27.03.2018
Tierschutz

Osterfeuer sind Gefahr für Igel

Kein Fest für stachelige Zeitgenossen: Die anstehenden Osterfeuer stellen nach Angaben von Naturschützern eine Gefahr für Igel dar. Was den kleinen Winterschläfern das Leben retten kann, erfahren Sie hier.
Osterfeuer

Die Holzstöße für die Osterfeuer sind oft schon lange angehäuft und ein attraktiver Unterschlupf für die kleinen Winterschläfer. Wenn die dann plötzlich von Flammen aus ihren Träumen gerissen würden, sei ein Entkommen kaum noch möglich, erklärt der Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV). Er empfiehlt daher, das Brennmaterial vor dem Anzünden vorsichtig umzuschichten. Das kann auch anderen Bewohnern wie nistenden Rotkehlchen das Leben retten.

Igel freuen sich jetzt über Wassernapf und Futterstelle

Mit den steigenden Temperaturen erwachen aktuell die ersten bayerischen Igel aus ihrem Winterschlaf. Igelweibchen schlafen in der Regel länger als Igelmännchen, erklärte LBV-Expertin Martina Gehret. Manche Tiere wachen zur Zeit auch kurz auf, suchen sich ein neues Quartier und schlummern noch ein paar Wochen weiter. Wer die stachligen Zeitgenossen nach ihrem Dornröschenschlaf verwöhnen möchte, kann ihnen eine Wasserstelle bereitstellen, empfiehlt Gehret. Auch etwas Futter sei hilfreich, bevor die Tiere gegen Ende April wieder selbst genügend Insekten fänden.

Aktuell startet der LBV erneut das Mitmachprojekt "Igel in Bayern", mit dem die Naturschützer mehr über den heimlichen Gartenbewohner herausfinden wollen. Von jetzt bis zum Herbst sollten alle Bayern gesichtete lebendige und tote Igel im Internet unter www.igel-in-bayern.de melden. In den vergangenen drei Jahren berichteten über 62.000 Teilnehmer von mehr als 80.000 Igeln.

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