11.03.2020
Coronavirus

Corona-Vorsicht betrifft jetzt auch kirchliche Events: Musical-Aufführungen in zwei Städten verschoben

Die Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland hat jetzt auch Konsequenzen für kirchliche Großveranstaltungen.
Chorprobe beim Nürnberger Projektchor für das Martin-Luther-King_Musical
Die Hände hoch: Beim Proben ist nicht nur Sangeskraft und Tonreinheit gefragt, auch der ganze Körper geht bei der beschwingten Musik mit.

Die geplanten Aufführungen des Chormusicals "Martin Luther King - ein Traum verändert die Welt" in Bayreuth (14. und 15. März) und Wetzlar (3. und 4. April) werden wegen des sich ausbreitenden Coronavirus vorsoglich verschoben.

Dies teilte die Stiftung Creative Kirche als Veranstalter am Montag mit. Die Bayreuther Konzerte sollen dann im Herbst stattfinden, und zwar am 10. und 11. Oktober, hieß es.

Die Veranstalter folgen damit den Empfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wegen möglicher Ansteckungsrisiken auf Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen vorerst zu verzichten.

"Martin Luther King"

Ein Markenzeichen des Mitsing-Projekts "Martin Luther King", das seit Beginn des Jahres mit Big Band und einem professionellen Musicalensemble durch Deutschland tourt, ist die Mitwirkung zahlreicher Chöre aus der Region der Aufführungsorte.

Für die beiden Bayreuther Aufführungen hatten sich in den vergangenen Monaten mehr als 1.100 Sängerinnen und Sänger vorbereitet; beteiligt hatten sich insgesamt 38 Chöre aus Oberfranken und anderen bayerischen Regionen. Erwartet wurden mehr als 5.000 Besucher. Die Schirmherrschaft hatte die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner übernommen.

Eintrittskarten behalten Gültigkeit

Nach Mitteilung der Veranstalter nehmen alle Mitwirkenden automatisch an den jeweiligen Ausweich-Aufführungen teil. Bereits erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Das Chormusical "Martin Luther King - Ein Traum verändert die Welt" wurde am 9. und 10. Februar 2019 in der Grugahalle Essen uraufgeführt. An dem ökumenischen Projekt beteiligten sich damals 2.400 Sängerinnen und Sänger, eine Big-Band, ein Orchester sowie und nationale und internationale Musicaldarsteller.

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