Schwaben

Corona & Kirche

Axel Piper, Regionalbischof des Kirchenkreises Augsburg und Schwaben
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Die Corona-Pandemie bietet nach Ansicht des evangelischen Regionalbischofs Axel Piper eine Chance, sich wieder auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren. Theologisch betrachtet könne so eine Gesundheitskrise aber auch die Erkenntnis bedeuten, "dass wir Menschen eben nicht alles im Griff haben". Was der Ausnahmezustand für Gemeinden und ihre Mitglieder bedeutet, erklärt Piper im Interview.

"Kirche in Bayern"

Das gemeinsame Brotbacken war früher am Dorf ein gesellschaftliches Ereignis. Heute gibt es das wieder. Das Backhaus der evangelischen Bekenntniskirche Gersthofen ist Treffpunkt für alle Generationen geworden. Eine alte Tradition hat den Nerv der Zeit getroffen. Schon allein dafür erhielten die freiwilligen Bäcker den Ehrenamtspreis der evangelischen Kirche in Bayern.

Kommentar

Unterbringung von Flüchtlingen
Ankerzentren für Geflüchtete sind seit ihrer Einführung ein Politikum. Flüchtlingshelfer beklagen die Zustände dort und fordern das Aus für diese Einrichtungen, denn die Massenunterkünfte ähneln bewachten Gefängnissen. Es kommt zu übergriffen und die Bewohner sind isoliert von der übrigen Bevölkerung. So kann Integration nicht funktionieren. Ein Kommentar von Andreas Jalsovec.

Kirchenkreis Augsburg&Schwaben

Jetzt noch Dekan von Weilheim, ab 1.1.19 Regionalbischof im KK Augsburg
Der evangelische Kirchenkreis Augsburg und Schwaben hat einen neuen Regionalbischof. Der 59-jährige Axel Piper wurde am 13. Januar in der Augsburger evangelischen Kirche St. Ulrich von Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm offiziell in sein Amt eingeführt. Der neue Regionalbischof habe die Gabe "Menschen zu mögen und damit die Menschenliebe Gottes im Kontakt mit den Menschen selbst auszustrahlen", so Bedford-Strohm laut Redetext in seiner Einführungsansprache.

Liebesgeschichte

Passfotos Kurt Landauer (1947) und Maria Baumann (1942).
Der jüngst aufgetauchte schriftliche Nachlass Kurt Landauers wirft ein neues Licht auf die Gründe, die den jüdischen Bayern-Präsidenten nach dem Krieg zu einer Heimkehr nach München bewogen. Es war die Liebe – zum FC Bayern, zu München, aber vor allem zu Maria Baumann, der langjährigen Hausangestellten der Familie Landauer, die die Geliebte Landauers war und schließlich seine Ehefrau wurde.

Reformationsgeschichte

Schertlin von Burtenbach (1496-1578) und die Burtenbacher Johanneskirche.
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Einen außergewöhnlichen Reformator kann das schwäbische Burtenbach aufweisen. Kein Theologe hat die neue Lehre Martin Luthers in dem zwischen Ulm und Augsburg gelegenen Städtchen eingeführt, sondern der Landsknechtsführer Schertlin von Burtenbach: Als Soldat plünderte er Rom, zu Hause baute er eine Kirche auf.