Ist Frieden nur die Abwesenheit von Krieg? Oder braucht es für wahren Frieden auch Gerechtigkeit? Um diese und weitere wichtige Fragen geht es in unserem Dossier.
Wehrpflicht oder Freiwilligkeit? Die Bundeswehr-Debatte tobt. Doch die zentrale Frage bleibt ungeklärt, sagt Philosophin Pauline Sabrier: Welchen Mut braucht Verteidigung heute – und hat das alte Soldatenbild ausgedient?
Der frühere britische Premierminister Tony Blair kehrt auf die internationale Bühne zurück. Im von Donald Trump initiierten Nahost-Friedensprozess will er Vertrauen wiederaufbauen – und Einfluss zurückgewinnen. Doch kann ein Mann, der Glaubwürdigkeit verloren hat, wirklich Frieden stiften?
Aufrüstung und Wehrpflicht dominieren die Debatte – doch Angst darf nicht die Politik bestimmen. Nur wer Frieden ernst nimmt, schützt die Gesellschaft – Kommentiert Micha Götz.
Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 dauert der Gaza-Krieg an. Bis heute: Massive Opferzahlen, verschollene Geiseln. Wenn Leid gegeneinander abgewogen wird, zeigt sich: Staatsräson muss Menschen schützen, nicht Politiker – kommentiert Eva-Katharina Kingreen.
Der Penzberger Imam Benjamin Idriz verurteilt den Hamas-Terror gegen Israel als unislamisch und mahnt zugleich Menschenwürde für Palästinenser im Gaza-Krieg an. Regionalbischof Thomas Prieto Peral begrüßt die muslimische Einordnung des 7. Oktober.
Wiedervereinigung, Gemeinschaft und Demokratie: Der Tag der Deutschen Einheit ist einer der bedeutendsten Feiertage in unserer Geschichte. Wir erklären, wofür er steht, was gefeiert wird und wie der Feiertag entstand.
300 Kilometer sind es von hier nach Berlin, 300 Kilometer in entgegengesetzter Richtung nach München. Seit den 1960er Jahren verlief eine Mauer mitten durch Mödlareuth. "Little Berlin" nannten die dort stationierten US-Amerikaner den Ort deshalb.
Johannes Eckert, Abt des Klosters St. Bonifaz, erklärt im Gespräch, warum Frieden Arbeit ist, was Benedikt von Nursia uns heute lehren kann – und weshalb Versöhnung nicht vertagt werden darf.
Wehrpflicht, Aufrüstung, Zeitenwende – aber bringt mehr Militär wirklich mehr Sicherheit? Über falsche Bedrohungsszenarien, imperiales Denken und die Frage, wie man Frieden vorbereitet.
Wie einst Paulus reist Alexander Stubb als Vermittler zwischen streitenden Lagern: uneitel, geduldig und mit Gespür für das Wesentliche. So gewinnt Finnlands Präsident Vertrauen – sogar bei Donald Trump im Ukraine-Krieg.
Ole Nymoens Buch "Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde" ist eine Provokation. Es setzt sich entschieden gegen Pflichtendebatten und Militarismus ein und plädiert stattdessen für Humanität, Selbstbestimmung und kritisches Denken.
Wenn Bilder hungernder Kinder zu politischer Munition werden, ist mehr verloren als Wahrheit: unsere Menschlichkeit. Im Israel-Gaza-Krieg zeigt sich, wie Mitgefühl zerrieben wird – während das Leid weitergeht, kommentiert Eva-Katharina Kingreen.
Der Augsburger Friedenspreis 2025 geht an Josef Schuster. Der Präsident des Zentralrats der Juden wird für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für gesellschaftlichen Zusammenhalt geehrt. Die Preisverleihung findet im November statt.
Mit einem offenen Brief wenden sich vier Pfarrpersonen aus Bayern an ihre Kirche: Sie fordern eine sofortige Waffenruhe in Gaza, die Freilassung aller Geiseln – und eine klare Positionierung der Kirche gegenüber der Bundesregierung.
80 Jahre nach Hiroshima wird in Nürnberg ein Ginkgo aus einem "Überlebensbaum" gepflanzt – als Mahnmal für den Frieden. Der ehemalige Diakoniepräsident Michael Bammessel warnt vor einer neuen atomaren Bedrohung.
Ob in der Kaserne, im Klassenzimmer oder im Boxclub mit Geflüchteten: EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich hat auf ihrer Sommerreise junge Menschen getroffen, die sich fragen, was sie beitragen können – und dabei viel Mut, Zweifel und Hoffnung äußern.
Von Oliver Marquart und Svenja Schurig | 3. August 2025
Zum Jahrestag der Atombombenabwürfe mahnen Justitia et Pax und die Evangelische Friedensarbeit der EKD: Atomwaffen garantieren keinen Frieden. Inmitten globaler Krisen fordern sie Abrüstung – als Frage des Weltgemeinwohls.
EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich fordert im Streit um die Wehrpflicht eine breitere Debatte. Frieden hänge nicht nur vom Militär ab, betont sie – auch soziale Gerechtigkeit, Gesundheitsversorgung und der Zusammenhalt der Gesellschaft seien entscheidend.
Auf ihrer diesjährigen #Präsestour spricht die Präses der Synode der EKD mit Jugendlichen über Kriegssorgen, Friedensarbeit – und über die Rückkehr der Wehrpflicht.
Die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi hat den Krieg zwischen Israel und dem Iran mit großer Sorge verfolgt – auch, weil ihre Familie in Teheran lebt. Im Interview spricht sie über Ängste, Hoffnungen und die Verantwortung der Politik.