Gesellschaft

Kirche und Schule

Dorothea Greiner, Regionalbischöfin des Kirchenkreises Bayreuth
Als Schulseelsorger beauftragt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern seit 2014 eigens dafür qualifizierte Lehrkräfte. Derzeit gebe es das Angebot an etwa 150 Schulen aller Schularten in Bayern, davon mit 13 Personen an zehn Orten in Oberfranken. Eingesetzt werden evangelische Religionspädagogen, Katecheten und staatliche Lehrer.

Gesellschaft

Autor und Philosoph Alexander Grau
Autor
Er nimmt kein Blatt vor den Mund: Der Autor und Philosoph Alexander Grau schreibt in seinem neuen Buch "Politischer Kitsch", mit Fakten und geleitet alleine von Vernunft, alles nieder, was derzeit als vermeintlich "politisch korrekt" erscheint. Im Interview erklärt der Münchner, warum vieles, was derzeit wie harmlose Gesellschaftskritik erscheint, auch gefährlich sein kann, wenn Gefühle zu harten Bandagen werden.

Ethik

Wegweiser als Symbol für Gewissen
Vor eine ethische Entscheidung gestellt, sind wir gut beraten, wenn wir unser Gewissen befragen. Denn das Gewissen bezeichnet in unserer religionskulturellen Überlieferung die wichtigste moralische Instanz im Menschen: wie eine Art innerer Gerichtshof oder die Stimme Gottes in uns. Deshalb kommt dem Gewissen im christlichen Glauben eine besondere Bedeutung zu. Und zwar nicht nur in Fragen der täglichen Lebensführung.

Martin Luther & Reformation

Luther mit Bibel und Schrift
Autor
Martin Luthers politische Ethik wurde nach dem Zweiten Weltkrieg heftig angegriffen. Diese Kritik kam vorwiegend aus der reformierten Tradition Karl Barths, fand jedoch unter dem Eindruck der Katastrophe des Dritten Reiches auch in der lutherischen Kirche ein starkes Echo. Als Folge davon rückten viele von dieser Lehre Luthers ab und schlossen sich dem Barth'schen Ansatz von der "Königsherrschaft Jesu Christi" an.

Kommentar

Feuerwerk
Noch bevor der kommerzielle Rummel rund um die Jahreswende so richtig in Fahrt kommt, hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) rechtzeitig ein klassisches Aufreger-Thema lanciert: Für 98 Städte in Deutschland, darunter acht in Bayern, fordert die Organisation ein Verbot privater Silvester-Böllerei in Innenstädten. Ein Kommentar von Wolfgang Lammel.

Interreligiöser Dialog

Martin Rötting Haus der Kulturen und Religionen München
Ein Haus für alle Religionen: Was in Städten wie Bern, Berlin und London schon existiert oder gerade konzipiert wird, plant ein interreligiös besetztes Projektteam derzeit mit Hochdruck für München. Martin Rötting ist Professor für "Religious Studies" in Salzburg und Vorstandsmitglied im Projekt "Haus der Kulturen und Religionen München". Er erklärt Konzept und Ziel des Vorhabens.

Familie

Großeltern verbringen gerne Zeit mit ihren Enkeln.
Als erstes Bundesland hat Bayern einen "Großelterntag" eingeführt. Er findet erstmals am 13. Oktober 2019 und fortan immer am zweiten Sonntag im Oktober statt. Damit will die Staatsregierung die "besonderen Verdienste von Großeltern für Familie und Gesellschaft würdigen", heißt es im Kabinettsbeschluss. Oma und Opa hätten im Familienleben "eine ganz entscheidende Rolle inne". Warum das so ist, erläutert Wissenschaftlerin Carolin Seilbeck vom Deutschen Jugendinstitut in München.

Asylsuchende

Immer wieder sind Ankerzentren in den Schlagzeilen. Mal gibt es Randale, mal fallen sie durch unmenschliche Bedingungen auf. Insgesamt sieben solcher Ankerzentren für je maximal 1.500 Asylsuchende gibt es seit einem Jahr in Bayern: in Deggendorf, Manching, Donauwörth, Schweinfurt, Bamberg, Zirndorf und Regensburg. Experten fordern ihre Abschaffung.