18.02.2019
Kabarett mit Harfe

Harfenistin Silke Aichhorn präsentiert Kabarettprogramm "Lebenslänglich Frohlocken"

Wer Harfe spielt und davon lebt, begegnet vielen skurrilen Situationen. Silke Aichhorn hat jetzt ihre Erlebnisse bei Beerdigungen oder Hochzeiten zu einem Kabarettprogramm verarbeitet. Mit "Lebenslänglich Frohlocken" tourt sie durch ganz Deutschland.
Die Harfenistin Silke Aichhorn hat auf ihren Auftritten bei Hochzeiten und Todesfällen schon einiges erlebt. Das hat sie jetzt in ihrem Kabarett mit Harfe auf Tournee und als Buch verarbeitet.

Die Harfe ist ein himmlisches Instrument. Es eignet sich besonders gut zum Frohlocken. Das wissen wir spätestens vom "Münchner im Himmel". Silke Aichhorn ist Harfenistin und was sie bei ihren Konzerten und Auftritten schon erlebt hat ist so göttlich, dass ein eigenes Programm draus geworden ist

Silke Aichhorn wird hauptsächlich für Hochzeiten und Beerdigungen gebucht. Und schon da sind die Vorgespräche häufig ziemlich kurios. Zum Beispiel als sie ein Mann anruft und fragt, ob sie bei der Beerdigung seiner Frau spielen könne. Nachdem Silke Aichhorn kondoliert hatte, stellte sich heraus, dass die Dame noch gar nicht gestorben war. Auch die Musikwünsche für Beerdigungen sind manchmal zum Kopfschütteln. "Ich habe schon La Paloma gespielt oder von Udo Jürgens "Lass die Sonne ewig scheinen."

Die Harfe ist kein Instrument zum Improvisieren

Ein gutes Geschäft, aber oft nervig in der Vorbereitung sind dagegen Hochzeiten. Auch hier hat die Traunsteinerin schon einiges erlebt: schlimme Bräute, nervige Hochzeitsplanerinnen und listenweise E-Mails im Vorfeld  mit Musikwünschen, die dann kurzfristig doch wieder umgeworfen werden.

Die Harfe ist kein Instrument zum Improvisieren und schnell mal Umdenken. Auch dadurch, dass es so gut wie keine Notensätze für Songs gibt, muss sich die Profimusikerin länger mit der Ausarbeitung der Stücke beschäftigen. Aber als eine Hochzeitsrednerin drei Tage vor dem Fest anfragte, ob sie "beim Ring-Warming etwa sechs Minuten improvisieren könne" sagte sie einfach zu.

"Nach dem 40.Email fragt man nicht mehr, was das ist, sondern improvisiert dann halt." Ein brennender Teppich, zickige Schwiegermütter in Spe, Beobachtungen hinter dem Instrument – Silke Aichhorn verbindet ihre skurrilen Geschichten rund um ihre Auftritte in ihrem Kabarettprogramm "Lebenslänglich Frohlocken" mit Musik. Und damit geht sie auf Tour. Mittlerweile sind ihre Geschichten auch als Buch zu haben. Wann sie wo auftritt, aber auch das Buch finden Sie auf www.silkeaichhorn.de.

 

ShareFacebookTwitterShare

Weitere Artikel zum Thema:

Kirche und Kabarett

Das Ehepaar Röhlin mit ihrem neuen Kabarett
Er tut es schon wieder: Den früheren Nürnberger evangelischen Regionalbischof Karl-Heinz Röhlin drängt es erneut auf die Kabarettbühne. Nach seinem Programm zum Reformations-Jubiläum "Alles in Luther" hat er sich nur eine kleine Pause gegönnt und gleich wieder zur Feder gegriffen. Diesmal schlüpft der 67-Jährige in die Rolle des Friedemann Felix, einem Mitarbeiter des "Instituts für angewandte Glücksforschung".

Stadtmission Nürnberg

Ursula Andres und ihre musikpädagogischen Mitarbeiter bringen den Kindern die Freude an der Musik bei
Autor
Das Projekt "Musik macht Freu(n)de" der Stadtmission Nürnberg fördert Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen. Elf Pädagogen bieten kostenlosen Musikunterricht, Chor- und Theaterprojekte an. Für viele Mädchen und Jungen die einzige Chance, mit Kultur in Berührung zu kommen und über sich hinauszuwachsen.
efa