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Corona-Newsticker: Zahl der Sterbefälle in Bayern im Corona-Jahr deutlich gestiegen

Aktuelle News und Meldungen zum Coronavirus und dessen Auswirkungen auf Kirche und Gesellschaft lesen Sie hier im Sonntagsblatt-Newsticker.
Corona Titelbild

Zahl der Sterbefälle in Bayern im Corona-Jahr deutlich gestiegen

Mittwoch, 23. Juni 2021, 12. 51 Uhr: Die Zahl der Sterbefälle hat sich im Corona-Jahr 2020 deutlich erhöht. Wie das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mitteilte, sind im Freistaat vergangenes Jahr 143.367 Menschen gestorben und damit 6,7 Prozent mehr als im Jahr 2019 (134.313).

Zugleich blieb die Zahl der Geburten in Bayern weiter hoch: 2020 kamen 128.764 lebend zur Welt, dies sei die höchste Geburtenzahl seit 1997. Gegenüber 2019 nahm die Zahl der Geburten ebenfalls leicht um 537 Geburten oder 0,4 Prozent zu. Der sogenannte Sterbefallüberschuss lag im Corona-Jahr mit 14.603 mehr Verstorbenen als neugeborenen deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 (6.213). Ohne Zuwanderung von außen sinkt die Bevölkerung Bayerns also.

Expertentagung: Ende des Schreckens bei Corona in Sicht

Sonntag, 20. Juni 2021, 17. Uhr: Die nötigen Konsequenzen aus der Corona-Pandemie haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bei der Online-Tagung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing beschrieben. Denn der große Schrecken werde in diesem Sommer enden und ein normales Leben wieder möglich, sagte Lauterbach bei dem Expertenaustausch zum Thema "Nach Corona? Eine Zwischenbilanz in den Zeiten der Pandemie".

Allerdings müssten jetzt dringend Kinder und Jugendliche geimpft werden, forderte Lauterbach. Denn es sei zu erwarten, dass es immerhin bei einem Prozent der infizierten Kinder zu einem schwere Krankheitsverlauf mit einer notwendigen Behandlung im Krankenhaus komme. Außerdem seien Ausbrüche der Pandemie in den Schulen zu befürchten. Nach sorgfältiger Abwägung habe sich deshalb seine eigene 14-jährige Tochter impfen lassen, sagte Lauterbach.

Für die Schulen mahnte Gesundheitsminister Spahn weiterhin zur Vorsicht. Denn die Schulen könnten Drehscheiben für die Viren hinein in andere Haushalte sein. Auch nach den Sommerferien sollten die deshalb die Schülerinnen und Schüler noch Masken im Unterricht tragen.

Eine Konsequenz aus der Corona-Krise muss laut Spahn ein Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen und eine bessere Bevorratung mit nötigen medizinischen Hilfsmitteln sein. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Verwaltung sei vor der Pandemie auf dem Stand der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts gewesen, immerhin seien die Faxgeräte inzwischen aus den Gesundheitsämtern verschwunden. Ein neues digitales Intensivregister mache einen schnellen Überblick möglich, wie viele Intensivbetten jeweils zur Verfügung stehen. Es fehle jedoch immer noch ein Kommunikations-Kanal des Bundes, mit dem alle Bürgerinnen und Bürger rasch und einfach informiert werden können. Deshalb hätten noch Coupons für Masken verschickt werden müssen - mit einem aufgedruckten Bundesadler als Fälschungsschutz.

Nach der übereinstimmenden Prognose von Lauterbach und Spahn werde es nur noch eine kleine Corona-Welle geben, bei der sich die aggressivere Delta-Variante durchsetzen wird. Spahn geht davon aus, dass auch diese Mutation durch kleine Inzidenz-Werte eingedämmt werden kann. Denn bei einer geringen Größenordnung könnten die Infektionsketten durchbrochen werden.

Die Langzeitfolgen von Covid-19 können nach Einschätzung von Lauterbach aber gravierende Auswirkungen haben. Denn Corona könne die kleinen Gefäße in Organen wie Lunge und Herz und auch dem Gehirn angreifen. Durch diese Vorschädigungen sei eine Zunahme von Herzinfarkten oder Demenz-Erkrankungen zu befürchten.

Der Philosophie-Professor Julian Nida-Rümelin warnte davor, die "gewaltigen Einschnitte" in die Grundrechte durch die Maßnahmen gegen die Pandemie zu verharmlosen. Diese Einschnitte, die auch die individuelle Würde, zum Beispiel von sterbenden Menschen, verletzt hätten, müssten ein "absoluter Ausnahmefall" bleiben. Auch wenn die Entscheidungen unabdingbar gewesen seien, müsse es klare Kriterien geben, nach denen sie wieder aufgehoben werden.

Zuschüsse auch für Pflegeheime geplant

Samstag, 19. Juni 2021, 17.48 Uhr: Pflegeheime in Bayern sollen einen Ausgleich für Mindereinnahmen wegen geringerer Belegung in der Corona-Pandemie erhalten. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) teilte in München mit, die Zuschüsse sollen vor Schließungen schützen. Tagespflegeeinrichtungen konnten das Geld für umlegbare Investitionsaufwendungen schon seit Ende letzten Jahres beantragen, jetzt ist das auch für Pflegeheime möglich.

Der "Pflegeschutzschirm" des Pflege-Versicherungsgesetzes gleiche zwar den Großteil der durch die Corona-Pandemie verursachten Mindereinnahmen und den Mehraufwand aus, erläuterte Holetschek. Für den Investitionskostenanteil, den üblicherweise die Pflegebedürftigen zu tragen haben, sei darin aber kein Ausgleich vorgesehen. Der Freistaat habe seine bisher dafür vorgesehenen Mittel nun um sieben Millionen Euro auf 57 Millionen erhöht.

Weil das Gutachten Pflege 2050 zeige, dass der Bedarf an Plätzen weiterwachsen wird, müsse das Ziel sein, die Pflegeplätze in den Pflegeheimen zu erhalten. Pflegeheime sollen daher einen Ausgleich in Höhe von 80 Prozent der Mindereinnahmen im Investitionskostenbereich als Billigkeitsleistung des Freistaats Bayern erhalten. Die Anträge könnten jedoch erst dann beim Landesamt für Pflege gestellt werden, wenn die Richtlinie bekannt gegeben wird, voraussichtlich in einigen Wochen. Die Auszahlung erfolge dann rückwirkend für die Jahre 2020 und 2021. Der Ausgleich für Tagespflegeeinrichtungen liegt, weil diese weniger finanzielle Stabilität haben, bei 90 Prozent. Bis Ende Mai hatten von 530 Tagespflegeeinrichtungen in Bayern bereits 127 einen Antrag gestellt.

Impfzentren-Zukunft: Gesundheitsminister suchen "richtige Balance"

Donnerstag, 17. Juni 2021, 7.28 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen beim Thema Impfzentren laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) "miteinander die richtige Balance finden". Man wolle für die Zeit nach September, wenn die bisher beschlossene Finanzierung der Impfzentren durch den Bund auslaufe, "vorbereitet sein für alles, was kommen kann", sagte Spahn am Mittwoch nach der 94. Hauptkonferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern in München. Zugleich wolle man eine große Infrastruktur nicht über viele Monate ungenutzt aufrechterhalten. Allein in Bayern gibt es 100 Impfzentren.

Spahn sagte, die Gesundheitsminister hätten auf jeden Fall den Kapazitätsbedarf für Auffrischimpfungen im Blick. Man wisse allerdings noch nicht, wann diese erfolgen sollen oder müssen. Dabei sei man noch auf Informationen aus der Forschung angewiesen. Dem Bundesgesundheitsminister schwebt dabei eine Art "Bereitschaftskonzept" vor, um bei Bedarf die Impfkapazitäten schnell wieder hochfahren zu können. Dies betreffe beispielsweise auch mobile Impfteams, die für künftige Auffrischungsimpfungen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen wieder nötig sein würden, sagte der CDU-Politiker weiter.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sprach in diesem Zusammenhang von "Impfzentren 2.0". Es brauche bei dem Thema auf jeden Fall eine Weiterentwicklung. Die Amtschefs der Länder seien nun "noch einmal beauftragt" worden, ein Konzept vorzulegen, sagte Holetschek.

Bayern lockert nicht weiter: Maskenpflicht im Klassenzimmer bleibt

Mittwoch, 16. Juni 2021, 9.58 Uhr: Trotz einer "wirklich positiven" Entwicklung der Corona-Infektionslage in Bayern und Deutschland wird es im Freistaat vorerst keine weiteren Lockerungen geben. Die Staatsregierung habe sich am Dienstag mit Fachleuten von der Ludwig-Maximilians-Universität München beraten und deren Expertise eingeholt, sagte Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung in München. Es gehe "nicht um Alarmismus oder Panikmache", mit Blick auf die aus Indien stammende Delta-Variante seien weitere Lockerungen aber vorerst nicht denkbar - auch nicht beim Thema Maskenpflicht.

Die Maske sei ein "wirklich wirksamer Schutz" gegen eine Corona-Infektion vor allem in Innenräumen, sagte Herrmann. Jede neue Corona-Variante werde noch gefährlicher als die bisher bekannten, dies liege "in der Natur des Virus". Man dürfe "in dieser guten Phase, in der wir jetzt sind", nicht locker lassen und müsse an der FFP2-Maskenpflicht festhalten. Mit Blick auf Großbritannien sagte er, die Inzidenz sei in den vergangenen vier Wochen dort von 20 auf nun 70 gestiegen - obwohl dort 60 Prozent der Menschen bereits doppelt geimpft sind. "Die Delta-Variante ist sehr viel ansteckender", erläuterte Herrmann.

Mit Blick auf die Diskussionen um ein mögliches Ende der Maskenpflicht an den Schulen sagte der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), man habe keine weiteren Beschlüsse in der Staatsregierung gefasst - weil man sich nicht ganz einig sei mit dem Koalitionspartner CSU. So gehen die Meinungen zum Tragen der Maske während des Unterrichts im Klassenzimmer auseinander, sagte Piazolo. Die Freien Wähler befürworten ein Ende, die CSU nicht. Einvernehmen bestehe aber dabei, dass die Maske "Im Begegnungsverkehr" weiter sinnvoll ist, sie auf dem Pausenhof aber abgenommen werden kann.

Staatskanzlei-Chef Herrmann betonte, dass die Maske auf den Pausenhöfen abgenommen werden kann, sei allerdings "keine Neuerung", sondern "eine Klarstellung" der bisher schon geltenden Regeln. 

