Reformation

Dossier Reformation

1517 hat der Theologe Martin Luther (1483-1546) mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen die Reformation angestoßen, die zur Spaltung von evangelischer und katholischer Kirche führte. Was genau feiern wir am Reformationstag? Und welche Auswirkungen hat die Reformation auf die Gegenwart? Erfahren Sie mehr in unserem Dossier!

"Kirche in Bayern"

Beratzhausen im Laabertal. Genau hier wurde schon vor 500 Jahren evangelisch gepredigt und das Abendmahl in Brot und Wein ausgegeben. Damit gehört die Gemeinde zu den frühsten der Reformation in Bayern. Ein weiterer Grund, einen Monat lang zu feiern ist, dass hier die mutige und gebildete Argula von Grumbach geboren wurde. Sie ist heute noch ein Vorbild.

Halloween und Reformationstag

Drei Kürbisse mit Halloween-typischen Schnitzungen
Die Kinder lieben Halloween, doch viele erwachsene Protestant*innen wollen lieber den Reformationstag feiern. Pfarrer Hannes Schott empfiehlt in seinem satirischen Text Gelassenheit – und erklärt, wie wir das Halloween-Treiben gewitzt unterbinden können.

Martin Luthers Helfer

Das Bier der Stadt ist vielleicht noch bekannter als ihr berühmtester Sohn: Georg Burkhardt, der 1484 in Spalt geboren wurde und sich »Spalatin« nannte. Er war Jurist und Humanist, ohne den Martin Luther wohl nie seine Rede am 18. April 1521 vor Kaiser Karl V. in Worms hätte halten können. Die Altstadtfreunde Spalt haben Spalatin zu Ehren im April einen Videofilm gedreht. Nun erinnern sie am 21. Juli bei einem Religionsgespräch an Spalatin und an die Konflikte vor 500 Jahren.

Über Innsbruck ins Gesangbuch

Der Musiker und Komponist Ludwig Senfl (um 1490-1543).
Wie kommt es, dass ein und dieselbe Melodie im Evangelischen Gesangbuch wieder und wieder erscheint? "Nun ruhen alle Wälder" von Paul Gerhardt (EG 477), "O Welt, ich muss dich lassen" (EG 521), "Die Herrlichkeit der Erden" (EG 527) und viele mehr – sie alle klingen gleich. Auch im katholischen Gesangbuch "Gotteslob" ist die Melodie mehrfach zu finden. Am Anfang dieser frommen Liedkarriere stand allerdings ein recht weltliches Lied - ein echter Schlager der Lutherzeit.

Evangelische Morgenfeier

"Glaube ist der Morgenstern, der im Herzen aufgeht. Was für ein schönes Bild. Das bedeutet doch, dass es gar nicht ewig dunkel bleiben kann. Denn irgendwann geht er auf, der Morgenstern in meinem Herzen. Er verdrängt, was mich beschwert und im Dunkeln tappen lässt. Dieses Licht ist nicht aufzuhalten." Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk, Marktbreit.

Reformationstag 2020

Das Martin-Luther-Denkmal in Dresden
Am Reformationstag, dem 31. Oktober, erinnern Protestanten in aller Welt an die Anfänge der evangelischen Kirche vor rund 500 Jahren mit dem Thesenanschlag Martin Luthers. Auch in diesem Jahr finden Gottesdienste und Veranstaltungen zu Ehren des Reformationstages in Bayern statt. Eine Übersicht.

Präsidentin der Landessynode

Landessynode Schwabach Annekathrin Preidel
Der 31. Oktober 1517 war zwar kein Freitag, sondern ein Mittwoch. Aber er ging trotzdem, wenngleich unter anderem Namen, als Wednesday for Future in die Geschichte ein. Denn das war es, was Luther mit der Kirche Jesu Christi tat: er machte sie fit for future, zukunftsfähig im besten Sinn. Seine Reformation ist ein immerwährendes theologisches Fitnessprogramm.

502 Jahre nach dem Thesenanschlag

Reformationstag 2019 Botschaften aus Bayern
Protestanten auf der ganzen Welt feiern am 31. Oktober den Beginn der Reformation durch den Mönch Martin Luther (1483-1546). Sie erinnern an die Bewegung, aus der die evangelische Kirche entstanden ist und reflektieren die gesellschaftliche Bedeutung von Kirche im 21. Jahrhundert. Gedanken zum Reformationstag aus Bayern von Landesbischof Bedford-Strohm, Synodalpräsidentin Preidel, Regionalbischöfin Greiner, Regionalbischof Piper und Regionalbischof Stiegler.

Reformation

Martin Luther auf dem Wormser Reichstag 1521. Der Stich aus dem Jahr 1557 vermerkt erstmals Martin Luthers (lediglich) legendären Satz: »Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen.«
Beim Bier gibt es keine Konfessionsgrenzen. Das zeigt die Geschichte des Münchner Bockbiers - und was diese wiederum mit Martin Luther zu tun hat. Vor 400 Jahren holte der katholische bayerische Herzog Maximilian einen Braumeister mit dem schönen Namen Elias Pichler aus dem protestantischen Einbeck in sein Hofbräuhaus, damit er kein "Ketzerbier" mehr importieren musste. Ein folgenreicher Biertechnologietransfer über Konfessionsgrenzen hinweg.

„Sonntags“ – Der kompakte Überblick

Starten Sie mit unserem Newsletter in die Woche.

 
Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.*