Journal" veröffentlicht, ein "Tagebuch in Zeiten der Pandemie." Sie beschreibt darin ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Zeit des ersten Lockdowns von März bis Mai 2020. Erst habe ich gedacht: will man das noch lesen, ein Jahr danach? Aber ihre persönlichen Erinnerungen bringen auch bei mir Gefühle und Beobachtungen wieder ans Tageslicht wie es war, als alles anfing. Sie beschreibt, wie sie anfängt, spazieren zu gehen, weil es das einzige ist, was man noch machen kann; sie erzählt, wie sie via Skype mit Freunden kocht und wie sie nach einiger Zeit feststellt, dass es ihr, der Journalistin und ehemaligen Kriegsreporterin, nicht guttut, morgens als erstes die Nachrichten zu hören mit den neuesten Inzidenz- und Todeszahlen. Sie beginnt jetzt ihre Tage mit einer Tasse Tee und Musik von Bach.

Anfang April 2020 notiert Emcke:

Und jetzt auch noch Ostern. Bei aller Freude über die innigen Tage, bei allem, was mir auch gefällt an dieser Zeit und wie wir sie hier zusammen erleben – es ist schon sehr zweisam. Also: wirklich zweisam. (...) Dauernd zuhause, kochend, mal spazieren gehend, keine Bars, keine Clubs, keine Möglichkeit des Ausbruchs, der Nächte mit Freunden, keine Konzerte, kein Theater, keine Partys hier oder dort. (...) Das ist das wirklich Ärgste, jenseits all der ökonomischen oder politischen Sorgen, dieses Netz an Freund*innen zu vermissen, die sonst hier ein und aus gehen, (...) mit denen zusammen sich Ideen und Projekte entwickeln, diese Freund*innen, die sich immer versammeln, wenn etwas über uns hereinbricht, wie Halle oder Hanau, und die wir nun alle einzeln oder zu zweit oder in unseren Familien hocken. So hatte ich mir mein Leben nicht vorgestellt. Langsam sehne ich mich nach einer Massen-Orgie, nach einem endlos langen Rave, langsam sehne ich mich nach einer riesigen Demo, wo wir alle eng aneinander stehen und gehen, langsam sehne ich mich nach meinem Leben.[1]

Ich sehne mich nach meinem Leben! Nicht nur langsam, sondern schnell! Jetzt und hier! Jetzt, wo es früher hell wird und die Vögel übermütig im Hinterhof trällern. Hier, wo es Frühling wird und das Leben wiedergeboren wird. Ich sehne mich nach einem Leben, an dem Ostern nicht einfach so vorbeirauscht, Jahr um Jahr. Ich sehne mich nach Auferweckung.

Blackbird singing in the dead of night. Einer meiner liebsten Songs von den Beatles. Als Inspiration für die Melodie diente Paul McCartney eine Suite von Johann Sebastian Bach; der Text bezieht sich auf die schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA vom Frühling 1968. Ein Mutmachlied. Ein Lied vom Aufbruch: Die Amsel fängt dann zu singen an, wenn die Nacht stirbt. Sie ist eine besonders kreative Sängerin und erfindet immer neue Melodien. Sing so schön wie Paul McCartney, kleine Amsel. Dein ganzes Leben hast du drauf gewartet, dich zu erheben.

Eine Geschichte mit offenem Schluss

Als der Sabbat vorbei war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus, und Salome wohlriechende Öle. Sie wollten die Totensalbung vornehmen. Ganz früh am ersten Wochentag kamen sie zum Grab. Die Sonne ging gerade auf. Unterwegs fragten sie sich: "Wer kann uns den Stein vom Grabeingang wegrollen?"

Doch als sie zum Grab aufblickten, sahen sie, dass der große, schwere Stein schon weggerollt war. Sie gingen in die Grabkammer hinein. Dort sahen sie einen jungen Mann. Er saß auf der rechten Seite und trug ein weißes Gewand. Die Frauen erschraken sehr.

