27.09.2020
Landessynode Bayern

Synodale und Landtagsabgeordnete Barbara Becker über die Zukunft der evangelischen Kirche

Die bayerische CSU-Politikerin Barbara Becker ist Mitglied der bayerischen evangelischen Landessynode. Im Kurzinterview spricht sie über Kirche, Glauben und Religion.
Barbara Becker Landessynode Bayern

Die bayerische CSU-Politikerin Barbara Becker ist Mitglied der bayerischen evangelischen Landessynode. Im Kurzinterview spricht die 51-jährige Diplompädagogin aus Wiesenbronn über Kirche, Glauben und Religion.

 

Was möchten Sie in den nächsten sechs Jahren erreichen mit der Synode?

Menschen überzeugen, Kirchenmitglied zu bleiben. Und Kirche so mitzugestalten, dass sie auch gerne Mitglied bleiben.

Wie schätzen Sie die Zukunft der evangelischen Kirche ein?

Es wird sie weiterhin geben. Etwas kleiner vielleicht. Als Wertevermittlerin ist sie aus meiner Sicht unersetzlich.

Welche Themen bewegen Sie persönlich: Ökumene, Flüchtlingsarbeit, Friedensarbeit - und warum?

Im Moment: Covid19. Als Mitglied des Ausschusses Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag habe ich da zurzeit keine Wahl. Beide christliche Kirchen werden übrigens auch in dieser Krise gebraucht. Ich wünsche uns als Landeskirche den Mut, uns seelsorgerisch beherzt einzumischen. Wenn Menschen krank werden, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn sie als Unternehmer und Unternehmerinnen um ihre Existenz bangen.

Nutzen Sie Social Media - und wenn ja: wo und wie sind Sie unterwegs?

Natürlich. Vor allem Facebook, zunehmend Instagram. Twitter ist mir zu aggressiv. Dann nutze ich noch ein paar Business-Plattformen wie Xing und LinkedIn.

Wo und wie informieren Sie sich über kirchliche Themen?

In meiner eigenen Kirchengemeinde, im Freundeskreis (da sind recht viele Pfarrerinnen und Pfarrer und kirchliche Mitarbeitende ;-)), im Sonntagsblatt. Wenn ich wirklich eine Einschätzung haben will, frage ich meine Mutter. Sie ist sehr engagiert und war eine der ersten Frauen im Arbeitskreis "Frauen in der Kirche". Gegen den Widerstand vieler Männer in Leitungsfunktion haben die Frauen in den 80er Jahren diesen Arbeitsbereich durchgesetzt. Davor habe ich großen Respekt.

Landessynodalausschuss der bayerischen evangelischen Kirche

In den Landessynodalausschuss (LSA) wurden als Nichtordinierte ("Laien") gewählt:  MdL Barbara Becker (51) aus Wiesenbronn, Stellv. Landrätin Christina Flauder (56) aus Kulmbach, Jugendsynodale Julia Fuchs (24) aus Behringersdorf, Hochschullehrer Karl Georg Haubelt (55) aus Amberg, Vors. Richterin Tanja Keller (54) aus München, Geschäftsführer Joachim Pietzcker (63) aus Schnaittach, Vors. Richterin i.R. Beate Schabert-Zeidler (67) aus Augsburg; als Ordinierte: Pfarrerin Kathrin Neeb (54) aus Ebersdorf bei Coburg, Pfarrer Wolfgang Oertel (53) aus Untersteinach, Pfarrer Norbert Roth (46) aus München, Dekan Klaus Schlicker (53) aus Windsbach, sowie Pfarrerin Christine Stradtner (51) aus Martinsheim. Die Präsidentin der Landessynode und die beiden Vizepräsidenten sind geborene Mitglieder des LSA. Der LSA führt die Geschäfte der Landessynode zwischen ihren Tagungen. Er ist ein eigenständiges kirchenleitendes Organ neben der Landessynode, dem Landeskirchenrat und dem Landesbischof.

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