Spahn und Lauterbach beim Politischen Club in Tutzing

Dienstag, 15. Juni 2021, 8.40 Uhr: Zum Thema "Nach Corona? Eine Zwischenbilanz in den Zeiten der Pandemie" kommen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Gesundheitsökonom Professor Karl Lauterbach (SPD) in die Evangelische Akademie im oberbayerischen Tutzing. In der Sommertagung des Politischen Clubs am kommenden Samstag (19. Juni) werden politische Verantwortungsträger gemeinsam mit Experten und Beobachtenden eine Zwischenbilanz ziehen, wie eine Sprecherin der Akademie dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag in Tutzing sagte. Eingeladen hat der Leiter des Politischen Clubs, Bundestagspräsident a.D. Wolfgang Thierse.

Spahn werde in seinem Vortrag darüber sprechen, was Wissenschaftler, Gesundheitspolitiker und Abgeordnete aus dem vergangenen Corona-Jahr lernen können. Lauterbach werde sich mit der Frage auseinandersetzen, wie das Gesundheitssystem diese Bewährungsprobe bestanden habe. Ob die Corona-Krise auch eine Kirchen-Krise sei, damit setzen sich die Thüringer Ministerpräsidentin a.D. Christine Lieberknecht (CDU) und die langjährige Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Regionalbischöfin Petra Bahr, auseinander.

Weitere Gäste der Online-Tagung sind der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Julian Nida-Rümelin, sowie die Abgeordneten des Deutschen Bundestags Hilde Mattheis (SPD), Janosch Dahmen (Grüne) und Erwin Rüddel (CDU). Außerdem mitdiskutieren werden Politikwissenschaftler Edgar Grande und der Vorsitzender des Sprecher:innenrates das Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE), Thomas Röbke.

Bischof Bedford-Strohm nimmt Pandemie-Kosten in den Blick

Montag, 14. Juni, 08.46 Uhr: Der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ruft zu mehr Einsatz für die Armen und Schwachen in der Corona-Pandemie auf. Denn nun müsse verstärkt darüber nachgedacht werden, "wie die Kosten der Pandemie eigentlich bezahlt werden können und wie die extrem unterschiedlich verteilten Lasten ein Stück weit ausgeglichen werden können", sagte Bedford-Strohm am Sonntag im Festgottesdienst zu 600 Jahre Bartholomäuskirche in Mistelgau bei Bayreuth laut Redemanuskript.

Für die Hochvermögenden sei das Pandemiejahr das finanziell erfolgreichste in der Menschheitsgeschichte gewesen, sagte Bedford-Strohm, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, weiter. Die Zahl der Milliardäre in Deutschland sei um 29 auf 136 Personen gestiegen. Und gleichzeitig seien mehr als 100 Millionen Menschen weltweit durch die Pandemie in absolute Armut gefallen und müssten von weniger als 1,80 Dollar pro Tag leben, zitierte der Bischof Schätzungen der Weltbank.

Nach 15 Monaten der Pandemie und einer "kommunikativen Durststrecke" sehne er sich außerdem wieder nach physischen Treffen, wo man sich direkt in die Augen schauen und miteinander reden könne - "vielleicht ja bald auch ohne Maske". Bedford-Strohm erhoffe sich auch neue Aufbrüche. "Wir haben so viel zu verarbeiten und das geht am besten mit anderen zusammen."

Zugleich rief er die Menschen dazu auf, innezuhalten. Es seien regelrechte "Parallelwelten der Kommunikation entstanden, wenn es um die Deutung der Pandemie oder die Position zum Impfen geht". Verschwörungstheorien seien nur die Spitze des Eisbergs. Es werde sehr schnell emotional - dabei helfe, innezuhalten und zu überlegen, ob man selbst breit genug informiert sei oder warum jemand so großes Misstrauen gegenüber Staat und Wissenschaft haben könnte.

Schäfflertanz will Ende der Corona-Pandemie feiern

Samstag, 12. Juni, 07.04 Uhr: Die traditionsreichen Münchner Schäffler wollen eine Ausnahme machen - und noch in diesem Jahr auftreten, um das Ende der Corona-Pandemie zu feiern. "Wir werden dieses Jahr noch tanzen", sagte der Vereinsvorsitzende Wilhelm Schmid dem "Münchner Merkur" (Samstagsausgabe). Er habe schon vor längerer Zeit einen Anruf aus der Staatskanzlei erhalten: "Der Herr Ministerpräsident möchte, dass der erste Tanz nach Corona vor ihm stattfindet."

Der diesjährige Tanz sei aber erst nach dem Sommer geplant, wenn es wieder kühler wird. "Unser Gwand ist ein reines Wintergwand. Bei null Grad ist es angenehm, aber im Sommer ist es unseren Tänzern nicht zuzumuten, in wollenen Strümpfen, Bundhose, Lederschurz und Weste aufzutreten", sagte Schmid. Ein Tanz dauert übrigens 23 Minuten, an jedem Tanz nehmen 20 Tänzer teil, zwei Reifenschwinger, ein Fähnrich und zwei Kasperl.

Eigentlich tanzen die Schäffler - also Fassmacher - nur alle sieben Jahre, das nächste Mal offiziell erst 2026. Der erste Tanz in München soll 1517 stattgefunden haben, als Dank für das Ende der Pestwelle. "Die Schäffler tanzen traditionell nach einer Pandemie", betonte der zweite Vorstand Christian Baumann gegenüber dem "Münchner Merkur". "Die Pest, das muss man sich mal vorstellen, ist 25 bis 30 Mal nach München gekommen."

Die Menschen hätten sich monatelang nicht aus ihren Häusern getraut, sagte Baumann weiter. Es habe Pestwellen gegeben, in denen ein Drittel der Münchner Bevölkerung ums Leben gekommen sei, sagte Schmid. "Das sind unvorstellbare Zahlen." Die Wirtschaft habe darnieder gelegen, es seien keine Bauern mehr in die Stadt gekommen, die Menschen hätten furchtbar gehungert. "Da geht es uns heute - trotz Corona - gut", sagte Schmid

Gemeindegesang ab Sonntag wieder erlaubt - Sing-Aktion im Dekanat Würzburg

Freitag, 11. Juni 2021, 09:57 Uhr: Ab diesem Sonntag (13. Juni) ist der Gemeindegesang während Gottesdiensten wieder erlaubt - allerdings mit Auflagen. Im Kirchenraum müssen Kirchgänger weiterhin eine Maske tragen, also auch beim Singen, im Freien darf die Maske bei Einhaltung der Hygienekonzepte und Abstandsregeln am Platz und damit auch zum Singen abgenommen werden. Die Lockerung hatte die bayerische Staatsregierung vergangenen Freitag beschlossen.

Im evangelischen Dekanat Würzburg lädt Dekan Wenrich Slenczka deshalb zu einer "verbindenden Sing-Aktion" ein. Viele der 41 Kirchengemeinden im Dekanat wollen sich laut einer Mitteilung vom Donnerstag an diesem "gesungenen Dank" für die Lockerungen beteiligen. Nach den Gottesdiensten am Sonntag soll an verschiedenen Orten - etwa in Höchberg, Zell am Main und Würzburg - im Freien das Lied 321 aus dem Evangelischen Gesangbuch angestimmt werden: "Nun danket alle Gott".

Während der Corona-Pandemie war den Gottesdienstbesuchern die meiste Zeit das Singen in Innenräumen und teilweise auch im Freien untersagt, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Corona-Impfzentren unterstützen jetzt Betriebsärzte

Donnerstag, 10. Juni 2021, 09:22 Uhr: Betriebsärzte sollen bei den Corona-Impfungen bei Bedarf ab sofort von den bayerischen Impfzentren logistisch unterstützt werden. Dies kündigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München an. "Wir wollen vor allem die Impfungen in kleinen und mittleren Unternehmen aktiv fördern", sagte Holetschek. Dazu böten die Impfzentren den Betriebsärzten mit ihren Kapazitäten, ihrem Personal und ihrer Logistik "hervorragende Unterstützungsmöglichkeiten".

Nach dem Konzept der Staatsregierung seien die Betriebsärzte für die Bestellung von Impfstoff beim Bund und von Impfzubehör verantwortlich, erläuterte Holetschek. Zudem müsse der Betriebsarzt selbst bei der Impfung dabei sein. Die Impfzentren könnten jedoch die Betriebsärztinnen und -ärzte auf Wunsch mit mobilen Teams sowie Verwaltungs- und Assistenzpersonal unterstützen oder ihnen Räume zur Verfügung stellen. Auch die Dokumentation könne über das Online-Portal BayIMCO abgewickelt werden.

Die Betriebsärzte sind seit 7. Juni bundesweit in die Regelversorgung mit Corona-Impfstoff eingebunden. Angestellte Betriebsärzte, etwa in Großunternehmen, sind von der Kooperation mit den Impfzentren ausgenommen. In 29 Modellprojekten hatte Bayern seit Ende April mit Corona-Impfungen in Betrieben begonnen. Die Betriebsärzte werden einmal pro Woche durch die Apotheken beliefert. Holetschek zufolge hat der Bund dafür deutschlandweit rund 700.000 Impfdosen zugesagt. Dies sei "ein guter Anfang".

Jugendherbergen fordern Öffnung für Klassenfahrten und Jugendfreizeiten

Mittwoch, 9. Juni 2021, 09:50 Uhr: Das bayerische Jugendherbergswerk und die Jugendbildungsstätten in Bayern fordern, dass Genesene Getestete und vollständig geimpfte Menschen bei Klassenfahrten und Jugendfreizeiten wieder dabei sein dürfen. Dazu sei eine Änderung der Verordnung für den Infektionsschutz nötig, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Die Verordnung nehme bisher die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen nur unzureichend in den Blick und unterlaufe die Corona Aufhol- und Förderprogramme des Bundes und des Freistaats, indem sie bei sich nach der 7-Tage-Inzidenz richte.

Es sei unverständlich, warum im Bereich des außerschulischen sozialen Lernens und der Begegnung zwischen Kindern und Jugendlichen noch immer der Inzidenzwert zum alleinigen Maßstab des Handelns gemacht werde, erklärte der Präsident des bayerischen Jugendherbergswerks, Klaus Umbach. Die Politik müsse jede Option nutzen, "um körperliche, psychische und seelische Schäden als Folge der Pandemie zu verhindern oder zu bearbeiten". Dafür müssten lebenspraktischer Modelle angewendet werden, sagte er. Klassenfahrten und Jugendfreizeiten seien nach den jetzigen Vorgaben nicht planbar.

Nach der Logik der jetzigen Form der Verordnung seien gerade Jugendfreizeiten Lern- und Feriencamps, wie sie Bund und Länder selbst fordern und förderten, nahezu unmöglich. "Eine Begrenzung auf maximal zehn Teilnehmende oder Abstandsregelungen laufen Geist und Buchstaben dieser begrüßenswerten Förderprogramme konträr entgegen", so Umbach. Andere Bundesländer hätten solche Beschränkungen längst aufgehoben.

