Reformation

Mystik, Materie und Geist

Der Franziskanerpater, Mystiker und Erfolgsautor Richard Rohr im Interview mit dem Sonntagsblatt.
Richard Rohr wurde am 20. März 1943 in Topeka im ländlichen Kansas, also in den USA, geboren. Mit 14 ging er von zu Hause weg und zog nach Cincinnati. Dort trat er mit 18 in den Franziskaner-Orden ein. Er hat unzählige Bücher geschrieben und gilt heute als einer der bedeutendsten christlichen Mystiker und spirituellen Lehrer unserer Zeit. Der an Krebs erkrankte Theologe war noch einmal zu zwei Vorträgen in Bayern. Markus Springer hat ihn interviewt.

Synodale aus Bayern

Wer steckt hinter den 108 Mitgliedern der bayerischen evangelischen Landessynode? Wir zeigen es Ihnen! Einer von ihnen ist Pfarrer Erik Herrmanns. Im Video-Interview auf der Frühjahrstagung des Kirchenparlaments in Schwabach erzählte er, welche Bedeutung Mission für die Kirche hat und was es mit seinen Jugendromanen über die Reformation auf sich hat.

Landessynode Schwabach

Petra und Dieter Trutschel vor dem »Goldenen Stern« in Schwabach, wo 1529 »Reformationsgeschichte« geschrieben wurde, als die »Schwabacher Artikel« verhandelt wurden.
Autor
Sie sind eine Keimzelle der Reformation – die »Schwabacher Artikel«. Die 17 Sätze gelten als Grundlage des »Augsburger Bekenntnisses«, das am 25. Juni 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg von den evangelischen Reichsständen Kaiser Karl V. dargelegt wurden. Ausgeknobelt wurden sie an einem Ort, an dem damals wie heute in geselliger Runde Schäufele brutzeln und Bier fließt – im Schwabacher Traditionsgasthaus »Goldener Stern«. Doch dort erinnert heute nur noch wenig an die Sondierungsgespräche zur Reformation.

Kirche in Papua-Neuguinea

Bischof Jack Urame aus Papua-Neuguinea.
Seit 1886 besteht eine Partnerschaft zwischen der evangelischen bayerischen Landeskirche und der Evangelischen Kirche in Papua-Neuguinea. Leitender Bischof ist Jack Urame, der auch die Festpredigt beim Eröffnungsgottesdienst auf der Landessynode in Sulzbach-Rosenberg hielt. Ein Interview.

Landessynode in Amberg

Die evangelische Christuskirche liegt nur einen Steinwurf entfernt von der historischen und heute wieder allein katholischen Stadtpfarrkirche im Herzen von Sulzbach.
Die Landessynode, das "Kirchenparlament" der rund 2,4 Millionen Protestanten in Bayern, tagt vom 26. bis 30. November zwar in Amberg, aber zu Gast ist man im Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Beide Städte liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Amberg ist größer, aber Sulzbach-Rosenberg ist der Dekanatssitz. Das hat historische Gründe: Über einen Mangel an konfessionsgeschichtlichen Wechselfällen kann man sich in der Region durchaus nicht beklagen.

Kirche in Bayern

Ob Gospel, Lobpreis, Volksmusik oder Rocksong - 57 neue Lieder sind beim bayernweiten Songcontest zum Reformationsjubiläum eingereicht worden. Eine Fachjury wählte 12 Titel aus. Aus der Vorauswahl konnte jeder im Internet seinen Lieblingssong wählen. Mehr als 5.000 Wähler bestimmten die vier Siegertitel vor der Preisübergabe beim Kirchenkreis-Kirchentag in Coburg.

Religionsgeschichte

Verlesung der Augsburger Konfession 1530 - Bild eines unbekannten Künstlers, das ursprünglich in der Coburger Morizkirche hing.
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Nicht nur in Wittenberg, sondern auch im katholisch geprägten Bayern ist es zu weltgeschichtlichen Ereignissen der Reformation gekommen. In Augsburg haben die Protestanten ihre große Bekenntnisschrift "Confessio Augustana" vorgelegt, die bis heute theologische Grundlage von rund 80 Millionen Lutheranern auf der ganzen Welt ist. Von Bayern sind aber auch immer wieder bedeutende Impulse für die Annäherung der Konfessionen ausgegangen.

Reformationsgeschichte

Schertlin von Burtenbach (1496-1578) und die Burtenbacher Johanneskirche.
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Einen außergewöhnlichen Reformator kann das schwäbische Burtenbach aufweisen. Kein Theologe hat die neue Lehre Martin Luthers in dem zwischen Ulm und Augsburg gelegenen Städtchen eingeführt, sondern der Landsknechtsführer Schertlin von Burtenbach: Als Soldat plünderte er Rom, zu Hause baute er eine Kirche auf.