26.05.2020
Landesjugendkonvent

EJB: Kirchenjugend kritisiert Gleichgültigkeit für Geflüchtete auf Lesbos

Der Landesjugendkonvent der Evangelischen Jugend Bayern (EJB) hat das Hinnehmen der Lage in den Flüchtlingslagern auf Lesbos scharf kritisiert.
Flüchtling an der Grenze

In einem Beschluss des Landesjugendkonvents der EJB heißt es, man erlebe derzeit eine beispiellose menschenrechtliche, gesundheitliche und politische Katastrophe in den Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Lesbos. Schon vor Ausbruch des Coronavirus sei die mangelnde Reaktion der EU-Mitgliedsstaaten auf die Situation der Geflüchteten nicht mit unseren christlichen Werten vereinbar gewesen. Griechenland schränke weiterhin das Asylrecht stark ein, medizinische Hilfe sowie die hygienische Grundversorgung seien mangelhaft. Der Konvent fordert Politik, Gesellschaft und Kirche auf, aktiv zu werden.

120 kirchlich engagierte Jugendliche hatten unter dem Motto Profil und Revolution vier Tage lang per Video-Konferenz getagt.

Sie stimmten mit Mehrheit auch dafür, dass künftig alle ihre Beschlüsse und Protokolle in einfacher Sprache verfasst werden, um Sprachbarrieren zu verringern. Schon im vergangenen Jahr hatte der Landesjugendkonvent beschlossen, dass die Verpflegung bei Veranstaltungen auf Landesebene möglichst vegetarisch sein sollte. Nun wollen die Ehrenamtlichen eine Sammlung vegan-vegetarischer Rezepte für Freizeiten erarbeiten, hieß es in ihrer Mitteilung.

Der Landesjugendkonvent ist das jährliche Delegiertentreffen der Ehrenamtlichen aus den Dekanaten und Verbänden evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Nach Angaben der EJB engagieren sich bei ihr derzeit fast 17.500 junge Menschen.

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