Bayerische Gemeinden fordern Corona-Rettungsschirm

Dienstag, 8. Juni 2021, 08.39 Uhr: Bayerische Städte und Gemeinden fordern von Bund und Freistaat einen Corona-Rettungsschirm für die Jahre 2021 und 2022. Um das Land aus der Pandemie zu führen, brauchten die Kommunen mehr finanzielle Mittel, teilte Gemeindetagspräsident Uwe Brandl in München mit. Die Corona-Pandemie werde "noch für eine lange Zeit" tiefe Löcher in die Gemeindehaushalte reißen.

Gemeinden und Städte hätten das Corona-Jahr 2020 finanziell relativ gut überstanden, weil Bund und Freistaat die Gewerbesteuerausfälle großzügig kompensiert hätten, so Brandl. Mit dieser einmaligen Aktion sei das Problem aber nicht beseitigt. Der prognostizierte Anstieg der Steuereinnahmen 2021 werde "nicht ansatzweise ausreichen, um das Niveau des Jahres 2019 wieder zu erreichen".

Gerade in der Krise erwarten Bürger und Wirtschaft handlungsfähige Kommunen, betonte Brandl und verwies auf steigende Sozialausgaben. Mit Blick auf die sicherzustellende Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab 2026 und damit verbundene Milliarden an Bau- und Betriebskosten forderte er: "Um einen Rettungsschirm für die kommenden Jahre kommen Bund und Freistaat nicht umhin!"

Kritik an Masken: Bundesgesundheitsministerium weist Vorwürfe zurück

Sonntag, 6. Juni 2021, 17.36 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat Kritik an Plänen zur Verwendung offenbar unbrauchbarer Masken zurückgewiesen. "Entscheidungen über die Vernichtung von Warenbeständen hat die Bundesregierung nicht getroffen. Insofern trifft die entsprechende Berichterstattung nicht zu, uns ist auch die Grundlage dieser Berichterstattung nicht bekannt", erklärte die Behörde von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass Spahns Ministerium Anfang 2020 für schätzungsweise eine Milliarde Euro unbrauchbare Masken gekauft habe. Weil sie offenbar regulär nicht verteilt werden durften, wollten Spahns Leute sie demnach in Sonderaktionen an Hartz-IV-Empfänger, Behinderte und Obdachlose abgeben. Inzwischen sehe der Plan vor, die Masken in der Nationalen Reserve Gesundheitsschutz einzulagern und später zu vernichten.

Aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) hieß es, die Behörde habe strikt auf die Qualität der Masken geachtet. "Soweit das BMG bei seinen Testverfahren die Mangelhaftigkeit von Material festgestellt hat, hat es die Ware nicht abgenommen und nicht bezahlt." Bei der kostenlosen Verteilung von Masken an Einrichtungen der Obdachlosen- und Eingliederungshilfe habe jederzeit der bestmögliche Schutz der dort lebenden Bürgerinnen und Bürger und der Beschäftigten im Vordergrund gestanden. Für die Bezieher von Arbeitslosenhilfe sei die Verteilung von Masken über die Apotheken erfolgt, diese hätten die Masken selbst beschafft.

"Diese Vorgänge im Bundesgesundheitsministerium sind ungeheuerlich und menschenverachtend", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem "Spiegel". "Der Minister muss sich dazu schnellstmöglich erklären, er kann hier nicht mit dem Finger auf andere zeigen." Die "Liste an Fehlern, die Jens Spahn in der Pandemie zu verantworten hat", werde immer länger. Der neue Fall könne "nicht ohne Konsequenzen bleiben, wenn Menschen hier wie zweiter Klasse behandelt werden".

Linken-Chefin Janine Wissler sagte dem "Spiegel", ein Minister, der bereit sei, diese vulnerablen Gruppen bewusst zu gefährden, sei "nicht tragbar". Der Linken-Gesundheitsexperte Achim Kessler forderte einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland, Verena Bentele, sagte dem Nachrichtenmagazin, das Verhalten im Ministerium zeuge "von einem inakzeptablen Menschenbild". Der Sozialverband Deutschland SoVD in Niedersachsen sprach von Zynismus. "Die minderwertigen Masken ausgerechnet an die verwundbarsten Gruppen unserer Gesellschaft verteilen zu wollen, zeugt von einem zutiefst verachtenden Menschenbild", sagte der Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt in Hannover.

Söder: Mehr Normalität ist wieder möglich

Samstag, 5. Juni, 15 Uhr: In Bayern sind ab Montag wieder private Feiern mit bis zu 100 Teilnehmern möglich. Die bisherigen Kontaktbeschränkungen und weitere Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen, hat das bayerische Kabinett gelockert, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Pressekonferenz mit. Es werde viele Erleichterungen geben, sagte Söder, "nach einem langen Corona-Winter hellt es sich auf". Mehr Normalität sei nun möglich, weil die Inzidenzrate in Bayern auf einem Wert unter 30 liege und die Impfungen vorangingen. Die Krankenhausbelegung sei stark gesunken. Man befürchte derzeit keine Mutationen, sagte der Ministerpräsident.

Zu den nun beschlossenen Öffnungen gehört, dass es in Landkreisen mit einer Inzidenz unter 50 keine Testpflichten mehr geben wird. Eine Terminvergabe in Geschäften ist unter 100 nicht mehr nötig. Die Kultur kann Veranstaltungen im Freien mit bis zu 500 Zuschauern planen, Sportveranstaltungen können ebenso viele besuchen. Zu den Spielen der Fußballeuropameisterschaft in München werden 14.000 Zuschauer im Stadion zugelassen, erklärte Söder. Die Speisegastronomie darf wieder öffnen, Diskotheken und Bars aber noch nicht. In Gottesdiensten dürfen die Gläubigen wieder singen, allerdings nur mit Maske.

Bei Geburtstagsfeiern, Trauungen und Beerdigungen können im Freien bis zu 100 Personen feiern, in Räumen 50, wenn der Inzidenzwert unter 50 liegt. Dort können auch zehn Leute auch aus zehn Haushalten zusammen sein.

"Corona-Pfunde"-Studie: Viele haben in der Pandemie zugenommen

Freitag, 4. Juni 2021, 8:48 Uhr: Viel Stress, wenig Bewegung: Fast jeder zweite Deutsche hat einer neuer Studie zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie zugenommen, im Durchschnitt 5,6 Kilo. Schuld daran sind seelische Belastung und fehlende Bewegung, erklärte Studienmacher Hans Hauner, Direktor des Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) und Professor für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München (TUM), im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Besonders zugelegt haben die 30- bis 44-Jährigen sowie Menschen, die ohnehin schon übergewichtig waren.

Schuld an den "Corona-Pfunden" seien laut der deutschlandweiten Studie, die das EKFZ mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat und die am Mittwoch in München präsentiert wurde, deutlich veränderte Tagesabläufe sowie seelische Belastung. "Wir wissen schon lange, dass Menschen unter Stress weniger auf ihr Essen achten", sagte Hauner. Ein Drittel der Befragten gab an, "mehr zu essen, oft auch spontan und dann häufig "ungünstige" Lebensmittel oder Mahlzeiten". Zudem habe sich mindestens jeder zweite weniger bewegt.

Befragte mit Adipositas, also mit einem Body-Maß-Index (BMI) von über 30, legten der Befragung zufolge durchschnittlich 7,2 Kilogramm zu. "Somit liegt ein Teufelskreis aus dem Zusammenspiel von Corona- und Adipositas-Pandemie vor", sagte Hauner. Adipositas gilt als zentraler Risikofaktor für eine Infektion mit Corona-Viren und führt häufig zu schweren Verläufen.

Da das geänderte Ess- und Bewegungsverhalten vor allem durch die Pandemie bedingt war, hoffen die Wissenschaftler, dass sich vieles "nach Corona" wieder einpendelt. Der Ernährungswissenschaftler rät zu reichlich Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettreduzierten Milchprodukten und wenig Fleisch, Süßwaren und Fastfood. Außerdem sollten sich die Menschen bewegen, "also Radfahren, flott spazieren gehen oder in den Bergen wandern, wann immer sich die Gelegenheit bietet". Am besten an mindestens fünf Tagen pro Woche 30 bis 60 Minuten.

Eltern warten während Corona länger mit Einschulung

Mittwoch, 2. Juni 2021, 09:14 Uhr: Bayerische Eltern warten in der Corona-Pandemie länger mit der Einschulung ihrer Kinder. So blieben im Vergleich zum Vorjahr 21 Prozent mehr Kinder ein Jahr länger im Kindergarten, wie eine Anfrage der SPD-Bildungspolitikerin Simone Strohmayr ergab. Das stelle Kitas mitunter vor personelle und räumliche Herausforderungen.

Gefragt wurde nach sogenannten "Kann-" oder "Korridorkindern", die im Juli, August und September sechs Jahre alt werden. Hier können die Eltern selbst entscheiden, ob ihre Kinder eingeschult werden oder noch ein Jahr im Kindergarten bleiben. Im Schuljahr 2019/2020, also vor der Corona-Pandemie, gab es der Antwort zufolge in Bayern insgesamt 30.493 "Korridorkinder", davon blieben 42,3 Prozent ein Jahr länger in der Kita. Zum Schuljahr 2020/21 waren es bereits 51,4 Prozent, was einen Anstieg von mehr als 21 Prozent bedeutet.

Die SPD-Abgeordnete appellierte an den Freistaat, die Verantwortlichen in den Kommunen mit dem Platzproblem nicht im Stich zu lassen. Als Lösung sehe sie die sogenannte "Flexible Grundschule", also die Möglichkeit, die Klassen eins und zwei in einem, zwei oder drei Jahren zu absolvieren. 

Mehr als 8.400 Impf-Anträge besonders Corona-Gefährdeter bewilligt

Dienstag, 1. Juni 2021, 09:33 Uhr: Die Bayerische Impfkommission für Härtefälle im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung hat mehr als 8.400 Anträge bewilligt. Man habe damit zahlreichen gefährdeten Menschen geholfen, bei der Impfreihenfolge vorgezogen zu werden, erklärte das Bayerische Gesundheitsministerium am Montag in München. Im Juni wird sie ihre Arbeit einstellen.

Inzwischen würden nur noch vereinzelt Anträge gestellt, die Mehrheit der besonders Gefährdeten habe ein Impfangebot erhalten, erklärte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) zusammen mit dem Kommissions-Vorsitzenden, Professor Karl-Walter Jauch, und dem Kommissions-Mitglied Susanne Breit-Keßler, Vorsitzende des Bayerischen Ethikrats. Es sei gelungen, eine Lücke in der Impfpriorisierung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen oder anderen Vorerkrankungen zu schließen.

Von insgesamt 8.734 gestellten Anträgen wurden 8.428 Anträge bewilligt, also rund 96 Prozent. 11 Prozent der Antragsstellenden hatten einen Pflegegrad, 44 Prozent eine Behinderung - in den meisten Fällen (88 Prozent) einen Grad der Behinderung von mehr als 50 Prozent.

