Revolution

"Lübecker Märtyrer" vor 75 Jahren

Er war Nationalsozialist und Antisemit, er träumte von einer überkonfessionellen deutschen Kirche, die einem "arischen Jesus" folgen sollte. Und er starb vor genau 75 Jahren zusammen mit drei katholischen (und inzwischen seliggesprochenen) Lübecker Amtsbrüdern als Widerständler gegen das NS-Regime: Der evangelische Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink (1894-1943) war ein schillernder und widersprüchlicher Mensch. Seine Biografie wirft bis heute Fragen auf.

Attentat auf Rudi Dutschke

Rudi Dutschke - Fahrrad und Aktentasche am Tatort des Attentats vom 11. April 1968.
Autor
Rudi Dutschke war eine Ikone der Studentenbewegung 1968. Am 11. April vor 50 Jahren schoss der junge Hilfsarbeiter Josef Bachmann vor dem Büro des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds in Berlin auf Dutschke und verletzte ihn schwer. Dutschke gilt als Revolutionär und Radikalsozialist. Aber er war auch ein zutiefst gläubiger Christ.

Kirche und Revolution

Stahlhelm, Mütze, Hut – Revolutionäre hinter Barrikaden aus Zeitungsstapeln: Im Berliner Zeitungsviertel wurde während des Spartakusaufstands im Januar 1919 besonders heftig gekämpft.
Als im November 1918 die Revolution ausbrach, die gekrönten Häupter des Reichs stürzten und die Republik ausgerufen wurde, stand all das für die meisten protestantischen Theologen und Pfarrer im Widerspruch zur göttlichen Ordnung. Und die roten Revolutionäre waren meist auch keine Kirchenfreunde. Mit der Weimarer Verfassung standen die Kirchen 1919 plötzlich aber als Gewinner der ersten deutschen Demokratie da. Wie kam das?

Tag der Deutschen Einheit

Brandenburger Tor
"Wir sind das Volk" – diese Worte schleuderten die DDR-Bürger einst ihrem Staatsapparat entgegen und hatten Erfolg: Die Mauer fiel. Dem Mauerfall vorausgegangen war im Sommer 1989 jedoch eine Massenflucht vieler Ostdeutscher über Ungarn nach Bayern. Dieter Köckhuber, Pfarrer im Ruhestand, erinnert sich. Ein Beitrag aus unserem Radio-Archiv.