Arbeit und Soziales
Die Arbeitslosigkeit soll 2022 zurückgehen, und zwar in allen Teilen Deutschlands. Das prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Regionale Unterschiede wird es wohl trotzdem geben.
Eine Frau schaut traurig zu Boden

Die Arbeitslosigkeit wird einer Prognose zufolge im kommenden Jahr in allen Bundesländern zurückgehen. "Im Zuge der konjunkturellen Erholung rechnen wir für das Jahr 2022 mit einer deutlichen Erholung der regionalen Arbeitsmärkte. In nahezu allen Regionen steigt die Beschäftigung und sinkt die Arbeitslosigkeit", sagte Forscherin Anja Rossen vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Dabei erwarte sie zwischen Ost- und Westdeutschland nur geringe Unterschiede.

Arbeitslosigkeit soll im Osten stärker sinken

Für Ostdeutschland prognostiziert die Studie im Jahresdurchschnitt einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 12,1 Prozent, für Westdeutschland von 10,8 Prozent. Die oft sehr unterschiedlichen regionalen Arbeitslosenquoten fallen den Angaben nach im Jahresdurchschnitt in Bayern und Baden-Württemberg mit 3,4 beziehungsweise 3,8 Prozent weiterhin am niedrigsten aus. Am höchsten werden sie 2022 laut Prognose nach wie vor in den Stadtstaaten Bremen mit 10,3 Prozent und Berlin mit 9,8 Prozent sein.

Trotz der positiven Aussichten für die regionalen Arbeitsmärkte weisen die Prognosen für das nächste Jahr eine hohe Unsicherheit auf, wie die IAB-Forscher betonen. Der Fortgang der Covid-19-Pandemie und die daraus erwachsenden Konsequenzen für den Arbeitsmarkt, beispielsweise aufgrund von Material- und Lieferengpässen, seien nur schwer abzuschätzen, hieß es.

Berechnungsweise der Studie weicht von Zahlen der Bundesagentur ab

Die Berechnungsweise der in der IAB-Studie prognostizierten regionalen Quoten weicht von der Berechnungsweise der Arbeitslosenquote durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) leicht ab, sodass die in der Studie genannten Quoten für alle Landesteile etwas höher liegen.

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