Anträge an die Impfkommission waren seit 1. März für Menschen möglich, die zwar bei einer Infektion besonders gefährdet wären, deren Krankheitsbild oder Grad der Behinderung aber nicht in der Coronavirus-Impfverordnung enthalten war. Bewilligte die Kommission den Antrag, wurden Antragsteller in die zweite oder dritte Priorisierungsgruppe eingestuft.

Hohe Impfbereitschaft in bayerischen Flüchtlingseinrichtungen

Sonntag, 30. Mai 2021, 08:46 Uhr: Mehr als jeder zweite Asylbewerber hat das Angebot zur Corona-Impfung bei Impfaktionen in bayerischen Flüchtlingsunterkünften angenommen. Gut 40 Prozent der Impffähigen hätten den Schutz gegen Covid-19 durch die mobilen Teams jedoch abgelehnt, erklärte eine Sprecherin des bayerischen Innenministeriums auf Anfrage von Sonntagsblatt. Ein Grund dafür sei die Sorge, geimpft leichter abgeschoben zu werden.

Im bundesweiten Vergleich ist die Impfbereitschaft der Asylbewerber in Bayern mit knapp 60 Prozent eher hoch. Die Corona-Impfquoten in den Einrichtungen bewegen sich aktuell zwischen 33 und 60 Prozent. Die mobilen Impfteams stießen mitunter auf große Skepsis, erklärten die zuständigen Landesministerien.

Auch in Bayern werde immer wieder gemeldet, dass nicht nur bei Asylbewerbern, sondern bei Menschen mit Migrationshintergrund insgesamt Hemmnisse bestünden, die Schutzimpfung anzunehmen, sagte die Ministeriums-Sprecherin. Manche hätten Angst, dass sie geimpft leichter abgeschoben werden könnten. "Fakt ist, dass die Impfung keine Auswirkungen auf den Aufenthaltsstatus hat", betont das Innenministerium. Auch dass die Impfstoffe unfruchtbar machten, gehöre zu den vor allem in sozialen Netzwerken kursierenden Fehlinformationen, Verschwörungstheorien und Gerüchten, die viele abschreckten. Hinzu komme die Sprachbarriere.

Der Freistaat bemühe sich intensiv, die Impfbereitschaft gezielt bei Menschen mit Migrationshintergrund und Asylbewerberinnen und Asylbewerbern zu erhöhen, sagte die Sprecherin des Innenministeriums. Dazu dienten unter anderem Infomaterial in den jeweiligen Herkunftssprachen, Info-Veranstaltungen in den Einrichtungen und speziell geschulte Mitarbeiter, Integrationslotsen und Dolmetscher.

Holetschek: Menschen in Pflege sind ausgebrannt

Samstag, 29. Mai, 08.03 Uhr: Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sieht im Thema Pflege "die Schicksalsfrage der Generationen". Im Nürnberger Presseclub sagte Holetschek, die Pflege sei an ihre Grenzen gekommen: "Die Menschen sind ausgebrannt." Nicht nur die Bezahlung von Pflegebeschäftigten, sondern auch Arbeitsbedingungen müssten sich verändern. Sie sollten planbarer sein, beispielsweise mit Hilfe von Springer-Pools.

Für die Pflege müsse man jetzt "eine Revolution anzetteln", sagte der Minister. Er forderte eine Pflegereform des Bundes noch vor der Bundestagswahl im kommenden Herbst. Für sie benötige man einen Steuerzuschuss von fünf bis sechs Milliarden Euro. "Hier muss sich der Finanzminister noch bewegen", sagte Holetschek an die Adresse von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).

Für den Freistaat setzt der Minister auf eine "Gute Pflege Bayern daheim". Er schlug Pflege-Budgets für den einzelnen Pflegebedürftigen vor, damit sich die Pflege besser an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten könne. Holetschek kritisierte, dass neue Modelle, die Familie, Ehrenamt und Pflege zusammenbinden, nicht machbar seien, weil sich Pflege nach dem vorhandenen Abrechnungssystem richten müsse und nicht umgekehrt.

Weil sich die Menschen wünschten, zuhause alt zu werden, wolle er unter dem Motto "Pflege so nah" ambulante und stationäre Pflege in Bayern zusammenführen, erklärte Holetschek. Dazu gehöre, Pflegeheime zu öffnen, mit gemeinsamem Mittagstischen, Kurzzeit- und Tagespflege zu verbinden. Solche Strukturen müssten in den Regionen oder Kommunen organisiert werden.

"Corona-Jahrgang" mit so vielen FSJlern wie noch nie in Bayern

Freitag, 28. Mai, 09.38 Uhr: So viele Menschen wie jetzt haben in Bayern noch nie am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) teilgenommen. 4.262 junge Menschen seien es im aktuellen Jahrgang 2020/2021, teilte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Donnerstag mit. Auch für den kommenden Jahrgang sei die Nachfrage nach einem FSJ konstant hoch. Dennoch gebe es immer noch freie Plätze für das kommende FSJ-Jahr - etwa in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, Behinderte oder Pflegebedürftige sowie im Sport, der Kultur oder der Denkmalpflege.

Gerade jetzt in Zeiten von Corona sei ein FSJ gut geeignet, jungen Menschen in dieser Lebensphase jede Menge Optimismus, Tatkraft und Kreativität zu verleihen, sagte Trautner weiter. Viele Schulabgänger und junge Menschen bis 27 Jahre nutzten jedes Jahr die Zeit, um sich in der praktischen Arbeit zu erproben, sich zu orientieren, Erfahrungen zu sammeln und sich mit anderen auszutauschen. Infos über Einsatzmöglichkeiten und Träger gibt es auf dieser Website.

Ob die Auswirkungen der Corona-Pandemie für das aktuell hohe Interesse verantwortlich ist, bleibt in der Pressemitteilung indes unklar: Fakt ist aber, dass junge Menschen nach ihrem Schulabschluss 2020 wegen der Corona-Beschränkungen seltener ins Ausland gingen - etwa für einen Freiwilligendienst oder für eine Weltreise.

Corona-Lockerungen in Bayern jetzt einen Tag früher möglich

Donnerstag, 27. Mai, 08.32 Uhr: Regionale Lockerungen der Corona-Beschränkungen können in Bayern jetzt einen Tag früher umgesetzt werden als bisher. Wenn die Infektionslage stabil ist, kann die Kreisverwaltungsbehörde gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium Öffnungsschritte bereits für den 7. Tag nach Beginn einer fünftägigen Phase rückläufiger oder stabiler Inzidenz beschließen, teilte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München mit. Bisher galt dies für den 8. Tag.

"Öffnungen bereits ab Tag 7 sind ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Normalität", sagte Holetschek. Es habe sich gezeigt, dass dieser Zeitraum ausreichend sei, damit vor Ort entsprechende Vorbereitungen für die Öffnungsschritte getroffen werden können.

Voraussetzung für die Öffnungen bleibt, dass über fünf Tage in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz von 100 bzw. 50 nicht überschritten wird. An diesem Mittwoch (26. Mai) ist die 7-Tage-Inzidenz in Bayern erstmals seit Oktober 2020 wieder unter den Wert von 50 gesunken: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts betrug sie 45,9 (Vortag: 56,6).

24 mal Live-Musik während Corona

Mittwoch, 26. Mai, 10.23 Uhr: An 24 Sonn- und Feiertagen haben freiberufliche Musikerinnen und Musiker Gottesdienste in der Philippuskirche in Rummelsberg (Gemeinde Schwarzenbruck im Nürnberger Land) musikalisch gestaltet. Der Kantor der Gemeinde, Thomas Greif, hat am Dienstag eine Bilanz der "Corona-Musiken" im vergangenen halben Jahr gezogen. Mit der Aktion habe man ein Zeichen der Solidarität gegenüber Freiberuflern setzen wollte, von denen einige das ganze Jahr mit der Kirchengemeinde zusammenarbeiteten. Den Schlusspunkt der "Corona"-Musiken werde am Sonntag (30. Mai) der Schlagzeuger Daniel Piccon setzen, der gemeinsam mit Organist Greif Jazz-Bearbeitungen über Kirchenlieder musiziert.

Gut 3.000 Euro stellte die Gemeinde für die Reihe zur Verfügung und engagierte davon jeden Sonntag einen anderen musikalischen Gast. An den Sonn- und Feiertagen zwischen Januar und Mai waren in der Philippuskirche Harfen-, Akkordeon-, Horn- oder Gitarrenklänge, Orgelmusik oder Sologesang zu hören. Die Gottesdienste blieben mit Abstand, Masken und Desinfektion reglementiert.

Zu Beginn des zweiten Lockdowns im November mussten Theater und Konzerträume schließen, in den Kirchen aber durfte weiter Gottesdienst gefeiert werden. "Wir hatten auf einmal die nie dagewesene Situation, dass Live-Musik nur noch im gottesdienstlichen Rahmen erlaubt war," erinnert sich Greif. Man habe seinerzeit durchaus erste Stimmen einer Neiddebatte vernehmen können: Warum Kirchen dürften, was Kulturbetrieben verwehrt blieb.

Windsbacher machen aus Jubiläumsjahr eine Jubiläumssaison

Montag, 24. Mai, 19.54 Uhr: Der weltbekannte Windsbacher Knabenchor wird sein 75-jähriges Bestehen wegen der fortdauernden Corona-Pandemie anders feiern als bislang geplant. Aus dem vorgesehenen Programm fürs Jubiläumsjahr 2021 werde eine Jubiläumssaison von Juni 2021 bis Juli 2022, teilte der Chor am Mittwoch im mittelfränkischen Windsbach mit. Der neue Zeitplan nehme Bezug auf die Geschichte des Ensembles, das 1946 von Hans Thamm als Chor des Pfarrwaisenhauses gegründet worden war.

Ihr neu terminierte Jubiläumssaison beginnen die Windsbacher am 29. Juni mit einer Einladung der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (ION), die dieses Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert. Nach den Pfingstferien wollen die Windsbacher wieder in Präsenz proben, sofern es die Corona-Vorschriften zulassen, sagte Chorleiter Martin Lehmann. Sollten es die örtlichen Vorgaben zulassen, will der Chor am 3. Juli im Nürnberger Serenadenhof mit Ensembles ehemaliger Windsbacher ein Konzert geben.

Am 4. Juli wollen die Windsbacher dann mit einer Chorandacht in Wassermungenau an das erste offizielle Konzert im Gründungsjahr 1946 erinnern. Damals wanderten die Sänger mit Chorleiter Hans Thamm zu den Auftritten in die nähere Umgebung - in Erinnerung daran werden die Chorsänger nach der Andacht die rund sechs Kilometer von Wassermungenau nach Windsbach zurück laufen. Weitere Auftritte des Chors folgen am 9. Juli in Weißenburg sowie am 11. Juli in Straupitz in Brandenburg.

Weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr seien drei Konzerte im Rahmen der Ansbacher Bachwoche (7. und 8. August) sowie die 519 Lorenzer Motette am 24. September, die der Chor am 100. Geburtstag seines Gründers Hans Thamm gestalten wird. Das wegen der Corona-Pandemie auf den 18. Juni 2022 verlegte Knabenchor-Festival in Nürnberg bilde "den krönenden Abschluss der Jubiläumssaison", hieß es weiter.

Zugspitzbahn ist wieder geöffnet

Sonntag, 23. Mai 2021, 19:36 Uhr: Der höchste Punkt Deutschlands, die Zugspitze, ist wieder per Seilbahn zu erreichen. "Die Corona-Pandemie hat uns lange in einem sehr engen Griff gehalten", sagte die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Zusammen mit der Ersten Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch, eröffnete sie den Seilbahnbetrieb nach der coronabedingten siebenmonatigen Zwangspause mit einer gemeinsamen Fahrt zu Deutschlands höchstem Gipfel auf 2.962 Meter.

Mit den Seilbahnen können wegen der aktuell stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 auch die Ausflugsbusse und die Seenschifffahrt wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dennoch müssten weiter Hygieneregeln wie Tests, Abstandhalten und Maskentragen eingehalten werden, mahnte Schreyer. "Corona ist noch nicht vorbei." Dass die touristischen Verkehre rechtzeitig zu den Pfingstferien wieder öffnen könnten, sei ein großer Schritt in Richtung zu mehr Normalität.

Elisabeth Koch, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Zugspitzbahn ist, zeigte sich erleichtert. "'Top of Germany' ist endlich wieder in Betrieb und eine unserer Top-Destinationen für unsere Einheimischen und Gäste wieder erreichbar." Die lange Schließung sei eine Katastrophe für alle Bergbahnen gewesen.

Zahl der Verkehrstoten steigt wieder

Samstag, 22. Mai, 07.18 Uhr: Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie gibt es immer noch deutlich weniger Verkehrsunfälle als üblich. Die Zahlen nehmen aber wieder zu, wie aus einer Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik in Fürth hervorgeht. Im März hätten sich knapp 26.000 Unfälle auf bayerischen Straßen ereignet - 8,1 Prozent mehr als im März 2020, als der erste Lockdown verhängt worden war.

Im März 2020 waren die Zahlen während der ersten Corona-Welle massiv zurückgegangen, um knapp 28 Prozent im Vergleich zum März 2019. Die jetzigen März-Zahlen liegen aber immer noch um 22 Prozent niedriger. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Im März 2019 wurden mehr als 33.000 Unfälle registriert, im März 2020 knapp 24.000 und im März 2021 knapp 26.000.

Um wie viel weniger Verkehrsunfälle in Bayern in Corona-Zeiten geworden sind, zeigt auch der Blick auf den Zeitraum Januar bis März 2021: Knapp 71.500 Unfälle registrierte die Polizei - 14,7 Prozent weniger als im Zeitraum Januar bis März 2020, als die Corona-Pandemie noch keine so große Rolle spielte. Die Zahl der verunglückten Personen sank um 23,8 Prozent auf 8.658.

Mehr Erstimpfungen in Bayern laut Holetschek in drei Wochen wieder möglich

Donnerstag, 20. Mai 2021, 09.44 Uhr: In den bayerischen Impfzentren sollen laut Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) in rund drei Wochen auch wieder Corona-Erstimpfungen möglich sein. Voraussetzung sei eine ausreichende Versorgung mit Impfstoff, sagte Holetschek am Mittwoch in München. Bis dahin konzentrierten sich die Impfzentren auf Zweitimpfungen, während die Haus- und Fachärzte weiterhin auch Erstimpfungen durchführten. Allerdings würden auch in den Praxen künftig verstärkt Zweitimpfungen verabreicht werden.

Die Zweitimpfungen seien wichtig für den Kampf gegen die Pandemie, da nur sie den vollen Immunschutz böten, betonte Holetschek. Inzwischen seien rund 40 Prozent der Menschen im Freistaat erstgeimpft und rund 11 Prozent zweitgeimpft.

Ein Grund für die vielen anstehenden Zweitimpfungen sei, dass die Impfzentren im April fast nur Erstimpfungen durchgeführt haben, erklärte Holetschek. Damals hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) den Abstand zwischen der ersten und zweiten Dosis beim Biontech/Pfizer-Vakzin von drei auf sechs Wochen verlängert. Darum wurde er fast ausschließlich für Erstimpfungen verwendet, die nun alle zur Zweitimpfung anstehen. Zugleich seien die Impfstofflieferungen in dieser Zeit nicht viel größer geworden.

Eine weitere Ursache ist laut dem Minister die veränderte Empfehlung bei Astrazeneca. Seit Anfang April sollen laut Stiko alle Unter-60-Jährigen, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, als zweite Dosis einen mRNA-Impfstoff von Moderna oder Biontech erhalten - auch diese Personengruppe sei nun an der Reihe.

Wie alle anderen Bundesländer habe auch Bayern darauf gesetzt, eine hohe Impfrate bei Erstimpfungen zu erreichen, um möglichst viele Menschen schon mit einer Erstimpfung vor einem schweren Covid-19-Verlauf zu schützen. Diesem Vormarsch folge nun "in festem zeitlichen Abstand ein hohes Tempo an Zweitimpfungen", sagte Holetschek. Das Abschließen von Impfserien habe Priorität, "um vielen Menschen in Bayern den vollen Impfschutz bieten zu können".

Münchens OB kritisiert angekündigten Wegfall der Impfpriorisierung

14:09 Uhr: Den geplanten bundesweiten Wegfall der Corona-Impfpriorisierung hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kritisiert. Eine Impffreigabe in Arztpraxen und Impfzentren, wie sie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab 7. Juni angekündigt hat, sei "wieder einmal der dritte Schritt vor dem ersten", bemängelte Reiter am Dienstag in München. Denn zugleich habe das bayerische Gesundheitsministerium die Stadt informiert, dass ihr Impfzentrum in den kommenden Wochen kaum noch Erstimpfungen durchführen könne, damit genug Impfstoff für die Zweitimpfungen zur Verfügung stehe.

"Das ist nicht die Strategie, die ich mir vorstelle, und erfüllt auch nicht das, was uns Kommunen von Monat zu Monat immer wieder aufs Neue zugesagt wurde", kritisierte Reiter. Stetig würden Städte und Landkreise vertröstet, dass es bald ausreichend Impfstoff geben werde. Dabei operiere das Impfzentrum auf Sparflamme; im Krisenstab höre er jede Woche, dass ungewiss sei, mit wieviel Impfstoff verlässlich zu rechnen sei.

Allein in München könnten laut Reiter täglich rund 20.000 Impfungen durchgeführt werden. "Natürlich wäre es hilfreich, alle Priorisierungen aufzuheben", sagte Reiter. "Aber leider sind wir davon weit entfernt."

Spahns Ankündigung werde für Enttäuschungen sorgen, so Reiter: "Denn während vom Wegfall der Priorisierung die Rede ist und von Erleichterungen und Reisemöglichkeiten für Geimpfte, sollte allen klar sein, dass die Mehrheit der Bundesdeutschen noch immer auf ein erstes Impfangebot wartet."

In Bayern dürfen Praxisärzte ab diesem Donnerstag (20.5.) alle Bürger unabhängig von ihrer Risikogruppe impfen. In den Impfzentren hingegen soll die Priorisierung vorerst bestehen bleiben, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag ankündigte.

Corona-Pandemie macht Bayern zu Krebs-Vorsorge-Muffeln

Mittwoch, 19. Mai 2021, 8:46 Uhr: Die Krankenkasse DAK hat seit Beginn der Corona-Pandemie einen deutlichen Rückgang an Krebs-Vorsorgeuntersuchungen in Bayern registriert. Nach einer Analyse der ambulanten Abrechnungsdaten von Januar bis September 2020 seien teils deutliche Rückgänge zu erkennen gewesen, teilte die DAK am Montag in München mit. Besonders deutlich sei das Minus mit 27 Prozent bei Hautkrebs-Untersuchungen gewesen, aber auch Mammographie-Screenings zur Brustkrebs-Früherkennung seien im Corona-Jahr 2020 um 16 Prozent zurückgegangen.

Die bayerische DAK-Chefin Sophie Schwab bezeichnete diese Entwicklung als alarmierend. Vorsorgeuntersuchungen seien schließlich "sehr wichtig, um ernsthafte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und Heilungschancen zu erhöhen". Deshalb müsse man gerade in Pandemie-Zeiten für die Krebs-Screenings werben, die "in den Praxen sicher durchgeführt werden". Vor allem in der ersten Zeit der Pandemie ab Mitte März 2020 sanken die Untersuchungszahlen: Im zweiten Quartal 2020 habe es im Vergleich zu April bis Juni 2019 rund 30 Prozent weniger Screenings gegeben.

Im dritten Quartal des vergangenen Jahres habe es zwar Nachholeffekte gegeben, insbesondere bei den Mammographie-Screenings - auf Jahressicht blieb die Zahl der Screenings aber deutlich geringer als jeweils zwölf Monate zuvor.

Öffnungen von Schulen und Kitas nach den Pfingstferien möglich

17.05 Uhr: Die bayerischen Schulen und Kitas dürfen nach den Pfingstferien auf weitgehende Öffnungen hoffen. In Kommunen unter einem Corona-Inzidenzwert von 50 finde ab 7. Juni kompletter Präsenzunterricht statt, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an. In den Kitas gebe es dann normalen Regelbetrieb mit Testangeboten.

Für die Schulen bleibt die bisherige Regelung bestehen: In Regionen über einer Inzidenz von 165 findet Distanzunterricht, zwischen 50 und 165 Wechselunterricht mit Test- und Maskenpflicht statt. Tests und Masken bleiben an weiterführenden Schulen auch beim Präsenzunterricht ab einer Inzidenz unter 50 verpflichtend - laut Söder wegen der höheren Inzidenz unter den Jüngeren, zudem solle dadurch "die Stabilität der Schule" gewährleistet werden.

Kitas müssen jedem Kind dann zweimal pro Woche einen Test anbieten, den die Eltern freiwillig zuhause durchführen können. Dafür will die Staatsregierung zunächst zehn Millionen Tests zur Verfügung stellen. Für die Kita-Öffnung gilt ebenfalls die bisherige Regelung weiter mit den Inzidenzstufen unter 50 (Regelbetrieb), 50 bis 165 (eingeschränkter Regelbetrieb in Kleingruppen) und über 165 (Notbetreuung).

