Wann ist ein Mann ein Mann?
Unser #himmelwärts-Blogger Alex Brandl macht sich Gedanken zum Männertag. Klar ist: Schweiß spielt eine wichtige Rolle. Was Adam und Eva damit zu tun haben, erklärt er auch.
Sei Adam, sei Eva – oder beides

Liebe Herren, packt das Deo aus, es ist Männertag. Und geschwitzt wird immer. Früher hat unser Geschlecht Schweiß vergossen für die Perspektive Abteilungsleiter, Eigenheim plus gebärfreudige Frau. Heute steht vielen der Angstschweiß auf der Stirn, wenn sie nur daran denken, das Leben der Väter führen zu müssen. Im 21. Jahrhundert bringt Männer nicht der Wille zur Macht zum Schwitzen, sondern die blanke Ohnmacht. Es ist ja auch schweißtreibend, was da alles passiert: Eine Erde, die sich erhitzt. Klimatisch, gesellschaftlich, politisch. Was steht da noch in der Macht des einfachen Mannes?

Woher kommt der Mann?

Spulen wir zurück an den Anfang, als alles begann. Wo kommt er her, der Mann? Die Bibel nennt ihn Adam. In der Sprache der Hebräischen Bibel heißt das einfach: Der Mensch. Der Prototyp ist also einer mit Prostata und der Tendenz zu Geheimratsecken ab dem dreißigsten Lebensjahr. Fortan heißt es "Gast" im Garten Eden, nicht "Gästin". Aber Frauen sind freundlich eingeladen, sich mitgemeint zu wissen. Darum kommt bald eine dazu. Aus der Rippe Adams entsteht sie und ist ab jetzt die ewige Nummer zwei.

Böse Zungen behaupten, Männer hätten diese Bibelverse verfasst.

Und dann steht da dieser Satz. Gerade hat Gott erfahren, dass Mensch eins und zwei vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Weil das nicht okay war, wirft er beide aus dem Paradies und schiebt, an Mensch eins gerichtet, hinterher: "Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist, denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück."

Schuften, schwitzen, sterben. Eine glanzvolle Perspektive. Das Leben eine Mannes als traurig-komische Existenz. Und am Ende steht irgendwo eine Todesanzeige à la "Herr A. war ein geschätzter Kollege, dessen jahrzehntelange Loyalität und unübertroffener Arbeitseifer maßgeblich zum Erfolg unserer Firma beitrugen. Herr A. lebte für Schrauben und Muttern. Darin wird er uns immer Vorbild sein."

Sei Adam, sei Eva – oder beides

Aber die Geschichte geht weiter: "Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben." Eva, das Lebensprinzip. Gute Idee: Leben statt Burnout. Adam braucht Eva. Und das heißt nicht einfach: Ein Mann braucht eine Frau. Sondern: Du hast die Wahl. Sei Adam. Sei Eva. Oder beides. Ab jetzt gehört es dazu, auch mal in den Apfel zu beißen. In den sauren. Oder in den süßen. Oder mach‘ Apfelstrudel daraus! So viele Wahlmöglichkeiten. Manchen Männern soll das regelrecht die Schweißperlen auf die Stirn treiben.

Tja, signore, das Leben ist kein Paradies. 

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