Aber er sagte zu ihnen: "Ihr braucht nicht zu erschrecken! Ihr sucht Jesus aus Nazareth, der gekreuzigt wurde. Gott hat ihn von den Toten auferweckt, er ist nicht hier. Seht: Hier ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten. Macht euch auf! Sagt seinen Jüngern, besonders Petrus: Jesus geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat." Da flohen die Frauen aus dem Grab und liefen davon. Sie zitterten vor Angst und sagten niemandem etwas, so sehr fürchteten sie sich. (Markus 16,1-8 Basis Bibel)

Das nennt man einen offenen Schluss: "...und sagten niemand etwas, so sehr fürchteten sie sich." Wenn die Bibel ein Roman wäre, dann wären jetzt sicher einige Leser und Leserinnen irritiert oder sogar verärgert: Wie – der Jesus ist nicht mehr da?! Wer ist dieser junge Mann? Und überhaupt: was machen die drei Frauen jetzt? Die sind ja total verängstigt...

Ich persönlich mag es, wenn Romane so offen enden. Dann kann ich mir selber ausmalen, was passiert. Meine Phantasie springt sofort an und die Hauptpersonen leben in meinem Kopf weiter und machen ihre eigene Geschichte. Nehmen sie den einfachen Weg oder den steilen? Werden sie glücklich oder stellen doch wieder alles in Frage?

Im echten Leben ist ein offener Schluss oft nicht so gut auszuhalten, weil man merkt, dass man keine Lösung hat für ein Problem oder dass die Kraft nicht mehr reicht und weit und breit kein Happy End in Sicht ist. Es fühlt sich an, als ob das Leben plötzlich mitten in der Handlung stehen bleibt. Der Freund, den die britische Variante des Corona-Virus erwischt hat und der sich fragt, wann und ob es besser wird. Die eigene Schwester, die so plötzlich an Krebs gestorben ist und die wirklich einfach nicht mehr da ist.

Wohin mit dem offenen Schluss, den offenen Fragen, den offenen Wunden?

Im Moment habe ich das Gefühl, dass Corona auch einen offenen Schluss hat. Pandemie und kein Ende. Wir alle sind zutiefst erschrocken. Auf der einen Seite machen sich Wut und Frust lautstark Luft, andererseits spüre ich auch Lähmung und Sprachlosigkeit, weil wir uns hilflos fühlen. Wie soll das alles weitergehen? Wo ist der allwissende Autor, der diesen Schreckens-Roman zu Ende bringt, der uns – den Hauptfiguren – sagt, wo es langgeht. Der die Lösung parat hat, am liebsten das Happy End.

Noch einmal loslaufen wie am Ostermorgen

Vielleicht lohnt es sich, noch einmal mit den drei Frauen loszulaufen, mit den zwei Marias und mit Salome, drei Wochen nach Ostern, ein Jahr nach dem ersten Lockdown, 2000 Jahre nachdem diese Geschichte aufgeschrieben wurde.

Es sind dieselben Frauen, die gesehen haben, wie Jesus stirbt. Die Zeuginnen dieses grausamen Todes haben sich vorgenommen, den Leichnam des Freundes zu salben. Man kann das für töricht halten, weil der Leichnam ja längst eingewickelt und begraben ist; ich denke, es war eine Liebestat, so wie die Tochter die verstorbene Mutter noch einmal wäscht. Die Drei haben es daheim nicht mehr ausgehalten; während die Jünger aus Angst im selbstverordneten lockdown hocken, machen die Frauen sich auf. Ich bin sicher: sie waren verzweifelt und traurig, weil alle Wege, die zu den Gräbern führen, in Traurigkeit und Dunkelheit enden; aber ihnen geht gerade die Sonne auf. Der Ostermorgen bricht an, ein neues Licht erwacht.

Ihre Motivation, loszulaufen, ist die Liebe; alles, was dann geschieht, geschieht ihnen: Die Sonne geht auf ohne ihr Zutun. Der große Stein, der ihnen den Weg versperrt, ist weg. Wo sie den Leichnam erwarten, sitzt ein junger Mann mit einer unglaublichen Botschaft: Der tote Freund ist auferweckt. Sie erschrecken, aber ich glaube, dass sie da schon spüren, irgendwo tief drin und noch nicht mit Worten auszudrücken: da ist eine größere Liebe am Werk. Gottes Liebe

Alles, was der junge Mann dann noch so sagt - dass sie es den Jüngern erzählen sollen und dass sie den Auferstandenen treffen werden – das können sie gar nicht erfassen; das ist denke ich so, wenn man geschockt ist vom Tod und beim Bestatter sitzt und alles Mögliche erzählt bekommt, man hört es und erfasst es auch, aber merken kann man es sich nur so halb. Später erinnert man sich daran. Und diese drei Frauen haben ja noch etwas viel Unglaublicheres erlebt: Jesus ist nicht mehr da. Er ist auferweckt.

