Palästina

Kommentar

Wenn sich Geschwister streiten, lautet die Klage gegenüber den Eltern meist doppelt: Er hat angefangen! Sie hat angefangen! Kluge Eltern blocken das ab. Sie wissen: Es braucht zwei zum Streiten. Was die Lage in Israel angeht, folgt die Reaktion von vielen diesem Muster. "Deeskalation auf beiden Seiten" heißt die Forderung, wenn sie ein deutscher Bundesaußenminister ausspricht. Doch Hausverstand vernebelt in Sachen Nahostkonflikt eher die Sinne. Ein Kommentar von Markus Springer.

Israel & Palästina

In Jerusalem kommt der Weihnachtsmann auf dem Kamel. Und liefert am Jaffator Weihnachtsbäume aus. In seinem Weihnachtsmannhaus, mitten in der Jerusalemer Altstadt, empfängt er täglich viele Kinder – natürlich unter Corona Hygieneregeln -, die er besonders jetzt während der Pandemie aufmuntern und auf schöne Gedanken bringen will.

Yom HaShoah

Die Holocaust-Überlebende Leah Hasson lebt heute in Ramat Gan bei Tel Aviv.
Um 10 Uhr am Morgen des Yom HaShoah steht jedes Jahr ganz Israel für zwei Minuten still: Im ganzen Land heulen die Sirenen, die Züge bleiben stehen, ebenso die Autos auf den Autobahnen, die Passanten halten schweigend inne. In diesem Jahr war einiges anders. Die Initiative "Zikaron BaSalon" (Gedenken im Wohnzimmer) und ihre Antwort auf die Frage, wie Holocaust-Gedenken und Zeitzeugengespräche unter den Bedingungen der Corona-Pandemie aussehen können.

Kommentar

12. November 2019: Raketen werden aus Gaza auf Israel abgefeuert.
Israelische Streitkräfte töten einen palästinensischen Terrorführer in Gaza. Die Reaktion: ein Raketenhagel auf israelische Orte. Viele von ihnen kann der Raketenschutzschild "Iron Dome" abfangen, aber nicht alle. Die Raketen treffen Israel, während das Land in der schwersten innenpolitischen Krise seit Jahren steckt. Eskaliert nun die Gewalt zwischen Gaza und Israel erneut?

Palästina

Am 21. September 2019 beginnt das Münchner Oktoberfest. Ableger des größten Volksfestes gibt es inzwischen überall auf der Welt - zum Beispiel in Taybeh in Palästina. Dort feiern am 14. und 15. September tausende Bierliebhaber das Taybeh Oktoberfest. In diesem Jahr bieten dazu gleich zwei Jubiläen besonderen Anlass.

Antisemitismus

Persisch ist er, deutsch und israelisch. Die Heimatminister dieser Welt bekommen bei so einem Schnappatmung. Die Kurzfassung seines Lebens: von der Straßengang im Berliner Wedding zum Pressesprecher der israelischen Armee. Arye Sharuz Shalicar kennt sich ganz gut damit aus, zwischen allen Stühlen zu sitzen. Sein jüngstes Buch "Der neu-deutsche Antisemit" ist eine Abrechnung mit dem aufflammenden Antisemitismus in Deutschland – knapp 75 Jahre nach dem Ende des Holocaust.

Geschichte

Brennende Synagoge in Ludwigsburg - Reichspogromnacht 9./10. November 1938
Der 9. November ist ein "Schicksalstag" der deutschen Geschichte: 1848, 1918, 1923, 1989 – von der Revolution bis zum Mauerfall häufen sich an diesem Datum die historischen Wendepunkte. Nach der Wiedervereinigung war der 9. November als Nationalfeiertag im Gespräch. Doch der 9. November war auch der Höhepunkt der Novemberpogrome 1938: Euphemistisch als "Reichskristallnacht" bezeichnet, markiert dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, die in einen industriell betriebenen Völkermord mündete.

Judenhass

Hinter »Israelkritik« oder der »BDS«-Bewegung verbirgt sich heutiger Antisemitismus (Demonstranten in Australien, 2010).
Von "Kippa Colonia" bis "Berlin trägt Kippa": In mehreren deutschen Städten gab es Ende April 2018 Solidaritätsaktionen für jüdische Bürger. Anlass waren der Echo-Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang unddie Häufung antisemitischer Übergriffe - zuletzt auf zwei Männer mit Kippa in Berlin. Doch was ist eigentlich Antisemitismus? Ein Überblick.

Archäologie

Jerusalem - Blick über die Grabeskirche auf den Tempelberg und den Felsendom.
In einer Stadt wie Jerusalem, könnte man annehmen, haben Archäologen bereits jeden Stein umgedreht. Weit gefehlt! Immer wieder stoßen sie auf Spuren, die zeigen, wie die Stadt zu Jesu Zeiten aussah. Auch das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft forscht im Untergrund.

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