Juden

Jüdische Feste

Schofar
Für jüdische Menschen auf der ganzen Welt beginnt am 6. September 2021 das Jahr 5782. Gefeiert wird bereits am Vorabend mit einem großen Festmahl, bei dem Honig und ein Granatapfel nicht fehlen dürfen. Warum das so ist und was genau am jüdischen Neujahr gefeiert wird, erklären der Münchner Rabbi Steven Langnas und der in der bayerischen Landeshauptstadt lebende israelische Blogger Asaf Erlich.

Mehr als 500 Veranstaltungen

Ein Davidstern, Symbol der jüdischen Religion
Mehr als 500 Veranstaltungen und Initiativen gab es zum Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" bisher in Bayern. Nun wird das Festjahr bis Mitte 2022 verlängert – und der Antisemitismusbeauftragte des Freistaats Bayern zieht eine erste Bilanz.

Kommentar

Kinder im Unterricht
Vor einigen Wochen hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) für den islamischen Religionsunterricht ins Boot geholt. Die Ditib-Zentrale in Köln ist der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Ankara unterstellt. Diese bekommt, laut dem Grünen-Politiker Cem Özdemir, ihre Anweisungen vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Bekommt der türkische Präsident damit nun Zugang zu deutschen Klassenzimmern?

Dokumentation

Die 128 jüdischen Friedhöfe in Bayern sind nach Ansicht des Bayerischen Bezirketags "die letzten sichtbaren Zeugnisse des einst blühenden jüdschen Lebens in Bayern" - und deshalb besonders schützenswürdig. Anders als in anderen Bundesländern wird jedoch zu wenig für die Dokumentation getan.

Kommentar

Wenn sich Geschwister streiten, lautet die Klage gegenüber den Eltern meist doppelt: Er hat angefangen! Sie hat angefangen! Kluge Eltern blocken das ab. Sie wissen: Es braucht zwei zum Streiten. Was die Lage in Israel angeht, folgt die Reaktion von vielen diesem Muster. "Deeskalation auf beiden Seiten" heißt die Forderung, wenn sie ein deutscher Bundesaußenminister ausspricht. Doch Hausverstand vernebelt in Sachen Nahostkonflikt eher die Sinne. Ein Kommentar von Markus Springer.

TV-Tipp: "Kirche in Bayern"

Unsere efs-Reporterin Maike Stark begibt sich auf die Spuren jüdischen Lebens im Kirchenkreis Bayreuth, zu dem auch das unterfränkische Dekanat Rügheim zählt. Das "Jüdische Lebenswege-Museum" und ein Rundgang durch den Ort Kleinsteinach laden dazu ein, in die Geschichte der früheren jüdischen Bürger einzutauchen.

Judentum in Bayern

Jüdischer Friedhof Regensburg
Gräber von Efeu umrankt, Steinchen statt Blumen auf Grabmälern: Jüdische Friedhöfe haben etwas Magisches, fast geheimnisvolles. Wie beerdigen eigentlich Juden ihre Verstorbenen? Ein Blick auf ihre Bestattungskultur.

Judentum

Warum tragen gläubige Juden manchmal Lederriemen an den Armen und auf dem Kopf? Und was hat es mit diesen kleinen Kästchen an den Türrahmen auf sich? Viel Wissen über die jüdische Glaubenspraxis in der Bevölkerung ist mit dem Holocaust untergegangen.

"Lebensformen"

Dirndl und Lederhosen gehören zu Bayern wie das Bier und die Gemütlichkeit. Was die wenigsten wissen: dass das Dirndl überhaupt salonfähig wurde, verdanken wir zwei jüdischen Schneidern. Ein junger jüdischer Münchner liebt ebenfalls seine Lederhosen - auch und vielleicht weil es Juden im 3. Reich verboten war, Tracht zu tragen.

Zeitgeschichte

Ludwig Spaenle
Ein Experten-Rat hat in München beschlossen, dass antisemitische Schmähplastiken an öffentlichen historischen Gebäuden nicht entfernt werden sollen. Sie sollen stattdessen direkt vor Ort historisch eingeordnet werden.

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