Martin Luther

Landessynode Schwabach

Petra und Dieter Trutschel vor dem »Goldenen Stern« in Schwabach, wo 1529 »Reformationsgeschichte« geschrieben wurde, als die »Schwabacher Artikel« verhandelt wurden.
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Sie sind eine Keimzelle der Reformation – die »Schwabacher Artikel«. Die 17 Sätze gelten als Grundlage des »Augsburger Bekenntnisses«, das am 25. Juni 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg von den evangelischen Reichsständen Kaiser Karl V. dargelegt wurden. Ausgeknobelt wurden sie an einem Ort, an dem damals wie heute in geselliger Runde Schäufele brutzeln und Bier fließt – im Schwabacher Traditionsgasthaus »Goldener Stern«. Doch dort erinnert heute nur noch wenig an die Sondierungsgespräche zur Reformation.
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Rassismusvorwurf

»Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken?« - Bei der Übersetzung von Jeremia 13,23 ging es den Revisoren des Luthertextes darum, das hebräische Sprachbild plausibel wiederzugeben.
Die feministische Theologin Eske Wollrad (Hannover), hat den Übersetzern der revidierten Lutherbibel 2017 Rassismus vorgeworfen, weil in Jeremia 13,23 der Begriff "Mohr" benutzt wird. Hier wird mit zu großem Besteck hantiert, findet Thies Gundlach in seinem Gastkommentar. Gundlach ist einer der drei theologischen Vizepräsidenten des Kirchenamts der EKD. Er leitet dort das Referat "Theologische Grundsatzfragen".
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Predigt

Weinberg im Winter
Der Weinberg gilt in biblischen Texten meist als Symbol für Wohlstand oder auch als Sinnbild für die Menschen und ihre innigen Beziehungen. Das Weinberglied des Propheten Jesaias (Das Lied vom unfruchtbaren Weinberg) spiegelt hingegen eine Beziehungskrise zwischen Gott und den Menschen. Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk, Marktbreit.
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Landessynode in Amberg

Die evangelische Christuskirche liegt nur einen Steinwurf entfernt von der historischen und heute wieder allein katholischen Stadtpfarrkirche im Herzen von Sulzbach.
Die Landessynode, das »Kirchenparlament« der rund 2,4 Millionen Protestanten in Bayern, tagt vom 26. bis 30. November zwar in Amberg, aber zu Gast ist man im Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Beide Städte liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Amberg ist größer, aber Sulzbach-Rosenberg ist der Dekanatssitz. Das hat historische Gründe: Über einen Mangel an konfessionsgeschichtlichen Wechselfällen kann man sich in der Region durchaus nicht beklagen.
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Ökumenisches Projekt

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»Aufs Maul geschaut« und dies künstlerisch verarbeitet haben in Anlehnung an Martin Luthers bekannten Satz im Reformationsjubiläumsjahr 2017 schon viele. Den Blick auf die Bibel richten wollten die christlichen Gemeinden aus Cadolzburg in einem ökumenischen Gemeinschaftsprojekt. Alle Gemeindeglieder wurden aufgerufen, ihren persönlichen Bezug zur Heiligen Schrift für das »Cadolzburger Bibelheft« zu bekunden. Jetzt liegt das kleine Büchlein vor – die Vielfalt begeistert und überrascht.
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Religionsgeschichte

Verlesung der Augsburger Konfession 1530 - Bild eines unbekannten Künstlers, das ursprünglich in der Coburger Morizkirche hing.
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Nicht nur in Wittenberg, sondern auch im katholisch geprägten Bayern ist es zu weltgeschichtlichen Ereignissen der Reformation gekommen. In Augsburg haben die Protestanten ihre große Bekenntnisschrift »Confessio Augustana« vorgelegt, die bis heute theologische Grundlage von rund 80 Millionen Lutheranern auf der ganzen Welt ist. Von Bayern sind aber auch immer wieder bedeutende Impulse für die Annäherung der Konfessionen ausgegangen.
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Ruhmeshalle ohne Reformatoren

Die Walhalla - »Ruhmeshalle großer Deutscher« in Donaustauf bei Regensburg.
Der »Ruhmestempel« Walhalla bei Regenstauf wurde kurz vor dem Reformationstag 1842 eröffnet. Bedeutende Persönlichkeiten »teutscher Zunge« sollten laut bayerischem König Ludwig I. in dem Bauwerk mit einer Marmorbüste oder Gedenktafel geehrt werden. Doch Reformatoren fehlten lange auf der Liste. Noch heute entzündet sich Kritik an der ziemlich einseitigen Auswahl an Feldherren und Germanenführern, die keiner mehr kennt und deren Beitrag zur Geschichte und Kultur zweifelhaft ist.
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