Mich wundert es nicht, dass sie erst mal wegrennen und ins sichere Zuhause flüchten. Sie müssen sich sammeln. Sortieren. Die unbewussten Botschaften und den Auftrag. So wie ich mich auch immer wieder daheim sortieren muss: was ist da geschehen vor über einem Jahr in Bergamo, die unzähligen Leichen, was wiederholt sich da in viel größerem Maß in Brasilien, wo Grab neben Grab neben Grab ausgehoben wird. Oder was mir hier in Nürnberg der Sohn einer an Corona Verstorbenen erzählt hat, dass er die Mutter nicht mehr sehen und noch viel schlimmer, nicht noch einmal streicheln durfte zum Abschied.

"Halt dich an deiner Liebe fest" singt gleich Clueso. Ein Lied der Berliner Band Ton Steine Scherben. Diese waren ja bekannt für ihre rebellischen Lieder, die das Bürgertum aufgeschreckt haben. Aber es gibt auch diese verletzliche Seite. "Halt dich an deiner Liebe fest." Wenn es um dich dunkel und hoffnungslos wird, wenn du allein bist und nicht weiter weißt, dann gibt es etwas in dir, das kann dir keiner nehmen und daran kannst du dich auch in solchen Zeiten festhalten: deine Liebe.

Ein Sonnengruß für die Seele

Dieser Abschnitt aus dem Markusevangelium, der von den drei Frauen erzählt und ihrem Gang zum Grab, vom Stein, der weggerollt ist vor des Grabes Tür und von dieser weißgewandeten Gestalt, die Rätselhaftes zu sagen hat: Er ist nicht hier, er ist auferweckt –

das ist tatsächlich der Schluss dieses Evangeliums. Damit endet die älteste Erzählung vom Leben und Sterben des Jesus von Nazareth. Alles, was Sie danach noch lesen können: dass er den Jüngern und Jüngerinnen erschienen ist und mit ihnen gegessen hat und dass er in den Himmel aufgefahren ist, das alles ist später angefügt worden. Ich vermute, weil jemand diesen offenen Schluss nicht ausgehalten hat.

Aber je mehr ich mich da nochmal reinbegebe in die Erzählung von der Auferweckung, drei Wochen nach Ostern, desto mehr leuchtet mir ein, dass dieser ursprüngliche offene Schluss ganz bewusst so gestaltet wurde, so wie eine moderne Schriftstellerin bewusst einen offenen Schluss komponiert, um ihre Leser*innen anzuregen, weiterzudenken, weiterzuspinnen und den Hauptfiguren ein eigenes neues Leben einzuhauchen.

Sie wissen ja schon, dass ich bei Romanen den offenen Schluss mag und auch beim offenen Schluss des Markusevangeliums springt meine Phantasie an: Wie geht es weiter mit den drei Frauen? Ich stelle mir vor: irgendwann merken sie, dass es jetzt genug ist mit dem selbstgewählten Lockdown, sie sehnen sich nach ihrem Leben. Irgendwann weicht der Schreck und sie gewinnen ihr Vertrauen wieder. Ihre Phantasie springt an. Eine Idee, ein Bild, wie es weitergehen könnte. Auferstehung als eine Hoffnungsübung, eine Art Sonnengruß für die Seele. Etwas steigt in den Dreien hoch, das sie vorher noch nicht mit Worten auszudrücken konnten: da ist eine größere Liebe am Werk. Das, was sie in Bewegung gesetzt hat, zum Grab zu gehen, um dem Freund den letzten Liebesdienst zu erwiesen, das setzt sie jetzt in noch viel größerem Maß in Bewegung: Die alles verwandelnde Liebe, die die Dunkelheit in Licht verwandelt, die Knospe zu einer Blüte, den Tod zum Leben. Die Liebe Gottes.

Alles umfassende Liebe

Wenn also Ostern etwas bedeutet, wenn es für die drei Frauen und für alle, die es von ihnen erfahren, damals und heute. Wenn es für uns alle etwas bedeutet, wenn es für mich was bedeutet, dann kann das nur in dieser allumfassenden Liebe liegen. In der Liebe, die so stark ist, dass sie Tote auferweckt und uns ermutigt und befähigt, ein neues verwandeltes Leben anzufangen. Auferstehung ist kein einmaliges Geschehen, damals vor gut 2000 Jahren, Auferweckung geschieht mir und dir, immer und überall, wir können es ja sehen und spüren. Wenn die ersten Blumen sich durch die dunkle Erde kämpfen, wenn eine vergessene Freundschaft sich erneuert, wenn seelische Wunden heilen, wenn mir vergeben wird.