In Kommunen unter einer Inzidenz von 100 darf in Bayern ab diesem Freitag (21.5.) der Tourismus anrollen, zudem öffnen Freibäder und Fitnessstudios mit Testpflicht. Kultur- und Sportveranstaltungen dürfen ab Freitag auch draußen mit bis zu 250 Zuschauern stattfinden. Das Kabinett hat das staatliche Kultur-Hilfsprogramm bis Ende des Jahres verlängert. Hinzu kommt ein zehn Millionen Euro schweres Programm "Kultursommer", bei dem auch staatliche Flächen für Kulturveranstaltungen zur Verfügung stehen sollen.

SPD kritisiert erneut mangelnde Mehrsprachigkeit des Impfportals

Dienstag, 18. Mai 2021, 08.48 Uhr: Die bayerische SPD-Landtagsfraktion kritisiert die Staatsregierung scharf für die fehlende Mehrsprachigkeit des Corona-Impfportals. SPD-Abgeordneter Arif Tasdelen sagte einer Mitteilung vom Montag zufolge, er sei "fassungslos" über eine Antwort der Staatsregierung auf eine parlamentarische Anfrage seiner Fraktion. Demnach sei der Programmieraufwand für ein Portal mit mehreren Sprachen zu hoch. "Wenn wir auch nur ein einzelnes Menschenleben dadurch retten, kann ein Kostenaufwand nicht zu groß sein", hielt Tasdelen dem Gesundheitsministerium entgegen.

Menschen mit Migrationserfahrung arbeiteten häufiger in Berufen mit höherem Infektionsrisiko, sie lebten häufiger in dicht besiedelten Stadtteilen mit weniger Freizeit- und Erholungsflächen. "Das sind alles soziale Faktoren, die das Risiko einer Covid-19-Infektion erhöhen", sagte Tasdelen. Daher müsse es Ziel der Politik sein, diesen Menschen bestmöglichen Schutz zu bieten. "Und das heißt: Gezielte Ansprache, klare und mehrsprachige Informationen, Impfangebote vor Ort." Dass das Ministerium auf impfende Hausärzte verweise, sei ungeheuerlich. Diese hätten "bei weitem nicht genug Impfstoff".

Tasdelen sagte, Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe noch im Oktober 2020 verkündet, die Regierung habe die Aufgabe, jedes Leben zu schützen und zu retten, wenn es geht: "Jetzt erwarte ich, dass dieses Versprechen endlich auch die Maxime in der Corona-Politik der Staatsregierung wird."

Pandemie hinterlässt Spuren in Gesellschaft

Sonntag, 16. Mai 2021, 08.25 Uhr: Der Erlanger Medizinhistoriker Karl-Heinz Leven befürchtet große Risiken für die Gesellschaft durch die Corona-Pandemie. Im Interview mit MDR Thüringen kritisierte der Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen-Nürnberg, das soziale Gebot der Stunde sei, "Fürchte deinen Nächsten!". Das hinterlasse in der Gesellschaft Spuren. Im Umgang der Politik und der Gesellschaft mit der Pandemie sehe er viele Parallelen zum Umgang mit Seuchen seit dem späten Mittelalter, sagte der Forscher.

Wie bei früheren Seuchen werde Corona als eine Art Herrschaftsinstrument genutzt. Politische Maßnahmen seien verknüpft mit anderen Interessen als der eigentlichen Krankheitsbekämpfung. Im sozialen Miteinander würden "das Denunziationswesen und andere unschöne Dinge" emporwachsen, sagte Leven, dessen Forschungsschwerpunkt unter anderem die Seuchengeschichte ist. Er denke dabei an Impfneid oder Impfdrängler.

Er verwies zudem auf Forschungen, wonach besonders sozial schwächer gestellte Menschen unter den Folgen von Corona leiden. Die Ausgrenzung solcher besonders betroffenen Gruppen von Menschen werde die Gesellschaft noch länger beschäftigen, sagte Leven.

Positiv sei, dass es gelungen ist, innerhalb weniger Monate den Corona-Erreger zu identifizieren, mehrere Impfstoffe zu entwickeln und zu produzieren. Das sei ein "fantastischer Erfolg der Medizin und auch der Pharmaindustrie" und eine direkte Folge von Lernprozessen seit Jahrhunderten, sagte der Wissenschaftler.

Besuche in Seniorenheimen werden unkomplizierter

Samstag, 15. Mai 2021, 08.33 Uhr: Wer vollständig geimpft ist oder COVID-19 überstanden hat, braucht für einen Besuch in einem Seniorenheim in Bayern nun keinen negativen Coronatest mehr. Auch die Beschäftigten brauchen keinen Test mehr, hat der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag erklärt. Er appellierte an die Alten- und Pflegeheime, diese Möglichkeit auch zu nutzen. Sie seien ein Schritt in Richtung Normalität für Bewohner, Beschäftigte und Besucher. Die Erleichterung komme vor allem auch älteren Menschen zugute, die bereits abschließend geimpft seien und regelmäßig ihre Partner in einer Einrichtung besuchten. Die Regeln gelten auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten und teilstationären Pflegeeinrichtungen, die bereits vollständig geimpft oder genesen sind, hieß es.

Nun reicht die Vorlage des Impfnachweises, wenn Besucherinnen und Besucher in Seniorenheimen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vor mehr als 14 Tagen die abschließende Impfung gegen das Virus erhalten haben. Die Befreiung von der Testnachweispflicht gelte auch für Menschen, die von Corona genesen sind. Sie müssen nachweisen, dass sie mindestens vor 28 Tagen, höchstens aber vor sechs Monaten positiv auf das Coronavirus per PCR-Test getestet wurden, hieß es. Auch Menschen, bei denen die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 länger als sechs Monate zurückliegt und die eine einzelne Impfdosis gegen COVID-19 erhalten haben, werden vollständig Geimpften gleichgestellt.

Bayern will Coronatests in Baumärkten und Drogerien

Freitag, 14. Mai 2021, 08.47 Uhr: Baumärkte und Drogerien sollen nach dem Willen von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) Corona-Schnelltests durchführen. Damit würden die Bürgertestungen massiv ausgeweitet, heißt es in einer am Donnerstag in München verbreiteten Mitteilung des Ministeriums. Die Tests müssten allerdings von geschultem Personal vorgenommen werden.
 
Die Kosten für die Teststationen trage der Bund, hieß es weiter. "Niemand soll lange suchen müssen, wenn er einen Schnelltest mit Nachweis braucht, um etwa seinen Alltagsgeschäften nachgehen zu können", betonte der Minister. Holetschek wies zudem darauf hin, dass mittlerweile 1.150 Apotheken im Freistaat kostenlos testeten.

Geplante Impfstoff-Freigabe stößt auf Kritik

Donnerstag, 13. Mai 2021, 17.10 Uhr: Die geplante Freigabe der Corona-Impfstoffe in Bayerns Arztpraxen stößt auf ein geteiltes Echo. Die Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands, Petra Reis-Berkowic, begrüßte die angekündigte Aufhebung der Impfpriorisierung ab kommender Woche. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie hingegen warnte davor, weil dies eine Gefahr für viele Menschen aus Risikogruppen darstelle. Die SPD-Landtagsfraktion kritisierte den Vorstoß als "verantwortungslos".

"Wir begrüßen die Freigabe", sagte Reis-Berkowic dem BR-Radiosender Bayern 2. Die Ärztin, die im oberfränkischen Gefrees eine Praxis besitzt, erwartet, dass sich nun das Impftempo beschleunige. Voraussetzung müsse aber sein, dass es genügend Impfstoffe gebe: "Das haben wir nach wie vor nicht", sagte sie. "Wir bestellen nach Höchstmengen, bekommen dann aber am Donnerstag mitgeteilt, dass aber nur zwei Drittel oder die Hälfte geliefert wird." Dann beginne das "Impfchaos".

Der Impfarzt müsse weiter das Heft in der Hand haben, forderte Reis-Berkowic. So habe es Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch mitgeteilt. "Das müsste dann auch bitte von der Bevölkerung, den Patienten so akzeptiert werden", sagte sie. Forderungen nach einer sofortigen Impfung könne und dürfe es nicht geben: "Wir bestellen ein nach unserer internen Priorisierung." Die Praxen seien seit März extrem gefordert: "Wir gehen so langsam auf dem Zahnfleisch."

Söder hatte am Mittwoch nach der CSU-Fraktionsklausur im Landtag angekündigt, dass Bayerns Hausärzte ab einem Zeitpunkt "im Laufe der nächsten Woche" alle zugelassenen Corona-Impfstoffe unabhängig von der Priorisierung der Patienten verabreichen dürften. In den Impfzentren hingegen solle es beim bisherigen Verfahren mit fester Impfreihenfolge bleiben.

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (Sitz: Marburg) warnte, die rasche Aufhebung der Impfpriorisierung sei eine Gefahr für viele Menschen aus Risikogruppen. "Wenn wir jetzt zu schnell freigeben, schützen wir nicht gut und früh genug die Menschen, die den Schutz am nötigsten haben", sagte der Generalsekretär Carsten Watzl der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochausgabe).

Es gebe noch sehr viele nicht geimpfte Menschen in der Prioritätsgruppe drei, darunter viele mit Vorerkrankungen. "Diese Risikogruppen und Menschen im Alter zwischen 60 und 70 Jahren haben schon sehr lange gewartet, bis sie endlich drankommen", betonte Watzl. Er sprach sich zudem dafür aus, den Fokus auf Erstimpfungen zu legen. Die Impfungen trügen derzeit zum Sinken der Inzidenzwerte noch kaum bei, das meiste werde durch die Lockdown-Maßnahmen erreicht, zusätzlich werde bald der saisonale Effekt stärker sein.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Waldmann kritisierte die vorzeitige Aufhebung. Es gebe "keinen Grund für einen Sonderweg", da Bayern längst nicht Spitze bei der Durchimpfung sei, sagte sie. Die völlige Freigabe, während noch nicht alle Risikogruppen erstgeimpft sind, sei "verantwortungslos".

Die Staatsregierung müsse vielmehr die hohen Inzidenzzahlen bei den jungen Menschen in den Griff bekommen, forderte Waldmann. Es brauche eine Sonderimpfaktion ab 16 Jahren und eine Priorisierung der Lehrkräfte innerhalb der Gruppe drei. Das hohe Risiko bei den Jugendlichen gefährde alle anderen auch.

Studie bestätigt: Nahverkehr erhöht Corona-Infektionsrisiko nicht

Mittwoch, 12. Mai 2021, 11.30 Uhr: Die regelmäßige Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs erhöht das Risiko einer Corona-Infektion nach Angaben der bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) nicht.

