3.07.2020
Karlsruhe

Corona-Ausbruch in Karlsruher Freikirche ist nicht auf Gottesdienst zurückzuführen

Bei der Andacht vor wenigen Tagen hatten sich 30 Personen versammelt. 24 seien nun positiv getestet worden. Doch das Landratsamt Karlsruhe stellt klar, dass während des Gottesdienstes alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten worden seien.

Der Corona-Ausbruch unter Mitgliedern einer freikirchlichen Vereinigung ist nach Angaben des Landratsamtes Karlsruhe nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Gottesdienst entstanden.

"Wir möchten klarstellen, dass die infizierten Personen zwar über die Zugehörigkeit zur freikirchlichen Gemeinde miteinander verbunden sind, nach bisherigen Recherchen haben sich die meisten Infizierten aber über familiäre oder private Kontakte angesteckt", teilte das Amt auf Sonntagsblatt.de-Anfrage mit.

24 positiv getestete Mitglieder der Gemeinde sowie die ermittelten Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. Vor zehn Tagen hatten sich etwa 30 Personen der Gemeinde zu einem Gottesdienst versammelt.

Corona-Ausbruch in Freikirche: Begrüßung und Verabschiedung seien kritisch

Solange die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, seien Gottesdienste nicht gefährlicher als andere Veranstaltungen. "Kritisch sind aber häufig die Kontakte vor und nach dem Gottesdienst, also die Begrüßung und Verabschiedung", erläuterte das Landratsamt.

Nach Angaben der Gemeinde seien bei der Andacht alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten worden.

Derzeit sind in der Stadt Karlsruhe 32 Corona-Infizierte gemeldet. In zahlreichen Orten des Landkreises Karlsruhe gibt es derzeit keine bekannten Corona-Fälle, in Ubstadt-Weiher sind jedoch sechs Menschen erkrankt, in Bretten fünf.

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