Ist Frieden nur die Abwesenheit von Krieg? Oder braucht es für wahren Frieden auch Gerechtigkeit? Um diese und weitere wichtige Fragen geht es in unserem Dossier.
Mit der neuen EKD-Denkschrift zur Friedensethik erscheint ein umfangreicher Reader von sonntags. Er bündelt Hintergründe, Positionen und unterschiedliche Stimmen – und bietet Orientierung in einer Zeit wachsender globaler Konflikte.
Rund 40 Ehrenamtliche stehen bereit, um Jugendliche in Bayern zum neuen Wehrdienst zu beraten – von praktischen Infos bis zu seelsorglicher Begleitung. Die Kirche will Raum für Reflexion schaffen, ohne zu drängen.
Eine neue repräsentative Studie offenbart, wie die Bevölkerung über zwei Jahre nach dem 7. Oktober auf Israel, Gaza und Deutschlands Rolle blickt – mit Ergebnissen, die politische Gewissheiten teilweise in Frage stellen.
Nach dem Koalitionsbeschluss zum neuen Wehrdienst rät die Arbeitsstelle kokon jungen Menschen, Ruhe zu bewahren. Wichtig sei, sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen – Beratungen und schriftliche Verweigerungen sind jederzeit möglich.
Die neue EKD-Denkschrift "Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick" belebt die Friedensethik neu. Wir haben führende Theolog:innen gefragt, wie sie die Denkschrift einordnen.
Im Interview erklärt Theologe Reiner Anselm, warum die neue Friedensdenkschrift 18 Jahre nach 2007 entstand, wie sie mit Waffenlieferungen, Sicherheit und Pluralität umgeht und welche Rolle die Kirche in ethischen Debatten einnimmt.
Die neue Friedensdenkschrift der EKD zieht Lehren aus den aktuellen weltpolitischen Entwicklungen. Sie beschreibt den Weg vom Pazifismus hin zu einer Verantwortungsethik, die Schutz vor Gewalt und Sicherheit stärker betont.
Pfarrer Florian Höhne zeigt, wie Wut im Alltag – von langen Wartezeiten bis zu sozialen Medien – eskalieren kann und wie die Bibel, etwa die Geschichte von Kain und Abel, Orientierung gibt, um kleine wie große Konflikte friedlich zu bewältigen.
Wehrpflicht oder Freiwilligkeit? Die Bundeswehr-Debatte tobt. Doch die zentrale Frage bleibt ungeklärt, sagt Philosophin Pauline Sabrier: Welchen Mut braucht Verteidigung heute – und hat das alte Soldatenbild ausgedient?
Der frühere britische Premierminister Tony Blair kehrt auf die internationale Bühne zurück. Im von Donald Trump initiierten Nahost-Friedensprozess will er Vertrauen wiederaufbauen – und Einfluss zurückgewinnen. Doch kann ein Mann, der Glaubwürdigkeit verloren hat, wirklich Frieden stiften?
Aufrüstung und Wehrpflicht dominieren die Debatte – doch Angst darf nicht die Politik bestimmen. Nur wer Frieden ernst nimmt, schützt die Gesellschaft – Kommentiert Micha Götz.
Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 dauert der Gaza-Krieg an. Bis heute: Massive Opferzahlen, verschollene Geiseln. Wenn Leid gegeneinander abgewogen wird, zeigt sich: Staatsräson muss Menschen schützen, nicht Politiker – kommentiert Eva-Katharina Kingreen.