Wir sind auf der Suche

nach der Kraft,

die uns aus den Häusern

aus den zu engen Schuhen

und aus den Gräbern treibt.

 

Aufstehen und

mich dem Leben in die Arme werfen –

nicht erst am jüngsten Tag,

nicht erst, wenn es nichts mehr kostet

und niemandem mehr wehtut.

 

Sich ausstrecken nach allem,

was noch aussteht,

und nicht nur nach dem Zugebilligten.

Uns erwartet das Leben.

Wann, wenn nicht jetzt?

                                                                                        Luzia Sutter Rehmann[2]

"Mich dem Leben in die Arme werfen" sagt Luzia Sutter Rehmann. Und nicht erst irgendwann, wenn der Lockdown endet, wenn wir alle geimpft sind, wenn Corona vorbei ist. Jetzt und hier. Ich sehne mich nach meinem Leben. Aber nicht nach meinem alten, ich will gar nicht, dass alles wieder so wird wie vorher. Ich möchte als andere, als Verwandelte aus dieser Zeit herauskommen. Verletzlicher. Bewusster. Barmherziger.

Vielleicht muss es auch deswegen jedes Jahr wieder Ostern werden, damit wir erinnert werden an die unerhörte Kraft der Verwandlung. Vor allem aber: dass wir nicht alles aus uns selbst heraus schaffen müssen, sondern dass die Kraft und der Mut und die Liebe woanders herkommen, dass es Geschenke sind, Ostergeschenke, die bleiben und nicht weggeräumt werden wie die Oster-Deko. Auf meinem Wohnzimmertisch stehen auch noch zwei Osterkerzen. Die eine aus der Osternacht, meine Frau hat sie im Gottesdienst an der Osterkerze entzündet. Und eine selbstgebastelte mit einer Schnecke drauf. Die Schnecke, die ihre Zeit braucht, um die Dinge in sich einsickern zu lassen, die sich Zeit nimmt für ihren Weg. Die Schnecke, die sich den Winter über zurückgezogen hat in ihr Schneckenhaus, einen Deckel draufgemacht hat und jetzt im Frühjahr wieder erwacht, auferweckt wird von der wärmenden Sonne und vom Leben.

"Jesus bleibet meine Freude" – ein Choral von Johann Sebastian Bach am Schluss. Immer, wenn ich ihn höre, wundert mich diese Zeile: Jesus bleibet meine Freude – was war denn vorher, frage ich mich? Gab’s Zweifel? Unsicherheit? Oder ist er in Vergessenheit geraten, der Herr Jesus. Weil die Zeit so träge dahin fließt, ein Jahr dem andern gleicht und man sich selbst in seiner Höhle eingerichtet hat, in der es kaum Veränderung gibt. Dann wäre der Satz "Jesus bleibet meine Freude" eine Erinnerung, an das was wichtig ist, was zählt: Halt dich an deiner Liebe fest.

Getragen ist der Choral von einer geradezu überbordenden österlichen Aufbruchsstimmung. Im Auf und Ab des Lebens, so heißt es im Text, "bleibet Jesus meine Freude, meines Herzens Trost und Saft! Meiner Augen Lust und Sonne. Meiner Seele Schatz und Wonne."

 

[1] Carolin Emcke: Journal. Tagebuch in Zeiten der Pandemie. Frankfurt am Main 2021 (S. Fischer Verlag) S. 79

[2] Luzia Sutter Rehmann (Hrsg): Sich dem Leben in die Arme werfen. Auferstehungserfahrungen. Gütersloh 32004 (Chr. Kaiser)  S. 9

 

Die Evangelische Morgenfeier

"Eine halbe Stunde zum Atemholen, Nachdenken und Besinnen" - der Radiosender Bayern 1 spielt die Evangelische Morgenfeier für seine Hörerinnen und Hörer immer sonntags von 10.32 bis 11.00 Uhr. Dabei haben Pfarrerinnen und Pfarrer aus ganz Bayern das Wort. "Es geht um persönliche Erfahrungen mit dem Glauben, die Dinge des Lebens - um Gott und die Welt."

Sonntagsblatt.de veröffentlicht die Evangelische Morgenfeier im Wortlaut jeden Sonntagvormittag an dieser Stelle.

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