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Warum es sich lohnt, einen Redaktionsplan für die Social-Media-Arbeit zu erstellen. Mit konkreten Tipps und Hinweisen für Gemeinden und Dekanate.
Redaktionsplan erstellen Social Media

Ein Redaktionsplan für die Online-Redaktion und die Social-Media-Arbeit ist ausgesprochen hilfreich. Der Redaktionsplan hilft uns bei der Planung von Texten und Themen - und liefert darüber hinaus ein wichtiges Instrument für die Ergebniskontrolle.

1. Redaktionsplan: Überblick und Aufgabenverteilung

Der Redaktionsplan hilft uns, den Überblick zu behalten über die Aufgaben. Mit einem Blick sehen wir, welche Artikel noch geplant sind oder welche Postings in der nächsten Woche anstehen. Ein Redaktionsplan sorgt dafür, dass wir regelmäßig an bestimmten Aufgaben arbeiten.

Gelungene Social-Media-Arbeit und Content-Produktion für eine Online-Redaktion sind im Bereich von Nonprofits wie Kirche und Gemeinde nur selten an aktuelle Anlässe gebunden. Die meisten Themen und Termine werden von langer Hand geplant.

Auch die Nutzer schätzen diesen Aufwand. Gerade in den sozialen Medien kehren viele Nutzer an bestimmten Tagen auf ihre Kanäle zurück. Es wird sie an die Kanäle binden, wenn sie dort ihren Gewohnheiten gemäß auch die Inhalte ausgeliefert bekommen.

2. Redaktionsplan: Themen und Termine

Mit der Planung können wichtige Termine und Feiertage berücksichtigt werden. Wir können im Vorfeld die Mitarbeitenden informieren, Material anfordern, offene Fragen klären.

Ein Redaktionsplan hilft uns, die internen Termine zu setzen, um das Material zusammenzutragen, das wir benötigen - also Bilder und Videos, Texte. Wir haben genügend Zeit, die Rechte zu klären und die Postings bestmöglich mit dem Tagesablauf zu organisieren.

3. Redaktionsplan: Tabelle oder Board

Ein Redaktionsplan kann beispielsweise als Tabelle oder als Canban-Board angelegt werden. Wer mit einem Board arbeitet, kann für jeden Bereich eine Spalte anlegen. Dort finden sich dann Bereiche wie Ideen und Themen, der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Auch können in dem Redaktionsplan Zuständigkeiten, Wege und Prozesse abgebildet werden.

Natürlich funktioniert ein Redaktionsplan nur dann optimal, wenn er regelmäßig aktualisiert und ergänzt wird und alle Mitarbeitenden daran mitwirken. In unserem redaktionellen Ablauf hat es sich bewährt, regelmäßige Redaktionskonferenzen zu organisieren, bei denen wir die Inhalte und Themen besprechen und dann die Termine festlegen.

Tipps für Dekanate und Gemeinden

Wie kann ich einen Redaktionsplan als Gemeinde erstellen?

Hilfreich ist es, den bereits bestehenden Monatsplan der Gemeinde zu nutzen. Dort sind wichtige Termine wie Feiertage, besondere Gottesdienste, Konzerte oder andere Events verzeichnet. Ausgehend von diesen Daten kann nun der Redaktionsplan für Online-Artikel oder die Social-Media-Arbeit organisiert werden.

Besonders hilfreich ist es, einzelne Tage für ein bestimmtes Thema festzulegen. So kann eine Gemeinde beispielsweise jeden Samstag auf den Pfarrer und das Thema des Gottesdienstes verweisen. Und jeden Donnerstag könnte ein Posting aus der Konfigruppe kommen.

Mit einem festen Raster lässt sich eine Woche sehr gut planen. Wenn dann noch besondere Themen aufkommen, dann können diese Postings in die Tage gepackt werden, die nicht standardmäßig beliefert werden. So könnt ihr für eine hohe Kontinuität sorgen - und vermeidet, dass es an manchen Tagen ganz viele Postings gibt und an anderen gar keine.

Wie kann ich einen Redaktionsplan als Dekanat erstellen?

Ein Dekanat muss gar nicht so viele Posting-Termine selbst organisieren. Viel eher könnte sich das Dekanat darum kümmern, die Termine der Gemeinden zu koordinieren und gemeinsame Aktionen und Kampagnen zu starten, die von allen genutzt werden. Hierzu eignet sich vor allem ein thematischer Zugang.

Idee: Lichterabend

Einmal im Jahr organisiert das Dekanat einen "Lichterabend". Alle Gemeinden einigen sich auf einige Hashtags - wie #kirchenlicht #lichterabend #segenslicht. An diesem Abend werden in allen Kirchen des Dekanats Kerzen angezündet - und die Fotos in den sozialen Medien gepostet. Jede Gemeinde postet ihre Bilder und verweist auch auf andere Gemeinden. So entsteht eine Kampagne, die in der ganzen Region Wirkung zeigt. Das Dekanat erstellt eine Collage aller Kerzenfotos und stellt diese Bild allen Gemeinden zur Verfügung - schon kann ein gemeinsames Motiv durch alle Kanäle andern.

Idee: Kirchen reihum vorstellen

Wie sorgt ein Dekanat dafür, dass die einzelnen Gemeinden sichtbarer werden? Bei einer Kampagne können sich die Gemeinden auf ein bestimmtes Bildthema einigen - etwa Kirchen von Außen oder Stadtansichten oder Konfiarbeit. Erneut werden gemeinsam passende Begriffe für die Kampagne ausgewählt.

Die einzelnen Gemeinden teilen ihre eigenen Fotos, verweisen aber auch auf gelungene Fotos anderer Gemeinden. Das Dekanat hat wiederum einen Kanal, auf dem sämtliche Bilder geteilt werden. Diese Aktion kann auch über ein Jahr hinweg gestreckt werden. So kann jede Woche eine Gemeinde des Dekanats vorgestellt werden.

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