Sie hätten es eigentlich gar nicht schöner haben können: Adam und Eva leben im Paradies, müssen sich um nichts kümmern. Es gab nur eine einzige Regel, die Gott aufgestellt hatte:

"Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben."

Sie haben es nicht ausgehalten. Versagt. Und wurden bestraft. Gott ließ sie zwar nicht sofort sterben, aber mit dem bequemen Paradiesleben war es vorbei. Von nun an sollten die Menschen in ein Leben mit Mühen hineingeboren werden, an dessen Ende der Tod steht. Die Sehnsucht nach dem Paradies hat der Mensch noch immer. Doch war die Vertreibung daraus wirklich ein Unglück? Das Paradiesleben war ein Leben in Unschuld aber auch Unwissenheit. Man könnte die Vertreibung daraus auch anders sehen: Adam wurde durch seinen Ungehorsam erst zu einem selbstverantwortlichen, denkenden und erkennenden Menschen.