Schreyer verweist laut einer Mitteilung vom Montag auf eine Studie der Berliner Charité Research Organisation (CRO), die ab Februar 2021 fünf Wochen lang 681 Nutzer im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes untersucht hat. Die freiwilligen Teilnehmer seien zwischen 16 und 65 Jahren alt gewesen, das Ergebnis sei eindeutig: Die Ansteckungsrate im Nahverkehr sei nicht höher als bei den Nutzern von individuellen Verkehrsmitteln wie Autor, Motorrad oder Fahrrad. Sie freue sich sehr über diese "belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse". Die Fahrgäste des ÖPNV könnten sich darauf verlassen, "dass wir alles für ihre Sicherheit tun", sagte Schreyer weiter. 

Kleiner Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich wieder möglich

16.48 Uhr: Bayern und Österreich wollen ihre Corona-Regeln weiter lockern und den kleinen Grenzverkehr ab diesem Mittwoch (12. Mai) wieder zulassen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Dienstag nach einer Besprechung mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Einkäufe sowie Besuche von Freunden und Verwandten seien dann wieder möglich. Über Pfingsten soll es auch wieder möglich sein, die touristischen Angebote im Nachbarland nutzen.

Kanzler Kurz sagte, Bayern und Deutschland seien Österreichs wichtigster Partner und Nachbar. Alleine in Bayern lebten rund 100.000 Österreicher, im Grenzgebiet gebe es eine "unglaubliche Verwobenheit", die Grenze spiele faktisch keine Rolle mehr. Das Jahr der Pandemie mit all ihren Einschränkungen sei daher gerade in der Grenzregion ein Forderndes gewesen. Österreich werde zum 19. Mai "breitflächig" die Bereiche Tourismus, Kultur, Sport und Freizeit wieder öffnen, sagte Kurz.

Die südlichen Nachbarn setzen dabei auf "die 3-G-Strategie", sagte Kurz: geimpft, genesen, getestet. Jeder, der aus einem Nicht-Risikogebiet komme, könne sich ab dem 19. Mai wieder frei in Österreich bewegen, die bislang geltenden Quarantäne-Bestimmungen würden abgeschafft. Gleichwohl sollen weiterhin Sicherheitsmaßnahmen wie Abstandhalten gelten, sagte Kurz. Söder hingegen betonte, Bayern setze aktuell "auf 2-G", denn getestet sei nicht das gleiche wie geimpft oder genesen.

Der österreichische Regierungschef sagte, er sei sicher, dass es irgendwann Corona-Mutationen geben werde, gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht mehr ausreichend schützten. Die Vakzine müssten dann weiterentwickelt und die Bevölkerung nachgeimpft werden. Dennoch sei es wichtig, "jetzt zu öffnen" und die Einschränkungen zurückzufahren.

Chorproben ab 21. Mai wieder möglich

Dienstag, 11. Mai 2021, 11.30 Uhr: Bayern lockert vorsichtig weiter: Seit dieser Woche gelten im Freistaat diverse Öffnungsmöglichkeiten, etwa für Schulen und Biergärten. Zu Pfingsten kann bei stabiler Inzidenz unter 100 auch Urlaub in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen stattfinden, wie der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU), am Montag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München sagte. Auch Seilbahnen, Ausflugsschiffe und die Außenbereiche medizinischer Thermen dürften dann wieder öffnen.

Ab 21. Mai sollen bei einer Inzidenz unter 100 außerdem Proben von Laien- und Amateurensembles wieder möglich sein. Für Innenräume gelte das für 10er-Ensembles, im Freien für Gruppen bis zu 20 Musikern. Ab diesem Termin könnten auch Konzerte und Kultur im Freien wieder starten. Voraussetzungen für Nicht-Geimpfte und Genesene seien in allen Fällen negative Tests und entsprechende Hygienekonzepte.

Freibäder, Fitnessstudios und Innengastronomie bleiben vorerst geschlossen. Hier werde man die Entwicklung in den nächsten Tagen für weitere Entscheidungen genau beobachten, erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

"Wir sind auf einer Zielgeraden, aber wir können schlecht sagen, wie lang diese Zielgerade ist", sagte der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU). Es sei wichtig, das Erreichte nicht leichtfertig zu verspielen. Die Corona-Lage im Freistaat scheine sich über die vergangenen Wochen hinweg "leicht und stetig" zu entspannen. Aktuell beträgt die Inzidenz in Bayern 119,5. 

Holetschek: Bis Ende Mai 50 Prozent der Bayern erstgeimpft

Montag, 10. Mai 2021, 10.20 Uhr: Frühestens Ende Mai soll nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) etwa die Hälfte der Menschen im Freistaat erstgeimpft sein. Der Impfstoffmangel sei noch immer der Flaschenhals im System, sagte der Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). Aktuell hätten etwa 30 Prozent der Bayern ihre erste Corona-Impfung erhalten.

Für viele Impfwillige heißt es nach wie vor: warten. Aktuell stünde eine sehr hohe Zahl an Zweitimpfungen an, erklärte Holetschek. Entsprechend weniger Menschen könnten in dieser Zeit ihre erste Dosis bekommen.

Wenn jedoch endlich genügend Impfstoff vorhanden sei, könne überall geimpft werden - nicht nur in den Impfzentren oder bei den Hausärzten, "sondern auch bei Betriebsärzten, Fachärzten oder in Krankenhäusern. Das können wir jederzeit hochfahren." 

Corona: Landesbischof Bedford-Strohm will mehr Hilfe für Hinterbliebene

Sonntag, 9. Mai 2021, 18.06 Uhr: Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat sich dafür ausgesprochen, dass die Kirche einen Austausch zwischen Angehörigen von in der Corona-Pandemie Verstorbenen organisiert. Bei der zentralen Gedenkfeier im April habe er bemerkt, wie sehr es den dort anwesenden Angehörigen geholfen habe, das Leid zu teilen, sagte Bedford-Strohm bei der digitalen Tagung der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). "Warum organisieren wir nicht als Kirche ein Netz von Gruppen überall in Deutschland, wo diese Menschen zusammenkommen können?", fragte er.

Er denke an eine Art Selbsthilfegruppen, "wo man sich austauschen kann, wenn man diese Erfahrung gemacht hat". An manchen Stellen gebe es das bereits, das müsse aber viel systematischer sein, sagte der bayerische Landesbischof, der auch EKD-Ratsvorsitzender ist. "Gerade wir als Kirchen sollten da vorangehen", empfahl er den Gemeinden und Gliedkirchen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am 18. April eine zentrale staatliche Gedenkfeier für Hinterbliebene von in der Corona-Pandemie Verstorbenen ausgerichtet. Verbunden war damit auch ein ökumenischer Gottesdienst in Berlin, in dem Bedford-Strohm gemeinsam mit dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, predigte und auf die geladenen Angehörigen traf.

Sozialverbände senden wegen Corona Hilferuf aus

Samstag, 8. Mai 2021, 20.11 Uhr. Viele soziale Hilfsprojekte in Hessen sehen wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie ihre Arbeit bedroht. Zum einen hätten die notwendige Umstellung auf digitale Angebote, die Beschaffung von Schutzausrüstung sowie andere Investitionen und Personalkosten zum Teil deutlich höhere Ausgaben bewirkt, hieß es auf einer Pressekonferenz der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Wiesbaden. Zum anderen seien aber auch die Einnahmen stark gesunken, weil mit dem Lockdown viele Angebote und somit etwa Kursgebühren, gastronomische Angebote und Verkaufsmöglichkeiten weggefallen seien. Mehr als 102 soziale Einrichtungen hätten bei einer Befragung ein Minus von zusammen rund 15 Millionen Euro im vergangenen Jahr allein in Hessen gemeldet.

Das tatsächliche Defizit dürfte aber noch deutlich höher liegen, weil längst nicht alle der gut 600 sozialen Einrichtungen auf die Befragung durch das von der Liga beauftragte Institut für Wirtschaft für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Frankfurter Goethe-Universität geantwortet haben. Der stellvertretende Liga-Vorsitzende Nils Möller vom Deutschen Roten Kreuz richtete daher einen Hilferuf an die Politik, um die Arbeit für gerade von der Pandemie besonders betroffene sozial schwache Menschen auch künftig zu sichern. Besonders bei kleineren Einrichtungen griffen die finanziellen Angebote zur Krisenhilfe oft nicht oder nur bedingt. Das Land Hessen forderte er daher auf, einen Sonderfonds Soziales aufzulegen, um den Betroffenen gezielt zu helfen.

Unter den Folgen der Krise leiden den Angaben zufolge vor allem Angebote der Sucht- und Selbsthilfe, im Bereich Migration, Flucht und Asyl, bei den Rettungsdiensten, für Menschen in sozialen Notlagen, der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie, für Frauen, Mädchen und Familien sowie in der Kinder- und Jugendhilfe. Wie Christa Larsen vom IWAK berichtete, waren die coronabedingten Einnahmeausfälle bei den 102 sozialen Trägern aus Hessen, die sich äußerten, mit zusammen 11,4 Millionen Euro noch deutlich höher als die Mehrausgaben von 4,4 Millionen.

Die Sozialeinrichtungen hätten auf die Schnelle Onlineangebote schaffen, Laptops mit Kamera und sonstiges digitales Equipment kaufen, Mitarbeiter und auch Hilfesuchende darin schulen, Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel besorgen und coronabedingt ausfallende Ehrenamtliche ersetzen müssen. Insgesamt hätten die sozialen Träger der Einrichtungen mit gewaltigem Aufwand schnell und flexibel auf die Krise reagiert.

Im vergangenen Jahr hätten sie das Defizit meist noch mit vorhandenen Projektmitteln und Rücklagen finanzieren können, sagte Möller. Jetzt aber sei die Politik gefragt, zumal die Pandemie noch nicht vorüber sei und durch diese der Bedarf an sozialer Hilfe für Menschen in Not auch danach eher noch wachsen werde.

Corona: Priorisierung wird aufgehoben

Samstag, 8. Mai 2021, 08.09 Uhr: Bei Corona-Schutzimpfungen mit dem Mittel von Astrazeneca wird die Priorisierung aufgehoben. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einer entsprechenden Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern mit. Wer mit dem Mittel geimpft werde, liege nun im ärztlichen Ermessen. Zudem rechnet Spahn mit einer baldigen Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Spahn sagte, wenn nichts Unvorhergesehenes geschehe, könne die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) im nächsten Monat eine entsprechende Entscheidung treffen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hätten vereinbart, dass sich die Länder bereits jetzt an die Erarbeitung von Impfkonzepten für die Jüngeren machen, um jedem 12- bis 18-Jährigen bis Ende August ein Impfangebot machen zu können, sollte die Zulassung im Juni kommen. Das Mittel von Biontech ist derzeit für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

Für die Impfstoffe neben Astrazeneca gilt nach dem Beschluss weiterhin die Impfreihenfolge, nach der besonders gefährdete Gruppen zuerst immunisiert werden. Die Priorisierung soll insgesamt nach Aussage der Bundesregierung voraussichtlich im Juni aufgehoben werden. In den meisten Bundesländern wird derzeit schon die letzte Priorisierungsgruppe 3 geimpft.

