6.05.2016
Fremdenfeindlichkeit

Grabow will "deutliche Zeichen gegen Fremdenhass"

Augsburgs evangelischer Regionalbischof Michael Grabow hat von den Bürgern ein "deutliches, klares und entschiedenes Zeichen" für eine Gesellschaft gefordert, "die für Menschenwürde, Gleichheit und Geschwisterlichkeit" stehe.
Porträtbild Michael Grabow
"Wir müssen für unsere christlichen Werte eintreten und mit ihnen in die Gesellschaft hineinwirken", sagt Michael Grabow.

Augsburgs evangelischer Regionalbischof Michael Grabow hat von den Bürgern ein "deutliches, klares und entschiedenes Zeichen" für eine Gesellschaft gefordert, "die für Menschenwürde, Gleichheit und Geschwisterlichkeit" stehe. In seinem diesjährigen Pfingstbrief schreibt Grabow, er mache sich "große Sorgen" über das europaweite Erstarken rechtsextremer Parteien, von "Hass, Hetze und Gewalt gegen Fremde, ein Erstarken des neuen und alten Antisemitismus".

Der Regionalbischof forderte von Christinnen und Christen ein klares Bekenntnis zu den Grundwerten von Demokratie und Menschlichkeit. Christen müssten Zivilcourage zeigen, wenn Politiker und engagierte Bürger terrorisiert und harmlose Flüchtlinge mit fremdenfeindlichen Parolen attackiert würden: "Jeder der wegschaut, macht sich mitschuldig. Hier sind wir als Christen gefragt, die nicht nur am Sonntag von Gott reden, sondern an jedem Tag ihren Glauben leben."

Gerade das Pfingstfest mahne dazu, den Geist der Versöhnung zu leben. Es sei "Zeit, Nein zu sagen zu Hass und Ausgrenzung und ein Ja nicht nur zu sagen, sondern es zu leben, ein Ja der Versöhnung und der Geschwisterlichkeit", so Grabow. So sei er nicht zuletzt allen ehrenamtlichen Mitarbeitern "unendlich dankbar", die sich zum Teil seit vielen Monaten der Flüchtlinge annehmen.

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