29.07.2020
Internationalen Tag des Gedenken

Würzburg gedenkt der ermordeten Sinti und Roma

Durch den systematischen Völkermord des NS-Staats an Sinti und Roma sind ungefähr 500.000 Menschen getötet worden. Auch in Würzburg gab es 30 namentlich bekannte Sinti, die unter den Opfern sind.
Paradeplatz in Würzburg: Mahnmal zum Gedenken an die Würzburger Sinti und Roma

Am Internationalen Tag des Gedenkens an den Genozid an den Sinti und Roma an diesem Sonntag (2. August) wird auch in Würzburg an die Gräueltaten während der NS-Zeit gedacht. Bürgermeister Martin Heilig (Grüne) wird am Mahnmal am Paradeplatz um 9.30 Uhr einen Kranz niederlegen, wie die Stadt Würzburg mitteilte.

Insgesamt 500.000 Sinti und Roma fielen dem "Porajmos" zum Opfer - dem systematischen Völkermord des NS-Staats an Sinti und Roma ab 1942. Unter den Opfern waren auch 30 namentlich bekannte Würzburger Sinti. Nur von vier ist bekannt, dass sie die NS-Zeit überlebten.

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