Kunstgeschichte

Jeden Tag staunen und zuhören

Petra Seegets bei einer Führung in St. Sebald. Die Nürnberger Pfarrerin ist mit Leidenschaft Touristenseelsorgerin.
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Man nimmt’s ihr im ersten Moment nicht wirklich ab: "Ich entdecke jedes Mal etwas Neues in dieser Kirche", sagt Petra Seegets. Die Pfarrerin für Gäste- und Tourismusarbeit an der Nürnberger Sebalduskirche organisiert hier schon seit 2012 Führungen und bildet Gästeführer aus – und so jemand soll hier noch Überraschungen erleben? "Glauben Sie mir", versichert die Mediävistin. Für sie klappe sich die Kirche jedes Mal wie ein Buch auf, wenn sie eintritt. Und immer mehr Menschen wollen in diesem Buch lesen.

Jubiläum

Johanneskirche in Eibach
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In 675 Jahren Kirchengeschichte hat sich mit Sicherheit jede Menge angesammelt, was man anlässlich einer Geburtstagsausstellung zeigen könnte. Im kleinen Ausstellungsraum des Pfarrzentrums der Johanneskirche in Eibach kann man dies aber an einer Hand abzählen. Und doch laden die Stücke aus mehreren Jahrhunderten vielleicht gerade wegen dieser Reduktion zu einem Besuch des Gotteshauses nebenan ein – da findet man nämlich die eigentlichen Schätze, die aber unbeweglich sind.

Ausstellung

Josef Scharl, Masken, 1931, Galerie Michael Haas © Susanne Fiegel
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Er gehört zur sogenannten »verschollenen Generation« von Künstlern, deren Arbeit die Nationalsozialisten als »entartet« diffamierten, die aber nach dem Krieg in Vergessenheit gerieten. In Bremen wird dem gebürtigen Münchner Josef Scharl eine Ausstellung gewidmet. Sie zeigt: ein hochpolitisches Werk. 2019 ist sie in der bayerischen Heimat des Künstlers zu sehen - im Buchheim-Museum am Starnberger See.