Über 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Unser Dossier informiert über Projekte, Events und bietet Hintergrundinformationen sowie aktuelle Beiträge.
Die Synagoge in Bayreuth ist die älteste in Deutschland noch aktiv genutzte Synagoge und allein deshalb schon etwas Besonderes. Wie es dazu kam, dass sie von den Nazis nicht komplett zerstört wurde und welche Schätze sie birgt, erfahren Sie hier:
Unsere efs-Reporterin Maike Stark begibt sich auf die Spuren jüdischen Lebens im Kirchenkreis Bayreuth, zu dem auch das unterfränkische Dekanat Rügheim zählt. Das "Jüdische Lebenswege-Museum" und ein Rundgang durch den Ort Kleinsteinach laden dazu ein, in die Geschichte der früheren jüdischen Bürger einzutauchen.
Einen Anstieg antisemitischer Vorfälle im Freistaat die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern für das vergangene Jahr 2020. Besonders Fälle mit verschwörungsideologischem Hintergrund nahmen deutlich zu. Zentralrats-Präsident Josef Schuster zeigt sich besorgt.
Das evangelische Fernsehmagazin "Grüß Gott Oberfranken!" begibt sich auf die Spuren jüdischen Lebens im Kirchenkreis Bayreuth, zu dem auch das unterfränkische Dekanat Rügheim zählt.
Mehr als 200 jüdische Gemeinden gab es in den 1930er Jahren in Bayern - die Mehrheit in Franken, vor allem in Unterfranken. Das seit fast 20 Jahren laufende Projekt Synagogen-Gedenkband hat in aufwendiger Arbeit ihre Geschichte zusammengetragen.
Juden in Bayern waren zwar keine Fremden, aber lange "die Anderen". Ein Gespräch mit Michael Brenner, Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München.
Die Stühle hochgestellt, der Tresen verwaist: Im Restaurant "Einstein" ist es zurzeit genauso still wie in allen anderen Münchner Gaststätten. Über koscheres Essen und israelische Küche.
Gräber von Efeu umrankt, Steinchen statt Blumen auf Grabmälern: Jüdische Friedhöfe haben etwas Magisches, fast geheimnisvolles. Wie beerdigen eigentlich Juden ihre Verstorbenen? Ein Blick auf ihre Bestattungskultur.
Von Timo Lechner und Gabriele Ingenthron | 7. April 2021
Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern projiziert am Mittwochabend die Namen von 4.500 ermordeten jüdischen Münchnern auf die Fassade der Hauptsynagoge.
Juden verkleiden sich zu Purim wie Christen an Karneval. Und in der Vorweihnachtszeit feiern sie mit Chanukka ein Lichterfest. Manche dieser Feste fallen im Jahreslauf nur zufällig in die selbe Jahreszeit, bei anderen gibt es auch inhaltliche Gründe.
Viele jüdische Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion sind nach Deutschland gekommen. Auch, weil sie in ihrer alten Heimat oft Ausgrenzungen ausgesetzt waren. Doch auch in Deutschland wachsen unter den jüdischen Einwanderern von einst die Sorgen.
Im Gespräch mit Axel Töllner, dem Beauftragte der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, über den Dialog und die Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und Christentum.
Warum tragen gläubige Juden manchmal Lederriemen an den Armen und auf dem Kopf? Und was hat es mit diesen kleinen Kästchen an den Türrahmen auf sich? Viel Wissen über die jüdische Glaubenspraxis in der Bevölkerung ist mit dem Holocaust untergegangen.
Arina kommt aus der Ukraine und lebt seit zwei Jahren in Augsburg. Bislang hat die 18-Jährige noch nichts Negatives erlebt. Doch sie weiß, dass es Vorurteile und Anfeindungen gegen Juden gibt. Ihr Gegenmittel: aufeinander zugehen.
Albert Schloß war der einzige Jude, der nach dem Zweiten Weltkrieg in sein fränkisches Heimatdorf Mühlhausen bei Erlangen zurückkehrte. Eine Collage mit alten Bildern erinnert an den Mann.
Sie sind klein, zuerst unscheinbar - und doch "stolpert" man über sie: die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig. In bisher keiner anderen Stadt im Freistaat sind so viele in den Boden eingelassen wie in Würzburg. Dafür gibt es mehrere Gründe.
In der blühenden Handelsstadt Regensburg wurde die erste jüdische Gemeinde auf dem Gebiet des heutigen Bayerns gegründet - nachweisbar ist sie seit 981 nach Christus. Sie wuchs zur bedeutendsten in Mitteleuropa, bis die Juden 1519 vertrieben wurden.
Deutschland feiert heuer 1.700 Jahre jüdisches Leben. Eines der bekanntesten jüdischen Gesichter hierzulande ist Charlotte Knobloch (88). Unermüdlich kämpft sie gegen Antisemitismus und für ein Judentum in der Mitte der Gesellschaft.
Vor einem Zaun am Münchner Ostbahnhof ist eines der bekanntesten Fotos der Widerstandsgruppe rund um Sophie Scholl, die Weiße Rose, entstanden. Werner Thiel kämpft seit über 20 Jahren dafür, dass dieser als Gedenkstätte erhalten bleibt. Im Interview fragten wir nach seiner Motivation und warum Erinnerungskultur wichtig ist.