Synodale in Bayern
Die evangelische Kirche braucht ein Klimaschutzkonzept, sagt die Synodale Renate Käser. Wie die Kirche noch mehr Fahrt aufnehmen kann, schildert sie im Sonntagsblatt-Interview.
Renate Kaeser
Renate Kaeser.

Die evangelische Synodale Renate Käser ist schon seit vielen Jahren in der bayerischen Landessynode. Sie ist davon überzeugt, dass Kirche eine Zukunft hat - auch weil sie sich mit Prozessen wie "Profil und Konzentration" verändert. Im Sonntagsblatt-Interview erklärt sie, warum sie gerne Synodale ist.

Welche Themen möchten Sie in der Landessynode besonders unterstützen?


Käser: Unsere laufenden Prozesse finde ich sehr zukunftsweisend:

  • Mit PuK (Profil und Konzentration) sehen wir, wo wir eigentlich stehen wollen.
  • Durch "Miteinander der Berufsgruppen" merken wir, wie viele Menschen mit unglaublich vielen Talenten eigentlich für unsere Kirche arbeiten.
  • Unser Klimaschutzkonzept finde ich unbedingt notwendig. Da ist es nun höchste Zeit, die dauerhafte  Finanzierung zu sichern, so wie es die Nordkirche und die EKBO schon tun.


Wie schätzen Sie die Zukunft der Kirche ein? Wo stehen wir in 10 Jahren?
Käser: Wenn wir unsere derzeitigen Prozesse mit viel Elan weiterführen und sie noch mehr Fahrt aufnehmen, dann sieht es in 10 Jahren so aus: Wir haben unser Profil fokussiert auf unseren Auftrag. Unseren Mitgliedern ist klar, was die Schätze des Evangeliums sind und wie wir im immer noch dichten sozialen Netzwerk unserer ELKB danach leben können. Durch weiteres großes Engagement von motivierten Haupt- und Ehrenamtlichen sind wir eine Stütze der Gesellschaft. Viele Menschen finden Sinn in ihrem Leben durch die Mitarbeit bei uns. Viel Kreativität und Innovation sind durch die neuen "MUT"-Projekte entstanden. Und da gibt es noch die vielen engagierten Jugendlichen, die jetzt immer mehr in Gremien vorkommen und die Welt verändern wollen, auch ihre Kirche. Wenn diese Jugendlichen sich weiter so einbringen wie das jetzt angefangen hat, dann schaut es richtig gut aus für unsere Kirche! Daumen hoch für die ELKB!


Was reizt Sie am Amt der Synodalen?
Käser: Ich bin sehr gerne im Gespräch mit vielen verschiedenen Menschen in unserem Dekanat und ebenso in der Landessynode. Ich finde es sehr spannend, an verschiedenen landeskirchlichen Prozessen mitzuarbeiten und vor Ort zu schauen, wie alltagstauglich diese Beschlüsse sind bzw. umgekehrt Anliegen aus unserem Dekanat in die synodale Diskussion einzubringen.


Was bedeutet evangelisch sein für Sie? Wie leben Sie Ihren Glauben?
Käser: Mein Glaube gibt mir Sinn, Mut und Hoffnung. Gerne führe ich Gespräche über die wesentlichen Dinge des Lebens und schätze all die biblischen Spiegelbilder, die ich in diesen Geschichten finde. Sie haben die Jahrhunderte überdauert und können heute in immer neuer Form lebendig werden. In meiner Arbeit als Religionspädagogin und in Begegnungen mit den Partnerkirchen erlebe ich diesen Austausch mit Tiefgang. Soziales Engagement, Kirchenmusik und spirituelle Erfahrungen in unseren Kommunitäten, z.B. auf dem Schwanberg sind mir ebenfalls sehr wichtig.

Renate Käser

Renate Käser ist in der dritten Wahlperiode Mitglied der Landessynode für das Dekanat Schweinfurt. Sie ist stellvertretende Vorsitzende im synodalen Ausschuss Ökumene, Mission, Dialog und Vorsitzende des Fachausschusses Entwicklung und Politik von Mission EineWelt (MEW) und in dieser Funktion Mitglied des Kuratoriums von MEW. Im Hauptberuf ist Renate Käser Religionspädagogin an Beruflichen Schulen. Sie hat eine Ausbildung zur Auditorin für das kirchliche Umweltmanagement Grüner Gockel abgeschlossen.

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