Beim Impfstoff von Astrazeneca war nach seltenen Fällen von Hirnvenenthrombosen nach der Impfung die Impfempfehlung geändert worden. Das Mittel soll vor allem an über 60-Jährige verabreicht werden, weil die seltene Nebenwirkung vor allem bei Jüngeren und dabei vor allem Frauen aufgetreten war. Auch Jüngere können sich aber nach Rücksprache mit dem Arzt mit Astrazeneca impfen lassen. Einige Bundesländer hatten die Priorisierung für den Impfstoff bereits aufgegeben.

Holetschek fordert mehr Corona-Impfdosen für Landärzte

Freitag, 7. Mai, 08.15 Uhr: Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert mehr Flexibilität für die Arztpraxen bei der Versorgung mit Corona-Impfstoff. "Der Bund muss die Verteilung der Impfstoffe an Arztpraxen nachjustieren", mahnte Holetschek am Donnerstag laut Mitteilung. So müssten etwa die Praxen im ländlichen Raum, wo eine geringere Ärztedichte herrscht, entsprechend mehr Impfdosen bekommen. Ziel sei es, in allen Regionen Bayerns möglichst rasch möglichst vielen Menschen ein Impfangebot zu machen.

Holetschek hatte sich am Mittwochabend mit Vertretern der Bayerischen Impfallianz, die sich unter anderem aus Ärzten, Apothekern sowie Landkreis- und Städtetag zusammensetzt, getroffen. Dazu sagte Christian Bernreiter, Präsident des Bayerischen Landkreistags, dass eine gerechte Verteilung des Impfstoffes in Bayern klar definiertes und gemeinsames Ziel sei. Alle Teilnehmer fordern eine Anpassung der Zuteilungsquoten durch den Bund.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind seit Ostern rund eine Million Corona-Impfungen in den bayerischen Arztpraxen verabreicht worden, rund vier Millionen seit Weihnachten in den Impfzentren im Freistaat. 

Corona bringt Chormusik längere Zeit aus dem Takt

Donnerstag, 6. Mai, 08.57 Uhr: Die Pandemie hat für die Chormusik im deutschsprachigen Raum massive negative Folgen. Zu dem Schluss kommt eine Untersuchung unter Leitung der Eichstätter Professorin für Musikwissenschaften, Katrin Schlemmer, teilte die Universität Eichstätt mit. Von der Pandemie werde sich das Chorleben lange nicht erholen, befürchtete das Forschungsteam. Fast 60 Prozent aller befragten Ensembles erwarteten, dass sie auch in der Zeit nach der Pandemie nicht mehr in früherer Besetzungsstärke weiterarbeiten werden. 15 Prozent befürchteten sogar einen deutlichen Rückgang des Interesses von Sängerinnen und Sängern durch die lange Zwangspause. An der Umfrage hätten 4.300 Chöre in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen, hieß es.

Besondere Sorge bereiten Schlemmer die Nachwuchschöre. Nachwuchschöre seien ohnehin schon einer größeren Fluktuation als Chöre mit erwachsenen Mitgliedern ausgesetzt. "Sie sind gegenüber Unterbrechungen besonders anfällig", so Schlemmer. Von den über 580 befragten Kinder- und Jugendchören ist fast jeder achte nicht mehr existent.

Trotz kreativer Ideen wie digitaler Proben, Singen im Freien oder in größeren Räumen, werde nur ein kleiner Teil der Ensembles erreicht, stellt die Studie fest. Gleichzeitig seien die Proben mit einem enormen Aufwand verbunden. Die Auswertung ergab auch, dass die Chöre wegen der stark reduzierten Proben und Auftritte mit nachlassender Qualität rechnen. Lediglich im Bereich Zusammenhalt sehen die Chöre noch positive Aspekte.

Die finanzielle Situation beurteilt jeder dritte Chor als eher oder sehr unsicher, da unter anderem Konzerterlöse fehlen. Viele Chöre würden voraussichtlich ihre oft freiberuflichen Leiterinnen und Leiter nicht mehr finanzieren können.

Die teilnehmenden Chöre wünschen sich daher Hilfe bei der Finanzierung von Schnelltests oder Unterstützung bei den Honoraren für die Dirigentinnen und Dirigenten, Zuschüsse für Notenmaterial oder eine Ausfallversicherung bei Konzerten, hat die Umfrage ergeben.

BJR fordert Angebote der Jugendarbeit unabhängig von Inzidenzwerten

Mittwoch, 5. Mai, 16.41 Uhr: Der Bayerische Jugendring (BJR) fordert Angebote für Kinder und Jugendliche auch unabhängig von den Inzidenzwerten. Denn Jugendliche und Kinder müssten jetzt wieder ins Leben zurückgeholt werden, sagte BJR-Präsident Matthias Fack am Montag laut einer Pressemitteilung. Dafür müssten Angebote der Jugendarbeit inzidenzunabhängig in Präsenz möglich sein.

Wie ein Fachtag des BJR zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen deutlich gemacht habe, seien die strengen Kontaktbeschränkungen mit geschlossenen Schulen, Sportvereinen und Jugendtreffs eine enorme psychische Belastung. Denn für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sei der lebendige Umgang mit anderen Gleichaltrigen von großer Bedeutung, sagte bei dem Fachtag Christian Rexroth, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dabei sei neben Familie und Schule die Jugendarbeit für viele Kinder und Jugendliche ein "wichtiger Entwicklungsraum".

Bayerisches Kabinett beschließt Lockerungen der Corona-Beschränkungen

Dienstag, 4. Mai 2021, 13.59 Uhr: Bei stabilen Inzidenzen unter 100 dürfen im Freistaat ab kommenden Montag (10. Mai) Außengastronomie, Theater und Kinos wieder öffnen. Außerdem müssen alle Jahrgänge der Grundschulen sowie die 5. und 6. Klasse der Förderschulen analog zur Bundesregelung ab Montag auch in Bayern erst ab einer Inzidenz von 165 von zu Hause lernen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. Damit kämen viele Schüler noch vor den Pfingstferien wieder in den Genuss von Präsenzunterricht.

Für weiterführende Schulen gilt bis zum Ende der Pfingstferien der niedrigere Wert von 100 als Grenze. Nach den Pfingstferien soll dann auch dort die 165 entscheidend sein, sagte Söder. Immer mehr Impfungen und Tests gäben die Möglichkeit zu mehr kontrollierten Öffnungen. Dabei gelte "vorsichtiger Optimismus, aber kein Übermut". Die Basis der neuen bayerischen Infektionsschutzverordnung, die ab Montag (10. Mai) vier Wochen bis zum Ende der Pfingstferien (6. Juni) gelten soll, sei das Bundesgesetz samt Notbremse.

Bei einer "stabilen und sinkenden Inzidenz" können in kreisfreie Städten und Landkreisen unter 100 ab kommender Woche in Bayern Öffnungen stattfinden. Das gelte etwa für Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser, Kinos und Sport - jeweils bis 22 Uhr, mit Test, Termin und Maske.

Beim Thema Urlaub machte Söder mit Blick auf die bevorstehenden Pfingstferien ebenfalls Hoffnung. Wo die Inzidenz unter 100 sei, könnten Ferien möglich werden. So sollen ab 21. Mai Hotels, Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplätze geöffnet werden können. Ein genaues Konzept soll kommende Woche folgen.

Bereits ab Donnerstag (6. Mai) würden in Bayern zweimal Geimpfte und Genesene zudem negativ getesteten Personen gleichgestellt. Die vom Bund angedachten Erleichterungen insbesondere im Bereich der Zusammenkünfte, der allgemeinen Kontaktbeschränkung, der Ausgangssperre, der Quarantänepflichten und des Sports würden dann umgesetzt.

Herrmann: Keine erhöhten Sterbezahlen im Februar und März durch Corona

Dienstag, 4. Mai 2021, 08.47 Uhr: Die Sterbezahlen sind in Bayern wegen der Corona-Pandemie in den Monaten Februar und März im Vergleich zu den Vorjahren nicht angestiegen. "Offensichtlich steigen die Sterbefallzahlen nicht mehr parallel oder zeitlich versetzt zu den Corina-Infektionen", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in einer Pressemitteilung. Noch im Januar hätten die Sterbezahlen um rund 21 Prozent über den Durchschnittwert der Jahre 2016 bis 2019 gelegen. Er hoffe sehr, dass sich dieser Trend verfestige, auch für April seien keine negativen Entwicklungen erkennbar, sagte der Minister.

Alena Buyx warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Sonntag, 2. Mai 2021, 09.26 Uhr: Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, begrüßt die Regierungspläne zu Lockerungen für Corona-Geimpfte und Genesene, warnt aber zugleich vor einer Spaltung der Gesellschaft. Der Entwurf des Justizministeriums für eine Lockerungs-Verordnung stehe "in verschiedener Hinsicht im Einklang mit den Überlegungen des Deutschen Ethikrates", sagte die Münchner Medizinethik-Professorin Buyx der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Angesichts der neuen Erkenntnisse, dass Geimpfte das Virus wohl fast gar nicht übertragen würden, seien starke individuelle Freiheitsbeschränkungen wie Quarantäne nicht mehr zu rechtfertigen, sagte die Medizinethikerin: "Auch die Gleichstellung von Geimpften, Getesteten und Genesenen ist ethisch unproblematisch."

Allerdings brächten die Ausnahmen von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum das Potenzial einer gesellschaftlichen Spaltung mit, solange sich noch nicht alle Menschen impfen lassen könnten, sagte Buyx. Das gelte vor allem mit Blick auf die jüngere Generation und Familien. "Hier ist politische Gestaltung zu alternativen Angeboten gefragt, etwa gute und sichere Testmöglichkeiten, damit möglichst breiter Zugang bestehen kann", erklärte die Ethikratsvorsitzende: "Am wichtigsten aber ist ein möglichst hohes Impftempo, damit dies alles eine möglichst kurze Übergangsphase wird."

 

 

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Kommentare

Von Gunther Leupold am Sonntag, März 15, 2020 - 08:41

Ich bin geradezu entsetzt, dass die ELKB nicht die gebotenen Konsequenzen aus der Corona-Gefährdungslage zieht und alle Gottesdienste für diesen Sonntag (15.03.2020) bis auf weiteres sofort absagt.
Die Verantwortlichen für die katholischen Glaubensgeschwister im Erzbistum München geben ein überzeugendes Beispiel ab, wie man adäquat und konsequent auf eine derartige Bedrohungslage reagiert.
Gunther Leupold
Prädikant

Von Thorsten Trogl am Montag, November 2, 2020 - 11:23

Wieso steht in dem o.g Artikel kein Wort von Gottesdiensten, die doch weiterhin erlaubt sind? Wie sieht es aus mit Hauskreisen in privaten Räumen?
Freue mich über eine Antwort.
Viele Grüße

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