Einen "Terror des Narrativ" in der Gesellschaft hat der Reporter Juan Moreno moniert. Im Ringen um die Aufmerksamkeit von Lesern und Konsumenten werde heute "überall nach Geschichten gesucht", sagte der freie Journalist, der die Relotius-Affäre beim "Spiegel" aufgedeckt hat, bei einer Veranstaltung in der Evangelischen Stadtakademie in München. Es gebe ein "Überangebot an Geschichten", die gerade Unternehmen mitlieferten, "wenn sie einen Joghurt oder eine Sandale verkaufen wollen", sagte Moreno im Gespräch mit dem Journalismusdozenten Peter Linden.