9.04.2018
Goliathwatch

Gegen die Macht der Großkonzerne

Der kleine David besiegt mit seiner Steinschleuder den großen starken Goliath. Den Hamburger Thomas Duermeier hat diese biblische Darstellung schon während seines Studiums inspiriert. Er gründet kurzerhand eine Nichtregierungsorganisation, die es mit Mega-Monster-Unternehmen aufnehmen will. Größere Gegner kann man sich fast nicht aussuchen.

Mit goliathwatch gründet der Volkswirtschaftler Thomas Duermeier eine NGO, die aufklären und Alternativen aufzeigen will. So fordert Goliathwatch eine Verschärfung des Kartellrechts, die Verpflichtung für Konzerne zur Einhaltung von Menschenrechten und auch die Einschränkung der digitalen Sammelwut von Apple und Google.

Duermeier kämpft als kleine Organisation gegen die ganz großen. Mit der richtigen Strategie, auch wenn man klein und machtlos ist, kann man gegen die großen Akteure gewinnen, so der gebürtige Regensburger. Wie der kleine David gegen den Riesen Goliath.

Globale Macht der Mega-Monster-Konzerne

Großkonzerne haben in den letzten Jahren gegenüber Nationalstaaten immer größere wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche und symbolische Macht errungen, so Duermeier. Sie sind die zentralen Akteure in der Globalisierung.  goliathwatch will aber die Demokratie stärken. Und das bedeutet auch, bisherige Formen der Mitbestimmung in der Wirtschaft, sowie in staatlichen Strukturen müssen sich weiterentwickeln.

"Politik darf nicht von Konzernen diktiert werden"

Der Staat muss wieder gestalten, so der 44-Jährige. Und: Die Wirtschaft muss sich auf das Wohl aller Menschen und der Natur ausrichten. Dazu braucht es eine lebendige Demokratie, die den Widerspruch nicht scheut. Zivilcourage ist hier kein Bonus, sondern die Basis der Demokratie, so Duermeier. 

 

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