Gewalt

Jugendarbeit in Bayern

Paula Tiggemann über Verantwortung der Jugendleiter EJB
"Sexualisierte Gewalt darf kein Tabuthema sein", machte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bei der Herbstsynode der bayerischen Kirche deutlich. Die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) lebt diesen Vorsatz schon lange. Ihre Vorsitzende, Paula Tiggemann, spricht im Interview über die große Verantwortung von Jugendarbeit.

Null Toleranz

Frau Hand Abwehr Nein Ablehnung
Unsere Scham und Sexualität sind die sensibelsten Pole unserer Seele. Wird die Grenze der Intimsphäre ungewollt überschritten, kann das für einen Moment unangenehm sein – oder einen Menschen für den Rest seines Lebens aus dem Gleichgewicht bringen. In der Kirche, die für Gemeinschaft und Seelsorge steht, zerbricht noch viel mehr. Wir haben bei der Herbstsynode nachgefragt: Wie schützt die bayerische Landeskirche ihre Mitglieder vor sexualisierter Gewalt?

Aufarbeitung & Schutzkonzepte

Landessynode Schwabach 2018 Frühjahr
Über die sexuellen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sprechen alle. Aber was diesbezüglich in der Vergangenheit in evangelischen Kirchen und diakonischen Einrichtungen passiert ist, wurde bisher auch nicht gerade mit Nachdruck aufgearbeitet. Die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) hat jüngst mehr Aufklärung und Aufarbeitung versprochen. In der bayerischen evangelischen Landeskirche (ELKB) hat man das Thema bereits seit einiger Zeit in den Blick genommen, heißt es.

Interview mit Bestsellerautor Manfred Lütz

Die Eroberung Jerusalems durch die christlichen Kreuzritter am 15. Juli 1099 (Émile Signol, 1847).
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Die Geschichte des Christentums wird oft falsch dargestellt. Das beklagt der Chefarzt und Bestsellerautor Manfred Lütz. In seinem neuen Buch "Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums" stellt er – in Zusammenarbeit mit dem katholischen Kirchenhistoriker Arnold Angenendt – Falschinformationen über Ketzerverfolgungen, Kreuzzüge und Hexenverbrennungen richtig. Betreibt er Schönfärberei? Darüber hat Karsten Huhn mit Manfred Lütz gesprochen.

Predigt

Einzug Jesu in Jerusalem
Die Gottesdienste an Palmsonntag erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem. Er saß auf einem Esel, erzählen die Evangelisten, und die Menge jubelte ihm zu. Eine friedliche Szene, ohne Gewalt. In der christlichen Kirche wurde die Botschaft Jesu von der Gewaltlosigkeit aber schon bald verdunkelt. Evangelische Morgenfeier von Pfarrer Werner Küstenmacher, Gröbenzell.

Diakonie in Mittelfranken

ALMA Weißenburg
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Eine gute halbe Stunde lang wartet Eva Neuner vor dem Schnellimbiss auf die 14-Jährige, die bei ALMA, der Weißenburger Beratungsstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt angerufen hat und sich mit der Sozialpädagogin treffen wollte. Zwei Stunden später ruft sie dann an und erklärt "Ich war da, wollte Sie aber erst mal aus der Ferne betrachten. Was ich zuhause erlebt habe, kann ich nicht einfach so jemandem anvertrauen."

Internationale Begegnungen

Der Salvadorianer Fernando Rodríguez im Kinderhaus St. Markus / Kreuzkirche in München-Schwabing.
Fernando Rodríguez (23) ist der erste Freiwillige aus El Salvador, der in einer evangelischen Einrichtung in Bayern arbeitet. Gerade erlebt er im Kinderhaus der Münchner Kreuzkirche seinen ersten deutschen Advent. Mit Kerzenglanz, Schnee und Tannenzweigen. Nur das Feuerwerk an Weihnachten wird ihm vermutlich ein bisschen fehlen.

Islam

Abdel-Hakim Ourghi vor der Tür der Dar-as-Salam-Mosche in Berlin-Neukölln mit einem Plakat seiner 40 Thesen zu einer Reform des Islam.
Nur ein aufgeklärter, humanistischer Islam passt zur westlichen Welt, ist Abdel-Hakim Ourghi überzeugt. In seinem neuen Buch "Reform des Islam. 40 Thesen" fordert der Freiburger Islamwissenschaftler eine Rundumerneuerung des Islam: Vom Koran bis zum Kopftuch greift er fast alle islamischen Tabus an, die es gibt. Am vergangenen Wochenende stellte er das Buch in Berlin vor. Und schlug seine Thesen an eine der Muslimbruderschaft nahestehende Moschee.

Stadtmission Nürnberg

Ursula Andres und ihre musikpädagogischen Mitarbeiter bringen den Kindern die Freude an der Musik bei
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Das Projekt "Musik macht Freu(n)de" der Stadtmission Nürnberg fördert Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen. Elf Pädagogen bieten kostenlosen Musikunterricht, Chor- und Theaterprojekte an. Für viele Mädchen und Jungen die einzige Chance, mit Kultur in Berührung zu kommen und über sich hinauszuwachsen.