Richard Wagner

Richard Wagner Museum

Das Zerrbild eines schwarzen Jazzmusikers mit einem Davidstern am Revers war das ursprüngliche Plakatmotiv der Propaganda-Ausstellung »Entartete Musik«.
Die Ausstellung "Entartete Kunst" zählt zu den hässlichsten Beispielen von Kultur-Rassismus während der NS-Diktatur. 80 Jahre nach dieser Propaganda-Veranstaltung zeigt das Richard Wagner Museum Bayreuth unter dem Titel "Das verdächtige Saxophon. 'Entartete Musik' im NS-Staat" eine kritische Rekonstruktion dieser Schau – mit bemerkenswerten Bezügen zur Lokalgeschichte.

Parsifal bei den Bayreuther Festspielen

Klingsor im Parsifal 2017
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Was kann Richard Wagners Bühnenweihfestspiel – der Parsifal – den Menschen anno 2017 im Jahre des 500. Reformationsjubiläums sagen? Nun, nachdem man in die zweite Auflage der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg wohl bewusst nahezu alles Erdenkliche an religiösem Inhalt hineindeuten kann, kann man es ja auch mal mit etwas Evangelischem versuchen. Und auch wenn nach einigem Abklopfen nicht wirklich der klare Hinweis auf Luther zu finden ist – in einigen Punkten ist der aktuelle Bayreuther Parsifal im Einklang mit den Idealen des Reformators.

"Volkstheater" im Passionsspielort

Die »Geierwally« auf der Freiluftbühne an der Oberammergauer Laberbergbahn (Regie Abdullah Kenan Karaca).
Oberammergau ist ein besonderer Ort. Von Bergen umgebenes Bilderbuch-Bayern, Lüftlmalerei an Häusern und Höfen, dazu das Passionsspiel, das hier seit 1633 alle zehn Jahre stattfindet. Seit 30 Jahren heißt der Passionsspielleiter Christian Stückl (56). Unter seiner Ägide hat sich einiges verändert im Idyll: Oberammergau lebt vor, was "Volkstheater" im besten Sinn sein kann. Sichtbar wurde das gerade wieder in Abdullah Kenan Karacas Freiluft-Inszenierung der "Geierwally", die gerade Premiere hatte.