Italien

#PalermoAppell

Bedford-Strohm
Der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat bei seinem Besuch auf Sizilien die EU-Staaten aufgefordert, für diesen Sommer eine "politische Notlösung" für die Seenotrettung im Mittelmeer zu organisieren. Sein Appell erhält Unterstützung aus Politik, Gesellschaft und den Kirchen.

Der "Fondaco dei Tedeschi"

Fondaco dei Tedeschi in Venedig
Im Herzen Venedigs, gleich neben der Rialtobrücke, befand sich über Jahrhunderte hinweg das Zentrum der deutschen Händler: der "Fondaco dei Tedeschi". Über den Fondaco gelangten die Gedanken der Reformation nach Venedig und Italien. Heimlich wurden hier evangelische Gottesdienste gefeiert. Nach langem Dornröschenschlaf ist der prachtvolle Komplex heute wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Reformationsgeschichte

Venedig: »Der Canale dei Maranni, wo die Inquisitoren des Staates die Verurteilten ertränken ließen«: Aquatinta von Giovanni Maria de Pian (1759/64-1800) nach einer Vorlage von Francesco Galimberti (1755-1803).
Gibt es eine Brücke zwischen dem evangelischen Mittelfranken und Venedig? Aktenkundig vielleicht erstmals in der Person des abenteuerlustigen Theologen Johann Georg Renner (1617-1659), den es in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs mit einem General in die Lagunenstadt verschlug. Dort predigte er heimlich in verbotenen evangelischen Gottesdiensten. Bis er aufflog und es zum Skandal kam.

Immaterielles Kulturerbe

Preisträger Lagois 2018/19 Christoph Otto und Chiara Dazi
Bereits zum fünften Mal hat der Evangelische Presseverband für Bayern herausragende fotografische Arbeiten ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am 29. März in der Evangelischen Jugendkirche München bekamen Chiara Dazi und Christoph Otto aus Berlin den Fotopreis für ihre Reportagen zum Thema "Immaterielles Kulturerbe weitergeben". Eine Neuheit in der Geschichte des Lagois-Fotowettbewerbs war die Vergabe von drei Preisen für Nachwuchsfotografinnen und -fotografen.

Frühchristliche Kunst

Schätze frühchristlicher Grabkultur erstrahlen nach 25 Jahren Restaurierung in neuem alten Glanz: ein »guter Hirte« in den Domitilla-Katakomben in Rom.
Touristen besuchen in Rom vor allem die Katakomben an der Via Appia Antica, wenn sie sich auf die Spuren der frühen Christen begeben. An der Regina Viarium, der Königin der Straßen, können sie heute noch Ausflüge in vergangene Zeiten mit Schafherden auf dem Basaltpflaster, überwachsenen Mauern und Ruinen monumentaler Grabstätten unternehmen. Weniger bekannt als diese Grabanlagen, aber besonders reich an Malereien und Inschriften ist die größte der römischen Katakomben, die nach der Adligen Domitilla aus dem Kaisergeschlecht der Flavier benannt ist. Aktuelle Funde und Restaurierungen können Besucher dieser Katakombe bald in einem neuen Museum betrachten.

Europas Protestanten

Casa Valdese Torre Pellice Waldenser Italien
Autor
Die Waldenser sind die älteste Glaubensgemeinschaft des Protestantismus. Ihr Zentrum befindet sich bis heute im Nordwesten Italiens, in den Waldensertälern mit dem Kernort Torre Pellice. Der Historiker Thomas Greif spürt der waldensischen Erinnerungspflege nach und beschreibt die Synode der kleinen Kirche, die jedes Jahr Ende August in Torre Pellice stattfindet.