14.01.2020
Evangelische Kirche

Oberkirchenrat Blumtritt eingeführt: Kirchliches Aufgabenfeld umfasst Schule, Diakonie, Seelsorge, Umwelt und Medienarbeit

Oberkirchenrat Stefan Blumtritt ist in der bayerischen evangelischen Landeskirche künftig zuständig für die Bereiche Religionsunterricht, Bildung, Diakonie, Medien, Umweltarbeit und Sonderseelsorge.
Stefan Blumtritt Oberkirchenrat evangelische Landeskirche Bayern
Oberkirchenrat Stefan Blumtritt.

Mit einem Gottesdienst in der Matthäuskirche in München ist Pfarrer Stefan Blumtritt als Leiter der Abteilung "Gesellschaftsbezogene Dienste" der bayerischen evangelischen Landeskirche eingeführt worden. Blumtritt hatte sein Amt als Oberkirchenrat bereits am 1. Dezember 2019 angetreten. Er ist im Landeskirchenamt für die Bereiche Schule, Bildung, Diakonie, Sonderseelsorge, Medien und Umweltarbeit zuständig.

Landesbischof Bedford-Strohm überreichte das Amtskreuz und würdigte Blumtritt als Theologen, der die Menschen begeistern könne. "Blumtritt ist ebenso leidenschaftlich wie besonnen. Er ist ein Mensch, der mit Herz und Verstand zupackt", sagte Bedford-Strohm. Der Theologe habe als Pfarrer in Garmisch-Partenkirchen und als Dekan in der Augsburger Region gezeigt, dass er Teams führen könne. Er sei nicht nur einer der Motoren im kirchlichen Reformprozess "Profil und Konzentration", sondern auch bekannt für seine "kulinarische Exzellenz" am Herd.

Die Berührungspunkte zwischen Landeskirche und Kultusministerium betonte Ministerialdirektor Herbert Püls vom bayerischen Kultusministerium: "Uns verbindet die Sorge um die gute Ausbildung junger Menschen", sagte der Amtschef in seinem Grußwort. Der Religionsunterricht leiste einen "unschätzbaren Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft". Kinder seien in den sozialen Medien rechtsextremistischer Propaganda und Hasskommentaren ausgesetzt. Die Kirche sei für den Staat "unverzichtbarer Partner" für den Erhalt einer freien und solidarischen Gesellschaft.

Der bayerische Diakoniepräsident Michael Bammessel sagte, Blumtritt sei aufgrund seines bisherigen diakonischen Engagements "bestens vorbereitet für sein Amt". Gleichwohl gebe es noch viel zu entdecken. Die Gesellschaft befinde sich in einer Situation, in der nicht immer klar sei, wie es zu laufen habe. Hier müssten sich Kirche und Diakonie gemeinsam in eine "Suchbewegung" begeben.

Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel erklärte, dass sich das große Arbeitsfeld bei Blumtritt "in guten Händen" befinde. Der Pfarrer sei bestens informiert und habe die Fähigkeit, Wesentliches anzusprechen. Der kirchliche Personalchef Stefan Reimers würdigte Blumtritt als "tollen Kollegen", der seine Mitarbeiter "laufen lasse", sich aber auch traue, "brutal ehrlich" die eigene Meinung zu sagen.

Blumtritts Vorgänger, Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, hatte sich im vergangenen November nach 13 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Blumtritt ist gebürtiger Münchner und war von 1999 bis 2010 geschäftsführender Pfarrer in der Kirchengemeinde Garmisch-Grainau, ab 2010 Dekan in der Augsburger Region Nord-West. Seine Ehefrau Sabine Blumtritt arbeitet als medizinische Fachangestellte in Augsburg.

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